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Sockel 775 Roundup Nr. 2 - fünf weitere Mainboards

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Seite 22: Das Gigabyte 8ANXP-D - Bios und Stabilität

Das BIOS:

Wie immer widmen wir uns zuerst visuell dem BIOS, das heißt, wir schießen einige Screenshots, um den Aufbau und die einzelnen Funktionen des Menüs zu veranschaulichen :

Im Folgenden halten wir die wichtigsten Bios-Funktionen und Besonderheiten fest :

Beginnen wir mit den Höhepunkten : Das Board-Bios ist eines der wenigen, die man schon als ziemlich "fertig" und vollständig betrachten könnte. So finden wir wieder die Freischaltung der besonderen Features durch STRG+F1, anschließend kann man auch die Speichertimings verstellen. Hier bietet Gigabyte etwas mehr als der Rest, hervorzuheben ist auch die Lüftersteuerung, wobei das Hardwaremonitoring noch um tatsächliche Werte erweitert werden sollte, denn aktuell bekommt man nur "OK" angezeigt, wenn sich die Spannungen im Bereich der normalen Range befinden.

Sehr schön ist auch die Lösung des PEG-Übertaktens bei diesem Board : Zwar hat sich Gigabyte anfangs über ASUS aufgeregt, man implementiert aber nun auch ein PEG-Overclocking, aber auf geschicktere Art und Weise. Es ist klar im Bios als Overclocking-Option integriert und ist im voreingestellten Setting mit "Auto" ausgeschaltet. Möchte der Endkunde es nutzen, so kann er zwischen Fast und Turbo wählen und es damit aktivieren. Somit ist an dieser Option nichts Verwerfliches mehr - man muß dem Mainboardhersteller aber immerhin als Tester soweit vertrauen, dass man als Hersteller nicht doch versucht mit einem marginalen Overclocking minimal bessere Performancewerte zu erhaschen.

Eine weitere Funktion ist das MIB2 Memory Tweaking, welches bei uns allerdings ohne große Auswirkungen in der Performance blieb. Der sonstige Eindruck des Bios : Sehr gut, nur noch Kleinigkeiten gibt es zu verbessern.

Die Stabilität :

Auch hier wieder unser Blick auf die Stabilität, wobei natürlich dieselben Anmerkungen gelten, die wir auch schon bei dem Albatron "Mars" PX915G Pro aufgelistet haben. Hier ein Blick auf die Stabilitäts-Checkliste :

Zunächst also keinerlei Probleme mit dem Mainboard.

Bezüglich der Speicherkompatibilität haben wir folgende Module testen können :

Generell liefen zunächst einmal alle Module mit dem Board - Probleme hatten wir allerdings mit schnellen Timings. Kein Modul konnte stabil mit 3-3-3-8 laufen, nur mit einer Spannungserhöhung von +0.1V konnten wir die Module schließlich stabil bei schnelleren Timings betreiben. Eventuell setzt Gigabyte die DDR2-Spannung etwas niedrig an und viele aktuelle Modelle schaffen schnelle Timings nur knapp bei 1.8V - schon sind die Probleme hausgemacht. Andere Hersteller geben gerne einmal per Default schon 0,05V mehr und gehen diesen Problemen dann aus dem Weg. Wer also Abstürze mit schnellen Timings verzeichnet, sollte mal mit der Dimm-Voltage herumprobieren, eventuell ist das Board dann schnell stabiler.

Natürlich blieb bei diesem Board eine besondere Aufgabe - nämlich der Betrieb mit sechs Speichermodulen. Glücklicherweise haben wir aus unseren DDR2-Tests vier Module, die Single-Sided organisiert sind, denn die unten dargestellte, schick aussehende Kombination aus sechs Corsair -Riegeln läuft auf dem Gigabyte 8ANXP-D nicht :

Der Grund liegt auf der Hand, denn die Module sind doppelseitig organisiert. Single-Sided-Module können hier nur verwendet werden bei einem vollen Ausbau, nur in die gelben Slots dürfen alternativ auch doppelseitige Module gesteckt werden. Mit 2x Infineon DDR2-533, 2x TwinMOS DDR2-533 und 2x Kingston DDR2-533 wurde schließlich ausprobiert, ob das Gigabyte mit 3 GB RAM zurechtkommt - und mit Erfolg :

CPUZ zeigt hier zwar die falsche Gesamtsumme an, das System arbeitet aber zufriedenstellend, stabil und ordnungsgemäß mit 3 GB. Dabei haben wir hier auch noch gemischte Speichertypen eingesetzt (unterschiedliche Hersteller, unterschiedliche Chips), was für das Board also auch keine Probleme darstellt - sehr gut !

Auf der nächsten Seite kommen wir nun schließlich zum Overclocking.