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Sockel 775 Roundup Nr. 2 - fünf weitere Mainboards

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Seite 8: Das DFI Lanparty UT 915P-T12

Das LanParty-Board von DFI wird vor allen Dingen im Bereich des Layouts interessant - und dies nicht nur aufgrund seiner fluoreszierenden PCI-Slots, sondern auch aufgrund der Tatsache, dass DFI den Onboard-Sound auf ein extra Modul setzt - "Karajan Audio" nennt DFI dieses Feature. Das gab es noch nie, auf diese Lösung sind wir durchaus gespannt. Auch befindet sich mitten auf dem Board ein PCI-Express-Slot, fernab von der ursprünglichen Platzierung. Das DFI Lanparty UT 915P-T12 ist also kein normales Sockel 775-Mainboard, sondern gehört zu den ausgefalleneren Modellen. Intern handelt es sich um ein normales i915P-Mainboard, DFI setzt bei diesem Board auf DDR2-533 und DDR400 - man kann also alternativ den Speicher verwenden, den man sich wünscht. Die Features können sich dabei durchaus sehen lassen - auch hier sind beispielsweise zwei LAN-Anschlüsse auf dem Mainboard zu finden.

Optisch macht das Board wie alle Mainboards aus der "Lanparty"-Serie einiges her :

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Besonders auffällig an dem schwarzen Mainboard sind natürlich die Erweiterungsslots und die Dimm-Slots sowie die ATA/133- und Floppy-Ports, die DFI in fluoreszierendem gelb und orange hält - das Board ist also für den Casemodder, dem die Farben gefallen, eine besondere Attraktion. Etwas verplant hat man sich wohl noch bei der Farbe der passiv gekühlten North- und Southbridge, denn die unterschiedliche Färbung der Kühlkörper zerstört das sonst recht schicke Design ein wenig. Vielleicht liegt dies aber an unserem frühen Sample, welches wir praktisch sprichwörtlich direkt vom Fließband erhielten.

Folgende Features können wir in unserer Tabelle festhalten :

Alles dabei - nur auf einen zusätzlichen ATA/133-Controller verzichtet man bei DFI, wer also mit den zwei ATA/133-Anschlüssen der ICH6 zurecht kommt, hat mit dem Mainboard keine Probleme. Die Serial ATA-Ports sind nicht Raid-fähig, das Board besitzt zudem zwei LAN-Anschlüsse, Sound, Firewire und USB 2.0 - also ist alles enthalten, was sich der PC-Fan wünscht, mit Ausnahme der Serial ATA Raidfunktion. Auch Overclocking-Funktionen hat man integriert, die wir später natürlich auch noch genauer unter die Lupe nehmen, DFI hebt hier als Features "CMOS reloaded" hervor.

Die Lanparty-Motherboards besaßen bislang auch immer einen brillianten Lieferumfang, teilweise sogar einem Rucksack-Gurt für den PC und anderem Zubehör für eine LAN-Party. Beim 915P-T12 fehlt dieser zwar, aber es ist ebenfalls wieder viel dabei :

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Im Folgenden eine Liste des Lieferumfangs :

  • Mainboardhandbücher
  • Treiber-CD-ROM
  • ATX-Blende
  • Serial ATA-Kabel
  • Serial ATA Stromkabel
  • Serial ATA-Wandler auf ATA/133-Kanal mit StromAnschluss
  • Slotblende mit seriellem Port
  • gerundetes Floppy-Anschlusskabel
  • gerundetes ATA/133-Anschlusskabel

Wer mehr als zwei ATA/133-Geräte anschließen will, muss also nicht notwendigerweise in neue Geräte investieren - mit dem Serial ATA-Wandler ist es möglich, an einem SATA-Anschluss ein weiteres ATA/133-Gerät zu betreiben. Die hierfür verwendete Marvell-Bridge kennen wir schon von vielen anderen Mainboards, die die Daten jedoch umgekehrt wandelten - von ATA/133 auf Serial ATA. Die Kabelausstattung ist okay, aber nicht brilliant und über die Eleganz der orangefarbenen gerundeten Floppy und ATA/133-Kabel kann man sich streiten.

Auch hier werfen wir einen Blick auf die ATX-Anschlussleiste des Mainboards :

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Untypisch ist die ATX-Leiste - aber so ist das halt bei dem Lanparty-Mainboard. Die sechs USB 2.0-Slots rechts sind schon einmal schick, mit den intern noch verfügbaren weiteren zwei Slots kann man eventuell ein Frontpanel nutzen. Über den USB 2.0-Ports befinden sich zwei RJ45-Ports für die Ethernet-Verbindungen, zudem sieht man hier einen Firewire-Anschluss. Da der VIA-Chip eigentlich mehr kann, ist hier auch noch die Möglichkeit, einen FrontAnschluss zu verwenden - jedoch sind die Anschlüsse meistens nicht genormt, deshalb könnte dies etwas kompliziert werden - eine Slotblende mehr hätte uns hier besser gefallen.

Gewöhnungsbedürftig ist hingegen das, was zwischen den PS/2-Slots und den genannten Anschlüssen liegt - hier befinden sich die Soundanschlüsse des Boards, sechs analoge und zwei digitale an der Zahl, die über ein separates Modul aufgesteckt werden. Der Onboard-Sound sitzt praktisch als Modul hochkant auf einer Platine, was jedoch zu deutlichen Problemen in einigen Gehäusen kommen kann. Ist oberhalb der ATX-Leiste nicht genügend Platz und eventuell sogar ein "Knick" in der Gehäuserückwand aufgrund einer besonderen Lüfteranordnung, lässtsich das Modul nicht einsetzen - man muss ohne Sound auskommen. Das ist nun wirklich nicht schön und engt die Flexibilität des Endkundens bei der Wahl des Mainboards unnötig ein - konsequent wäre es gewesen, wenn DFI dieses Modul mit den Ausmaßen der ATX-Blende designed hätte. So ist es eher schlecht als recht.

Auf der nächsten Seite des Reviews schauen wir genauer auf das Layout des DFI-Mainboards, welches auch einige Besonderheiten zu bieten hat.