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Sockel 775 Roundup Nr. 2 - fünf weitere Mainboards

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Seite 25: Das MSI 925X Neo Platinum-54G - Layout und Ausstattung (1)

Bei MSI im Handbuch finden wir endlich mal eine INT-Request Tabelle, jedoch ist diese unvollständig, da nur die PCI-Slots aufgelistet und keine Onboard-Geräte mit betrachtet werden. Für den Endkunden, der auf einen PCI-Slot ausweichen will, der sich nicht eine INT-Leitung mit einem anderen Onboard-Gerät teilt, hat die Auflistung also keine Aussage. Stattdessen gibt es auch hier einen deutschen Abschnitt im Handbuch.

Beim Speicher finden wir typisches für ein Alderwood-Board : DDR2, 533 MHz, vier Slots, jeweils zwei Kanäle, maximal 4 GB. Hier gibt es also nichts Besonderes zu berichten. Auch ansonsten setzt man bei MSI auf bewährtes, denn die Position des ATA/133-Ports und des Floppy-Ports sowie des EPS-Anschlusses gefällt aufgrund der einfachen Kabelverlegung durch diese Position. Oben sehen wir den Winbond-Super I/O, den MSI für die PS/2, seriellen, parallelen und den Floppy-Port benötigt. Direkt daneben der erste Schönheitsfehler - ein verlötetes Bios auf einem High-End-Mainboard finden wir nur wirklich empfehlenswert, wenn es sich um eine Dual-Bios-Version handelt. Da MSI zwar auch Sicherheitsfunktionen bei einem fehlerhaften Flash-Vorgang besitzt, aber ein doppeltes Netz nicht besitzt, sollte man hier bei einem Bios-Flash-Vorgang besonders vorsichtig vorgehen.

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Schön : Auch hier können weitere Speichermodule eingesetzt werden, wenn eine x16-Grafikkarte im Slot eingebaut ist.

ActiveMOS ist die MSI-Technik, um die MOSFETs kühl zu halten. Alle MOSFETs im Bereich der ATX-Blende kühlt man mit passiven Aluminium-Kühlkörpern. Auch hier setzt man auf eine Standard-Spannungsversorgung, drei Phasen mit 12 MOSFETs sind auf dem Board zu finden. Der 12V AUX-Stecker ist im Hintergrund zu sehen. Die Northbridge ist passiv gekühlt, was natürlich auch bei diesem Board vollkommen ausreichend ist. Um den Sockel 775 ist genügend Platz für alle aktuellen Kühlkörper. In diesem oberen Bereich findet sich ein FAN-Header für die Northbridge (3pin) und ein 4pin-Header für die CPU.

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Im unteren Bereich tummeln sich mal wieder die Anschlüsse. Die Gehäuse-Anschlüsse sind gut farblich hervorgehoben und können auch ohne Handbuch bestückt werden. Die Southbridge ist mal wieder passiv gekühlt, auch hier ist das durchaus sinnvoll. Weiterhin findet man die vier Serial ATA-Anschlüsse unterhalb der Southbridge, die sich auch hier wieder im Raid 0, 1 und 0+1 verbinden lassen - und Intels Matrix Raid Technology ist natürlich auch hier verwendbar. Der CMOS-Jumper befindet sich in unmittelbarer Nähe in guter Position, die CMOS-Batterie hingegen zwischen den PCI und dem x16-Slot zusammen mit dem CoreCell-Chip, aber auch an die Batterie kommt man mit eingebauten Karten noch halbwegs heran.

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Weiter unten am Board findet man schließlich die Anschlüsse für die USB 2.0 und Firewire-Slotblenden. Die beiden ATA/133-Ports gehören zum VIA-Controller, den wir uns auf der nächsten Seite genauer ansehen.

Bei den Slots gibt es keine Besonderheiten : Drei PCI-Slots finden wir auf dem Mainboard, zwei PCI-Express-Ports werden weiterhin bereit gestellt. Da es nur einen PCI-Express Gigabit Ethernet-Controller gibt, vergeudet MSI im Endeffekt eine x1-Lane in der Southbridge. Hier kann man sich nun streiten, ob es aktuell vielleicht sinnvoller ist, drei x1-Slots und nur zwei PCI-Slots zu bieten oder es so zu machen, wie MSI es bei dem 925X getan hat - je nach Anforderungen der Endkunden wird es sicherlich aber mehr Kunden geben, die bereits vorhandene PCI-Karten weiter einsetzen wollen, demnach ist es durchaus verständlich, dass man hier noch auf einen x1 verzichtet hat. Eventuell hätte man ihn für einen zweiten Gigabit Ethernet nutzen können - aber so ist dieser nun mal auch über PCI angebunden. Die rote Färbung des dritten Ports hat dabei nichts Besonderes zu sagen, hier ist einfach nur eine optische Hervorhebung für die IEEE802.11b/g-Karte hinzugefügt worden, weil andere Hersteller es mit "WiFi-Slots" ebenso machen.

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Auf der nächsten Seite gehen wir auf die reichhaltigen Onboard-Features des Boards ein.