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ASUS A8N-SLI Deluxe im Test

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Seite 5: Das ASUS A8N-SLI Deluxe - BIOS, Cool&Quiet und Stabilität

Das BIOS:

Das BIOS (Basic Input-Output System) ist mehr als 20 Jahre alt und damit die älteste Softwaretechnik innerhalb der PCs. Es wird in den ersten Sekunden nach dem Einschalten des PCs aufgerufen, der so genannten Pre-Boot-Phase, also noch bevor das Betriebssystem geladen wird. Allerdings gibt es das Bios nicht mehr lange, wie Intel mitteilt :

Der Firmware Foundation Code von Intel ist ein Ergebnis des Projektes mit Codenamen „Tiano“ und sorgt dafür, dass der Nachfolger des BIOS auf neuester Softwaretechnologie basieren wird. Er wurde speziell im Hinblick auf neue Ausstattungsmerkmale und Dienste entwickelt, zu denen beispielsweise die verbesserte Verwaltung und Betriebsfähigkeit, sowie Schnittstellen für administrative Aufgaben gehören.

Bald brauchen wir uns also nicht mehr durch die blauen Menues hangeln, um an die Hardwareeinstellungen zu kommen. Bislang bleibt das Bios aber der Grundstein für eine gute Gesamtperformance, auf die es bei den Mainboards im allgemeinen ankommt. Auch werden hier alle wichtigen Drähte in Bezug auf Overclocking und Onboard-Features gezogen. Nun werden wir prüfen, wieviel Sorgfalt die Ingeneure bei der Programmierung dieses BIOS an den Tag gelegt haben.

Wie immer widmen wir uns zuerst visuell dem BIOS, das heißt wir schießen einige Screenshots, um den Aufbau und die einzelnen Funktionen des Menüs zu veranschaulichen :









Wie immer wollen wir die eben vorgestellten Shots aus dem Menu nun noch etwas kommentieren. ASUS hat auf sein A8N-SLI Deluxe ein sehr umfangreiches BIOS gepackt, welches mehr als nur die nötigen Funktionen besitzt. Wir testeten eine Beta-Biosversion (1001-014), die wahrscheinlich in ähnlicher Form auch auf den ausgelieferten Mainboards zu finden sein wird.

 

Ein in den meisten Teilen sehr umfangreiches BIOS hat ASUS für das A8N-SLI Deluxe programmiert, auch wenn das Bios eigentlich Beta war. Das 1014-Bios gefällt uns jedoch schon sehr gut, es ist vollständig, alle wichtigen Einstellungen können vorgenommen werden, Geräte deaktiviert werden und auch die Timings werden übernommen. Das war gerade zuletzt bei den Pentium 4-Boards von ASUS immer ein großes Problem, weil man bei Standardtaktung gerne einmal die Latenzen scharf stellte

Während die Timings gut anzusprechen waren, bietet ASUS auch erstmals die Optionen, die DDR-Frequenzen nicht nur bei DDR400 zu belassen, sondern auch DDR433 oder DDR466 einzustellen und/oder mit High-End-Modulen sogar bis DDR600 zu gehen. Da der Memory-Controller beim nForce 4 natürlich weiterhin ausgekoppelt ist und in die CPU integriert ist, wundert uns dies ein wenig - im Test funktionierten die Einstellungen allerdings bei uns auch noch nicht 100%ig, auch wenn das Bios z.B. DDR466 als Setting übernehmen konnte. Das kann allerdings auch an der Qualität unserer Speichermodule liegen, wir werden hier in den nächsten Tagen noch einmal mit DDR550-Speichermodulen von Corsair und anderen Hersteller genaue Messungen nachliefern, die Module sind schon auf dem Postweg unterwegs.

