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Sockel 775-Roundup Nr. 3

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Seite 31: Fazit und Empfehlungen

Vier weitere Boards hatten wir im Test - und diesmal vier Boards mit funktionierendem B1-Fix. Zwar gibt es immer noch das eine oder andere Problem bei den Boards, aber die Hersteller scheinen nun die neuen Techniken mehr und mehr im Griff zu haben. Für den Performance-Freak scheint sich der i925XE-Chipsatz als perfekte Wahl zu sein, weniger wegen einem Performance-Plus, sondern eher wegen der höheren Flexibilität beim FSB und besseren Overclocking-Möglichkeiten. Wer jedoch nicht übertakten möchte, dem kann es theoretisch auch egal sein, ob DDR oder DDR2 zum Einsatz kommen soll, ein Board mit i925X oder i915P/G-Chipsatz, denn die Performance der Boards bleibt in einer sehr engen Bandbreite.

Hier sollte man sich eher die Features der Boards, deren Stabilität, dem Bios und anderen Details widmen, die einem wichtig sind. In unseren letzten Boardtests haben wir bereits einige Favoriten herausgepickt, die hier empfehlenswert sind - vielleicht ist dort ja auch etwas dabei.


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Kommen wir nun wie beim letzten Roundup zu einer Einzelwertung für jedes Mainboard:

ASUS P5AD2-E Premium:

Das ASUS P5AD2-E Premium ist ein Board für den Profi - nicht für den Anfänger. Das Board besitzt wirklich alles, was man sich wünschen könnte - Serial ATA Raid, ATA/133-Raid, 800 MBit/s Firewire, Gigabit-LAN über PCI-Express, Wireless-LAN, einen hochwertigen und wirklich guten HD-Audio-Codec, reichhaltige Übertaktungsfeatures, automatische Übertaktung von CPU und Grafikkarte, wirklich umfassende Beigaben in Form von Kabeln, Slotblenden und vielem mehr. Die Performance ist brilliant und auch die Overclockingfeatures haben gezeigt, dass ein FSB von mehr als 300 MHz kein Problem darstellt. Auch die Stabilität war im Endeffekt hervorragend.

Aber ASUS sollte aufpassen. Das Board ist nichts für den Anfänger, da man zu viel falsch machen kann - kauft man sich beispielsweise luxuriösen DDR2-Speicher zum luxuriösen ASUS-Board, kann es sein, dass die Kombination nicht läuft. Der Laie fängt an zu suchen und schickt möglicherweise beide Teile wieder zum Händler, der jedoch keinen Defekt findet. Schuld ist einfach ASUS, weil man im Bios die Timings standardmäßig auf 3-3-3-8 setzt und die Speichermodule diesen Takt vielleicht nicht vertragen. Für den Profi kein Problem, denn er weiß, wie er das Problem umgeht. Der Laie bekommt aber eher Ärger mit seinem Shop.

So ist es bei vielen Dingen. Auch die automatische Aktivierung des PEG-Overclockings kann zu Problemen führen. Bei unserer Biosversion war zudem teilweise auch noch das dynamische Übertakten aktiv. Zudem funktionierte die Lüftersteuerung nicht und der FSB ist mit 202,2 MHz zu hoch. Wir empfehlen ASUS, einen Schritt zurück zu machen und die zusätzlichen Features erst einmal alle im Bios zu deaktivieren und den Turbo erst dann zu aktivieren, wenn dies vom User gewollt wird. Dann kann auch der Laie mit dem Board restlos zufrieden werden, denn ein wirklicher Tipp ist das Board auf jeden Fall. Im Endeffekt ist es eine Tech-Demo aller Features, die man aktuell auf einem Mainboard platzieren kann.

Am Markt ist das Board noch nicht verfügbar, es sollte sich aber wohl im Bereich ab 220 Euro einpendeln. Aufgrund der Features sicherlich trotzdem nicht zu teuer - wir hoffen, dass mit den nächsten Bios-Versionen das Board noch besser wird.

