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Sockel 775-Roundup Nr. 3

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Seite 21: Rightmark Audio Analyser 6.3

Rightmark verwenden wir schon einige Zeit für Mainboard-Tests, richtig professionell haben wir den Benchmark allerdings erst bei dem Soundkarten-Roundup mit 6 Soundkarten verwendet, da wir dort die Signale mit einer hochwertigen Creative Professional E-muss1820 generiert und aufgenommen haben. Das ist bei den Mainboard-Reviews leider nicht möglich, hier verwenden wir einfach ein Loop-Through-Kabel. Der Effekt: Man kann nicht 100%ig sicher gehen, wenn ein Onboard-Sound qualitativ schlechte Werte hat, ob dies aufgrund des Eingangs des Sounds oder des Ausgangs der Fall ist. Die meisten Ausgänge sind noch akzeptabel und von guter Qualität, einige Eingänge haben allerdings Mängel. Im Endeffekt ist das Urteil dann natürlich auch mit einem schlechten Eingang negativ - aber differenzieren können wir leider nicht.

Anders ist dies natürlich wenn ein Sound qualitativ gute Werte auch für den Eingang besitzt. Interessant wird dies vor allen Dingen aufgrund der Jack-Retasking-Funktion für die HD-Audio-Mainboards, denn hier müssen theoretisch alle Ein- und Ausgänge von hoher Qualität sein, weil diese durch Jack-Retasking frei vergeben werden können. Vielleicht geben sich aus diesem Grund die Hersteller jetzt auch mehr Mühe bei den Sound-Eingängen.

Beginnen wir mit unseren Tests:

ASUS P5AD2-E Premium (CMedia CMI9880):

Das genaue Ergebnis sieht man in dieser Datei.

Mit einem sehr guten Ergebnis beginnen wir hier - zwar hatten wir schon Boards mit einer oder zwei besseren Teilwertungen, aber das ASUS-Board leistet sich keinen Patzer und ist in allen Teil-Tests mit guten Werten dabei. Vor allen Dingen der Stereo-Crosstalk-Wert ist exzellent und auch der Rauschabstand ist sehr gut. Damit hat es ASUS geschafft, den CMI 9980 auf dem Board perfekt einzusetzen - und im Gegensatz zum ersten Board noch einmal leicht zu verbessern.

Intel D925XECV2 (Realtek ALC880):

Das genaue Ergebnis sieht man in dieser Datei.

Durchschnittliche bis sehr gute Werte sehen wir beim Intel D925XECV2. Am Realtek ALC880 liegt dies nicht, denn der Chip ist als High Definition Audio-Chip bei mehreren Boards schon mit besseren Resultaten aufgetreten. Die Dynamik und der Rauschabstand ist nur durchschnittlich, trotzdem ist der Onboard-Sound recht ordentlich und kann sicherlich für Standardanwendungen verwendet werden.

Epox 5ERA+ (Realtek ALC850):

Das genaue Ergebnis sieht man in dieser Datei.

Epox setzt hier im Vergleich zur Konkurrenz nicht auf einen HD-Audio-Chip, sondern nur auf einen günstigen AC97-Codec. Zwar verwendet man den sehr guten Realtek ALC850, aber das HD-Audio-Feature des Chipsatzes lässt man somit ungenutzt - eigentlich sehr schade. Trotzdem erreicht man mit dem ALC850 in etwa dieselben Qualitätswerte wie Intel mit dem D925XECV2 und der Realtek ALC850 kann auch Jack Retasking. Nur im Detail bei der Verarbeitungsgenauigkeit stecken Unterschiede und es können auch nicht mehrere Audio-Streams gleichzeitig verwendet werden.

Soltek SL915GPro-FGR (Realtek ALC850):

Das genaue Ergebnis sieht man in dieser Datei.

Auch hier sehen wir dieselben Ergebnisse wie beim Epox, denn auch hier wird der Realtek ALC850 verwendet, somit liegt auch hier die HD-Audio-Funktionalität brach. Die Ergebnisse bezüglich der Qualität sind praktisch dieselben.

In den letzten Tests hatten das ASUS P5AD2 Premium, das Abit AG8 und das Intel D915GUX bereits sehr gute Onboard-Sound-Lösungen, das DFI Lanparty 915P-T12, das Gigabyte 8ANXP-D, das MSI 925X Neo Platinum und das Albatron Mars PX915G Pro reihten sich im zweiten Test in die Kategorie "sehr gut" mit ein. Bei unserem dritten Roundup ist es nur das ASUS P5AD2-E Premium. Es ist bei diesen Boards nicht mehr unbedingt notwendig auf eine Soundkarte zu setzen, allerdings haben viele Soundcodecs natürlich den Nachteil, dass sie das System belasten. Aufgrund der frühen Treiber macht es aber noch keinen Sinn, hierauf genauer zu schauen. Wir hoffen, dass sich der Trend fortschreibt und sich die Onboard-Soundlösungen weiter verbessern. Dann braucht man nur noch zu einer Soundkarte greifen, wenn man wirklich ein audiophiles System benötigt oder sich der Musik in sonstiger Weise besonders erfreut.

Kommen wir nun zu den "richtigen" Benchmarks, zum Leistungsvergleich.