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Sockel 775 Roundup Nr. 2 - fünf weitere Mainboards

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Seite 5: Das Albatron Mars PX915G Pro - Layout und Ausstattung (2)

Auch auf die Southbridge kommt bei den Sockel 775-Chipsätzen von Intel eine passive Kühlung - im Betrieb wird diese auch für eine Southbridge recht warm, was an den integrierten vier x1-Lanes liegt, die hier enthalten sind. Im Bild sieht man die Southbridge mit Kühlkörper sowie die vier Serial ATA-Ports, die hier nur mit einzelnen Festplatten betrieben werden können und nicht wie bei der ICH6R auch gekoppelt im Raid betrieben werden können. Auf die verschiedenen Features wie Matrix Raid sind wir in unserer Vorstellung der neuen Grandsdale- und Alderwood-Chipsätze bereits eingegangen, diese können mit der hier verbauten ICH6 nicht verwendet werden. Die CMOS-Batterie sitzt hier an einer guten Position und ist ebenso wie der CMOS-Jumper schnell und einfach zu erreichen, wenn das Board mal nicht mehr starten will. Der ATA/133-Controller, der noch in der Southbridge übrig geblieben ist, hat ganz rechts im Bild seinen Port - auch hier an guter Stelle, da die Kabel schnell und problemlos über den Mainboardrand hinweg verlegt werden können.

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Der ITE IT8212F-Controller ist ein ATA/133-Raidcontroller für den PCI-Bus. Er ist also mit maximal 133 MB/s Übertragungsrate unterwegs, die typische Übertragungsrate liegt aber weit darunter. Er kann zwei ATA/133-Kanäle ansteuern, es ist also die Möglichkeit gegeben, weitere vier Festplatten mit dem Controller zu betreiben. Albatron vergisst leider das Beilegen einer Startdiskette für Windows, falls man auf Festplatten des Controllers ein Betriebssystem anschließen möchte - denn hierfür wäre das Einbinden der Treiber über F5 notwendig. Allerdings kann man sich die Treiberdiskette über das Internet downloaden und dann die Diskette selber erstellen - somit kein Beinbruch, aber etwas umständlich. Die Festplatten des Controllers können über Raid 0, Raid 1 und Raid 0+1 gekoppelt werden.

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Unten im nächsten Bild sieht man das Phoenix-Bios - wie man auf der nächsten Seite sehen wird, ist dieses sehr gut aufgebaut. Der Bios-Chip ist leider nur mäßig aufgesetzt worden, denn er befindet sich fest verlötet an dieser Stelle und kann somit bei einem fehlerhaften Flash-Versuch nicht ausgetauscht werden - das komplette Board müsste eingeschickt werden. Zwar ist das Flashen für Profis nichts besonderes, aber Albatron hat beispielsweise auch noch kein Windows-Flash-Tool im Lieferumfang, so dass hier eine DOS-Diskette erstellt werden muss. Das ist hinsichtlich des Flash-Vorganges zwar sicherer, aber doch etwas umständlich.

Der Chip über dem Bios ist der VIA "Rhine" VT6105 LOM-Chip, ein Onboard LAN, der über PCI angebunden ist und 10/100MBit Ethernet bereitstellt. Direkt darüber ist der Marvell PCI Gigabit Ethernet Controller, den wir schon auf vielen Mainboards vorgefunden haben - doch hier wollen wir den Nutzen deutlich in Frage stellen, da Albatron nicht den schnellen PCI-Express-Bus für den Controller nutzt, sondern nur den PCI-Bus, der zusätzlich ja bereits von ITE- und 10/100MBit-Controller belastet wird. Der PCI-Gigabit Ethernet Controller wäre maximal in der Lage 133 MB/s zu übertragen, könnte aber eigentlich mehr, wenn man den PCI-Express-Bus nutzen würde - dann könnten im Voll-Duplex-Modus sogar 250 MB/s übertragen werden.

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Zuletzt findet man auf dem Board auch noch einen High Definition Audio-Codec. Hier wird von Albatron der ALC880 verwendet, einer der beiden aktuell erhältlichen HD-Audio-Chips. Interessantestes Feature ist hier neben den neuen, höheren qualitativen Anforderungen des Sound-Codecs das JackRetasking, welches erlaubt, dass man jeden an der ATX-Blende befindlichen Sound-Port nutzt und diesen dann über Software dem richtigen Gerät zuweist. Somit entfällt das wirklich nervige Suchen nach dem richtigen Anschluss auf der Rückseite des PCs. Des Weiteren erhoffen wir uns, dass dadurch auch die Qualität aller Anschlüsse steigt und nicht nur der Stereo-Ausgang eine ordentliche Qualität erhält.

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Auf der nächsten Seite werfen wir einen Blick ins Bios.