Interessant ist, dass ASUS hier auch wieder PEG-Link Overclocking integriert hat. Mit PEG-Link Overclocking läßt sich die Grafikkarte dynamisch übertakten. Eigentlich eine praktische Sache - sobald 3D-Last entsteht, übertaktet ASUS die Grafikkarte um ein paar Prozent. Unglücklich ist dieses jedoch beim Benchmarking - und da das Feature beim Setting auf "Auto" aktiv ist, ärgert dies sicherlich einige User. Wir mussten es einmal wieder auf "Slow" herunterstellen, um das System nicht durch PEG-Overclocking zu beeinflussen. Dasselbe gilt für ASUS AI-Overclocking, das automatische Übertakten des Prozessors. Auch dieses ist erst einmal aktiv und muss manuell deaktiviert werden. Wir hoffen, das ASUS dieses in einer der nächsten Biosversionen standardmäßig abschaltet und nur dem User die Wahl läßt, es zuzuschalten.

Cool & Quiet

Beim nForce 4 ist Cool&Quiet natürlich auch vorhanden, die Frage ist hier nur, ob es in einer so frühen Biosversion schon integriert ist. Allerdings werden für das Cool&Quiet-Feature nicht nur der Support des Mainboards benötigt, sondern auch einige Tools und Treiber. Den notwendigen Athlon 64-Prozessor-Treiber findet man direkt auf der AMD-Webseite für alle gängigen Betriebssysteme. Ebenfalls auf dieser Seite findet man die notwendige Software, die das Cool&Quiet-Feature kontrollierbar macht.

Ist der Treiber installiert, kann man die Energieeigenschaften einstellen:

Sobald man das Energiespar-Schema auf "Minimalen Energieverbrauch" gestellt hat, schaltet die CPU bei geringer Last von 2000 auf 1000 MHz zurück, wie auf dem folgenden Screenshot unschwer zu erkennen ist. Der entsprechende Menüpunkt im BIOS ist ebenfalls gegeben und so bleiben dem Benutzer alle nötigen Optionen offen.

Cool & Quiet funktionierte also bereits perfekt.

Die Stabilität:

Da wir das BIOS nun analysiert haben, wird es Zeit, heraus zu finden, ob all die theoretischen Feststellungen, welche wir machen konnten, auch in der Praxis halten, was sie versprechen. Im Folgenden haben wir unser System voll bestückt mit PCI Karten - jeweils in verschiedenen Kombinationen. Unterschiedlicher Speicher wird auch getestet - so kommen beispielsweise reinrassiger Marken-RAM aus dem Hause TwinMOS zum Einsatz, aber auch Noname-RAM oder normaler Arbeitsspeicher mit Infineon-Chips zum Einsatz. PCI-Express-Karten (x1) haben wir leider noch nicht vorliegen, weshalb wir auf derartige Kompatibilitätsprobleme nicht eingehen können.

Im Folgenden die Testergebnisse tabellarisch dargestellt:

Wie bereits erwähnten, gehören die großen Probleme mit den verschiedenen Speichermodulen größtenteils der Vergangenheit an. Auch für das ASUS A8N-SLI Deluxe haben wir wieder einen Kompatibilitätscheck durchgeführt. So wird vor allem geprüft, ob der Rechner mit den entsprechenden Modulen und vor allem im DDR400-Modus startet und ob auch speicher- und systembelastende Applikationen problemlos durchgeführt und erfolgreich beendet werden können. Das Ergebnis sieht wie folgt aus:

Grundsätzlich konnte das Mainboard mit fast allen zur Verfügung stehenden Modulen gestartet werden. Da auch die Corsair- und TwinMOS-Module ohne Probleme liefen, ist davon auszugehen, das auch mit Low-Latency-Speichermodulen keine Probleme auftreten werden. In unserem Fall führten wir deshalb auch die Benchmarks wie bei allen anderen Mainboardtests mit den TwinMOS-Modulen mit schnellsten Settings durch. Die Kingston-Module sind wie immer nicht kompatibel, was aber wohl mit den PC3200-Modulen dieser Charge von Kingston zusammenhängt und kein allgemeines Problem ist. Problematisch waren hier auch ausnahmsweise mal die ADATA PC4000-Riegel - diese liefen zwar an, aber Windows konnte nicht gestartet werden. Auch manuelle Einstellungen im Bios brachten keine Besserung. Hier ist also abzuwarten, woran dies liegt - sicherlich kann ASUS hier mit einem Bios-Update noch entsprechend nachhelfen.

Kommen wir im Folgenden also zum Overclocking. Hier werden wir die CPU richtig in die Mangel nehmen können.