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Test: ASUS P8P67-M Pro - Fazit und Empfehlungen

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Seite 9: Fazit und Empfehlungen

Das ASUS P8P67-M Pro ist aktuell klar die erste Wahl, wenn es um ein schnelles Micro-ATX-System mit Sandy-Bridge-CPU gehen soll. Die Auswahl an Micro-ATX-Mainboards mit P67-Chipsatz ist zugegebenermaßen sehr bescheiden, aber das P8P67-M Pro hat alle wichtigen Features an Bord und kann mit einer guten Gesamtperformance überzeugen. Angesichts des relativ niedrigen Preises der Pro-Variante von knapp über 100 Euro spricht auch wenig dafür, die ebenfalls erhältliche Normalversion zu nehmen, wenn nicht gerade unbedingt ein PCI-Slot benötigt wird.

Dank der Unterstützung von SLI bzw. CrossFireX und den Overclocking-Optionen des P67-Chipsatzes ist das P8P67-M Pro hervorragend für den Einsatz in kompakten Gamer-Systemen geeignet. Angesichts der Boardgröße, der Ausstattung und auch des Preises ist natürlich auch klar, dass das P8P67-M Pro nur bedingt mit richtigen High-End-Mainboards mithalten kann. Die für das Overclocking nötigen CPU-Modelle mit freiem Multiplikator (aktuell: Core i5-2500K bzw. i7-2600K) sind schon deutlich teurer als das P8P67-M Pro. Wer maximale Performance im Micro-ATX-Format haben möchte, hätte mit dem ASUS Rampage III Gene und einem Intel Core i7-990X sicher noch eine (kostspielige) Alternative, aber in Sachen Preis/Leistung ist das P8P67-M Pro sicher ungeschlagen.

Im Vergleich zu richtigen Overclocker-Mainboards sind die Spannungswandler nur von durchschnittlicher Leistungsfähigkeit, daher sollte auf extremes Overclocking verzichtet werden. Mit moderater Spannungserhöhung lassen sich aber bei vielen Sandy-Bridge-CPUs schon Taktraten von 4,5 GHz oder mehr erreichen, was für ein Micro-ATX-System schon mehr als ausreichen dürfte. Im einfach zu bedienenden UEFI-BIOS sind alle für ein normales Overclocking wesentlichen Optionen vorhanden. Insgesamt macht das P8P67-M Pro auch beim Overclocking einen stabilen und ausgereiften Eindruck.

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In Sachen Schnittstellen ist das P8P67-M Pro recht gut aufgestellt. Die beiden SATA-6G-Ports des Intel-Chipsatzes werden von  einem Marvell-9120-Controller um zwei weitere Ports ergänzt, wobei einer als eSATA-6G-Port am I/O-Panel ausgeführt ist. Der USB-3.0-Controller von ASMEDIA bedient zwei Anschlüsse auf dem I/O-Panel und kann mit einer sehr guten Performance punkten. Das P8P67-M Pro verfügt über insgesamt vier PCIe-Slots und verzichtet daher auf den Einsatz von PCI-Slots. Die Verteilung der PCIe-Lanes der beiden an die CPU angebundenen PCIe-Slots (x16/- oder x8/x8) erfolgt daher wie bei den größeren ATX-Brüdern, sodass auch die Performance beim Einsatz eines CrossfireX- oder SLI-Gespanns stimmt. Bedacht werden sollte aber, dass beim Einsatz von zwei Grafikkarten in üblicher Dual-Slot-Bauweise die beiden weiteren PCIe-Slots blockiert werden. Die weitere Ausstattung mit einer Gigabit-Ethernetschnitttstelle, Firewire-Port, solidem Onboard-Sound und genügend USB-2.0-Ports ist vollständig.

Im täglichen Handling konnte das P8P67-M Pro überzeugen. Das Board lief stabil, normales Overclocking war ohne Probleme möglich und die Bedienung des grafisch ansprechenden und schnell reagierenden UEFI-BIOS ging ebenfalls angenehm von der Hand. Größere Bugs sind uns im Testverlauf auch nicht aufgefallen.

Mit dem in Kürze erscheinenden Z68-Chipsatz, der die Overclocking-Möglichkeiten des P67 mit den Grafik-Optionen des H67 kombiniert, ist natürlich auch mit dem Erscheinen von neuen Mainboards zu rechnen, worunter vermutlich auch einige Micro-ATX-Platinen sein werden. Das P8P67-M Pro wird also wahrscheinlich nicht mehr lange das einzige Sockel-1155-Mainboard im Micro-ATX-Format mit Overclocking-Fähigkeiten bleiben. Wer aber mit seinem Micro-ATX-System auf  Nutzung von "Onboard-Grafik" und die begleitenden Features verzichten kann, der kann auch weiterhin bedenkenlos zum ASUS P8P67-M Pro greifen, insbesondere da auch der Preis des Boards sehr günstig ist. Wer allerdings mit der Anschaffung noch etwas Zeit hat, der sollte durchaus noch etwas abwarten und schauen, ob in naher Zukunft nicht eine Z68-Platine dem P8P67-M Pro Konkurrenz machen könnte. 

Positive Eigenschaften des ASUS P8P67-M Pro:

  • Micro-ATX-Format
  • gute Ausstattung, Unterstützung von SLI bzw. CrossfireX
  • hohe Performance der Onboard-Komponenten, gute Gesamtperformance
  • gutes UEFI-BIOS
  • insgesamt sehr stabil, solide Overclocking-Möglichkeiten
  • niedriger Stromverbrauch

Negative Eigenschaften des ASUS P8P67-M Pro:

  • wenig Zubehör
  • durchschnittliche Leistungsfähigkeit der Spannungswandler

Momentan ist das ASUS P8P67-M Pro klar die beste (und auch einzige) Wahl für alle die User, die ein leistungsstarkes Micro-ATX-System auf Sandy-Bridge-Basis aufbauen wollen. Das P8P67-M Pro hat alle wichtigen Features an Bord, bietet eine sehr gute Gesamtperformance und ist noch dazu recht günstig zu erwerben. Die wesentliche Frage, die trotz Gefallen noch vom Kauf abhalten könnte, wäre die nach potentiellen Alternativen in Reihen der bald erscheinenden Z68-Platinen.

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