Intel D925XECV2:

Wenn wir sagen, dass das Board von ASUS nichts für den Laien ist - dann ist das Intel D925XECV2 das Board für den Laien. Denn hier konfiguriert sich alles selber, das Board ist stabil, die Kompatibilität ist astrein. Zwar ist das Mainboard nichts für den Overclocking-Freak, aber auch hier bietet Intel mit dem Desktop Control Center ein tolles Tool, um sich an das Thema heran zu wagen. Die Features des Boards sind gut, nur der Sound könnte etwas besser sein, reicht aber eigentlich für den Hausgebrauch auch aus.

Das Board ist eine typische Intel-Entwicklung - Gigabit-LAN über PCI-Express, Firewire und ein HD-Audio-Codec sind enthalten und es unterstützt alle Features des Chipsatzes. Zudem hat es in der Performance auch keinerlei Schwächen gezeigt und landet immer an einer sehr guten Position, auch mit Standardtakt. Wer ein Mainboard für ein Standardsystem sucht und nicht plant zu übertakten, ist beim Intel D925XECV2 goldrichtig.

Preis im Preisvergleich : ab 190 Euro

Epox 5ERA+:

Das Epox-Board findet sich noch nicht auf dem deutschen Markt - dafür aber die Variante mit integrierter Grafik. Diese ist mit 145 Euro schon recht günstig, das Epox 5ERA+ wird sicherlich noch ein Stückchen darunter liegen. Die Frage ist aber, wie sich Epox hier durchsetzen kann. Das Board bietet keinen HD-Audio-Codec, obwohl der Chipsatz dies bietet, auch der Gigabit-LAN-Anschluss ist nur über PCI angebunden. Firewire bietet man nicht, dafür kann man als Kunde Serial ATA-Festplatten im Raid anschließen, da Epox auf die ICH6R setzt. Die Stabilität des Boards war okay und auch die Kompatibilität war in Ordnung, das Bios fanden wir ebenso gut.

Bei den Benchmarks versucht man etwas zu schummeln mit einem FSB von 202,3 MHz, weshalb das Board auch in anderen Tests etwas besser aussieht als bei uns. Wir korrigierten den FSB auf spezifizierte 200,00 MHz. Der Service von Epox bezüglich des B1-Fixes war sehr gut und deshalb lag das Board dann in unseren Benchmarks auch im guten Mittelfeld. Das Board ist eine gute, solide Plattform, wird es am Markt aber trotz sehr guter Übertaktungsergebnisse gegen die günstigen Boards von Albatron, DFI und anderen schwer haben.

Preis im Preisvergleich: noch nicht am Markt verfügbar

Soltek SL-915GPro-FGR:

Auch das Soltek-Board fanden wir noch nicht im Preisvergleich. Auch hier ist jedoch anzunehmen, dass sich das Board im preiswerteren Bereich aufhalten wird. Mit integrierter Grafik, ATA/133-Raid, einem Gigabit-LAN, AC97-Codec, Firewire und Serial ATA ist es gut ausgestattet - aber auch hier liegt der Teufel etwas im Detail. Die HD-Audio-Funktionalität des Chipsatzes wird nicht genutzt, deshalb zeigte sich die Audioqualität des Boards auch nur im durchschnittlichen Bereich. Der Gigabit-LAN-Anschluss ist statt über PCI-Express nur über PCI angebunden. Man verwendet nur die ICH6 und nicht die ICH6R, deshalb kann man auch keine Serial ATA-Festplatten im Raid betreiben. Die Ausstattung ist also quantitativ sehr gut, aber man hätte es besser machen können.

Auch beim Bios liegt noch einiges im Argen. Zwar ist die Kompatibilität durchaus okay, aber im Bios sind standardmäßig Hyperthreading und Prefetching deaktiviert. Auch vermuten wir, dass trotz B1-Fix noch ein Fehler im Bios vorhanden ist, da das Board in den Benchmarks noch ziemlich hinterher hängt. Das kann Soltek noch verbessern, denn die von uns verwendete Biosversion ist noch recht jung. Die Frage ist, wo sich das Board anschließend einordnen kann - stimmt der Preis, so könnte es durchaus recht gut neben einem Albatron PX-915G Pro oder einem DFI Lanparty UT-T12 915P aussehen.

Preis im Preisvergleich: noch nicht am Markt verfügbar

 

Weitere Links:

Weitere Mainboard- und CPU-Reviews findet man in unserer Testdatenbank unter Prozessoren, Mainboards Intel oder Mainboards AMD.

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