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ASUS K8N-E Deluxe im Test

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Seite 7: Onboard-Sound Performance - Right Mark Analyzer 5.3

Wie immer wollen wir auf der folgenden Seite näher auf den Onboard-Sound eingehen.

Auf dem ASUS K8N-E Deluxe findet sich ein Realtec ALC850-Sound-Codec. Der AC97-Sound ist ein typischer Software-Codec und belastet somit mit den Berechnungen die CPU im Gegensatz zu einem Hardware-DSP wie einem Audigy-Chip oder der MCP-T von NVIDIA. Allerdings gehört er zu neuesten Generation und besitzt einige interessante Features. Er entspricht den aktuellsten AC'97 2.3-Spezifikationen und ist ein 8-Kanal-Audio-Codec, der bis zu 100dB-Soundqualität erreichen soll. Allerdings ist dieser Klirrfaktor für einen Onboard-Sound bislang unerreicht.

Wirklich interessant ist die Möglichkeit beispielsweise einen Kopfhörer an irgend einen beliebigen Anschluß anzuschließen und diesen dann über Software zum Kopfhörerausgang zu deklarieren. Damit entfällt das lästige Suchen hinter dem Schreibtisch nach der richtigen, teilweise noch nicht einmal farblich identisch kodierten Buchse - einfach einstecken, der richtige Port ist es auf jeden Fall, nur die Software muß noch entsprechend nachjustiert werden. Jack Retasking nennt man diese Funktion, die beispielsweise auch in der neuen HD-Audio-Spezifikation enthalten ist, die auf den neuen i925x/i915P-Chipsätzen zu finden ist.

Wie immer teilen wir unseren Test auf in zwei Bereiche - Performance und Qualität.

Performance-Vergleich :

Um den Test erfolgreich durchführen zu können und im Folgenden auch die Werte vergleichen zu können, benötigt man natürlich einige Konstanten. Wir verwenden hier den beliebten Gaming-Benchmark Quake 3 Arena. Die Timedemo starten wir wie üblich mit der Eingabe von "timedemo 1" und "demo demo001" in die Konsole des Spiels, welche man mit der "^"-Taste aufruft. Dann lassen wir den Benchmark wie üblich einmal im Fast- und einmal im High-Modus mit 640x480 bzw. mit 1024x768 Pixeln durchlaufen und vergleichen die Frames per Second Werte, da diese variieren, wenn man mit eingeschaltetem Onboard-Sound oder ohne arbeitet. Hier liegt auch die Begründung versteckt, warum es so wichtig ist, dass man die ungenutzten Onboard-Geräte im BIOS abschalten kann, denn beispielsweise der Onboard-Sound beansprucht die CPU doch in einem recht großen Maße.

Das ASUS hat bei aktiviertem Sound schon seine Probleme, kann sich aber gegen die meisten Konkurenten durchsetzen, die in gleichem Maße oder sogar noch etwas mehr zurückfallen. .

Qualitäts-Vergleich :

Hierfür verwenden wir das Tool Rightmark Audio-Analyzer. Für die Testmessungen benötigt man unter Right Mark ein sogenanntes "Loop Through-Kabel", also ein Audiokabel, welches an beiden Ende eine 3.5Zoll Klinke besitzt. Dieses Kabel ist natürlich im HiFi-Fachmarkt genauso erhältlich wie bei MediaMarkt oder Saturn. Mit in die Wertung ein geht leider indirekt die Qualität des Line-In-Eingangs, der teilweise von den Herstellern vernachlässigt wird und dadurch das Gesamtergebnis nach unten zieht.

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Dem entsprechend sah das Testergebnis des Right Mark Analyzers wie folgt aus:

Das verwendete Testtool gibt des Weiteren ein detailliertes Ergebnis aus, welches wir in einer separaten HTML Datei auf unserem Server zur Schau stellen.

Insgesamt kein wirklich guter Onboard-Sound - die Performance belastet das System zwar etwas, aber bei der Qualität haben wir schon deutlich bessere Ergebnisse gesehen. Die 100dB, die der Hersteller verspricht, werden erwartungsgemäß nicht eingehalten, aber gerade bei der Intermodulation, dem Klirrfaktor und dem Crosstalk-Wert haben wir schon deutlich bessere Onboard-Sounds gesehen. Natürlich kann dies auch am Eingang des Sounds liegen - denn zumindest mit einer Hörprobe konnten wir keine Verzerrungen oder ähnliches subjektiv feststellen.

Nach der Bewertung der Onboard-Sound-Performance wollen wir nun unser Testsystem vorstellen, bevor wir zur eigentlichen Leistungsbewertung des ASUS K8N-E Deluxe kommen.