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MSI MS-7093 mit ATI RX480 Chipsatz

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Seite 5: BIOS, Cool&Quiet und Stabilität

Das BIOS:

Das BIOS (Basic Input-Output System) ist mehr als 20 Jahre alt und damit die älteste Softwaretechnik innerhalb der PCs. Es wird in den ersten Sekunden nach dem Einschalten des PCs aufgerufen, der so genannten Pre-Boot-Phase, also noch bevor das Betriebssystem geladen wird. Allerdings gibt es das Bios nicht mehr lange, wie Intel mitteilt:

Der Firmware Foundation Code von Intel ist ein Ergebnis des Projektes mit Codenamen „Tiano“ und sorgt dafür, dass der Nachfolger des BIOS auf neuester Softwaretechnologie basieren wird. Er wurde speziell im Hinblick auf neue Ausstattungsmerkmale und Dienste entwickelt, zu denen beispielsweise die verbesserte Verwaltung und Betriebsfähigkeit, sowie Schnittstellen für administrative Aufgaben gehören.

Bald brauchen wir uns also nicht mehr durch die blauen Menüs hangeln, um an die Hardwareeinstellungen zu kommen. Bislang bleibt das Bios aber der Grundstein für eine gute Gesamtperformance, auf die es bei den Mainboards im Allgemeinen ankommt. Auch werden hier alle wichtigen Drähte in Bezug auf Overclocking und Onboard-Features gezogen. Nun werden wir prüfen, wie viel Sorgfalt die Ingenieure bei der Programmierung dieses BIOS an den Tag gelegt haben.

Wie immer widmen wir uns zuerst visuell dem BIOS, das heißt, wir schießen einige Screenshots, um den Aufbau und die einzelnen Funktionen des Menüs zu veranschaulichen:






Im Folgenden halten wir die wichtigsten Bios-Funktionen und Besonderheiten fest:

Insgesamt handelt es sich bei dem Pressesample natürlich um ein sehr frühes Modell. Sicherlich werden sich im ausgelieferten Zustand noch Dinge ändern, aber zumindest konnte man einige Einstellungen schon vornehmen, die im Betrieb wichtig sind (Abschaltung der Onboard-Geräte, ACPI, ...). Viele Dinge sind jedoch, wie von einem OEM-Board gewohnt, recht rudimentär. So funktionierte beispielsweise die Lüftersteuerung noch nicht und DDR400 war nur "einstellbar", wenn man das Buard auf Auto-Settings justierte. Die Timings funktionierten hingegen bereits.

AMD Cool & Quiet:

Auch hier testen wir natürlich wieder die Funktionalität von Cool & Quiet mit installiertem Prozessortreiber von der AMD-Webseite. Neben diesem Treiber benötigt man natürlich auch eine entsprechende Implementierung im Bios. Ist der Treiber installiert, kann man die Energieeigenschaften einstellen:

Sobald man das Energiespar-Schema auf "Minimalen Energieverbrauch" gestellt hat, schaltet die CPU bei geringer Last von 2200 auf 1000 MHz zurück, was folgender Screenshot beweist.

Folglich scheint Cool & Quiet mit dem von uns getesteten Mainboard möglich zu sein. ATI unterstützt das Feature also ebenfalls zuverlässig und MSI hat es bereits im Bios umgesetzt.

Die Stabilität:

Da wir das BIOS nun analysiert haben, wird es Zeit, heraus zu finden, ob all die theoretischen Feststellungen, welche wir machen konnten, auch in der Praxis halten, was sie versprechen. Im Folgenden haben wir unser System soweit möglich mit PCI Karten voll bestückt  - jeweils in verschiedenen Kombinationen. Unterschiedlicher Speicher wird auch getestet - so kommen beispielsweise reinrassiger Marken-RAM aus dem Hause Corsair oder TwinMOS zum Einsatz, aber auch Noname-RAM oder normaler 3rd-Party-Arbeitsspeicher mit Infineon-Chips zum Einsatz.

Iim Folgenden die Testergebnisse tabellarisch dargestellt:

 

Auch hier muss erst einmal abgewartet werden, wie sich die Mainboards der einzelnen Hersteller verhalten. Mit einem Referenzboard von VIA, damals zum K8T800 Pro-Launch, hatten wir größere Probleme, so dass wir hier über den positiven Lauf sehr überrascht waren. Das Board stürzte nicht ab, einige Schwankungen bei den Benchmarks waren auf das Service Pack 1a zurückzuführen, mit SP2 und dem aktuellen Treiber gab es jedoch keine Probleme.

Auch auf den obligatorischen Speichertest wollen wir in diesem Fall nicht verzichten:

Da der Speicherkontroller in der CPU sitzt und dieser von Revision zu Revision immer flexibler und unproblematischer wurde, was auch in unseren Test nachweisbar ist, zeigten sich hier erwartungsgemäß keine Probleme mit den von uns getesteten Speichern. Die typischen Aussetzer bei den Kingston-Speichern sind bereits bekannt und liegen wohl an den Modulen selber.

Im Folgenden kommen wir an dieser Stelle immer zu dem Overclocking-Test. Das es sich aber, wie bereits des Öfteren erwähnt, um eine OEM-Platine handelt, und neben den Speichereinstellungen keine Veränderungen vorgenommen werden können, verzichten wir an dieser Stelle auf den Test.