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Sockel 775-Roundup Nr. 3

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Seite 20: Testsystem und ein Blick auf bereits getestete Boards

Einige Boards liegen uns nicht mehr vor - die Hersteller wollten die Modelle bereits zurück, aber andere Mainboards können wir in Langzeittests begleiten. Neben den unten aufgelisteten Boards hatten wir auch ein paar andere im Test, allerdings war das Bios der Boards schon recht ausgereift. Die Boards von Intel, das ASUS P5AD2 Premium und einige anderen Boards betrachten wir deshalb nicht mehr. Folgende Boards sind noch unsere Sorgenkinder:

Albatron Mars PX915G Pro

Bei diesem Mainboard war die PCI-Express-Performance noch sehr schlecht - der B1-Fix war im Bios noch nicht implementiert. Seit unserer 1.07beta-Version ist einige Zeit vergangen, mittlerweile bietet Albatron die R1.19(Beta) zum Download an. Allerdings hat man neben vielen Verbesserungen den B1-Fix bislang nicht wirklich angerührt.

Abit AA8 DuraMax und Abit AG8

Beide Boards liegen uns nicht mehr vor, weshalb wir nur in die Change Notices auf der Abit-Seite schauen können. Vom B1-Fix ist dort natürlich keine Rede, weshalb wir nicht verfolgen können, ob Abit die Performance deutlich erhöhen konnte. Stattdessen finden wir beim AG8 ein "Removed DDR600 item" - schade, denn mit DDR600 hatte man das Board ja teilweise sogar beworben. Weiterhin hat man bei beiden Boards eine Einstellung hinzugefügt, um den Multiplikator einiger Prozessoren auf 14x herunterzusetzen - dies scheint zum Standard zu werden. Wir sind hier gespannt auf die neuen AA8XE-Boards - eventuell hat man ja hier den B1-Fix integriert?

DFI Lanparty UT 915P-T12

Dem Board fehlte als Hauptkritikpunkt der B1-Fix - diesen scheint man in der Version 2004/09/20 bereits integriert zu haben. Hinzu kommt auch die Möglichkeit, den CPU-Multiplikator auf 14x herunterzusetzen, DFI hat also nach einiger Zeit die Features des Lanparty-Boards aufpoliert.

MSI 925X Neo Platinum-54G

Bei MSIs Top-Board sind wir besonders enttäuscht - hier hat man es nach vier Monaten noch nicht geschafft, eine Bios-Version zu basteln, die die von uns genannten Kritkpunkte beseitigt. Es existiert bei diesem High-End-Board immer noch die Version 1.0 und die "versteckte" Beta-Version 1.1, weitere Verbesserungen wurden nicht durchgeführt. Das Bios des 915P Neo2 Platinum hat man inzwischen in der Version 1.5 vorliegen - das Board aus der 2. Reihe scheint also besser betreut zu werden, denn hier waren die Ergebnisse schon mit der allerersten Version sehr gut.

Kommen wir nun zum Testsystem:

Bevor wir zu den Benchmarks schreiten, müssen wir noch ein paar Dinge erwähnen, die für die Tests protokolliert werden sollen. Mit dem Sockel 775 musste natürlich auch aufgrund der PCI-Express-Grafikkarte ein neues Testsystem her. Wir verwenden hierfür einen Pentium 4 520, also einen Pentium 4 mit 2,8 GHz, da wir mehrere Testsysteme aufbauen möchten und diese CPU zum einen günstig ist, zum anderen sich aber auch für das Overclocking sehr gut eignet. In unserem Forum haben wir vom "neuen Overclocking-King" schon berichtet, denn der erste von uns aus dem Handel erworbene Pentium 4 520 schaffte ohne Spannungsveränderung eine Übertaktung von 2,8 auf 3,7 GHz bzw. 3,9 GHz mit dem Intel Boxed-Heatsink, wobei wir hier ziemlich sicher sind, dass eher jeweils das Board das Limit beschrieb. Für die Tests hier in diesem Roundup verwendeten wir zusätzlich noch einen Pentium 4 560 "ES" ohne Multiplikator, um der Overclocking-Sperre auf den Zahn zu fühlen.

Als Grafikkarte setzen wir eine MSI Radeon X600XT mit 128 MB ein - zwar nicht das Top-Modell, aber ausreichend schnell, um Mainboards zu testen und auch ein paar neuere Spiele mit in den Vergleich aufzunehmen, ohne sofort eine Grafikkartenlimitierung zu erhalten. Gegenüber der GeForce 4 MX440 aus unseren bisherigen Tests ein grandioser Leistungssprung. Als Speicher setzen wir Corsair Twin2X-1024-Module ein, hier setzen wir auf die 533 MHz-Version, die zwar mit CL4-Settings programmiert ist, aber auch ohne Probleme mit CL3 läuft. Eingesetzt werden zwei Module mit 512 MB. Eine Serial ATA-Festplatte ist natürlich Pflicht, weiterhin ein DVD-ROM-Laufwerk.

Durch Klick auf die Bilder gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Als Betriebssystem setzen wir auf Windows XP Professional mit Service Pack 1A. Als Treiber werden die neuesten Intel Inf-Treiber (6.0.1.1002) verwendet, die ATI-Catalyst 4.7 für die Grafikkarte und schließlich DirectX9b.

Hier das komplette Testsystem in der Übersicht:

Hardware:

  • Pentium 4 520 (2,8 GHz) Sockel 775
  • 2x 512 MB Corsair CM2X512-4200-Module
  • MSI Radeon X600XT 128 MB
  • Seagate Barracuda SerialATA, 80 GB
  • DVD-ROM

Software:

  • Windows XP Professional
  • Service Pack 1A
  • DirectX 9b
  • Intel Inf-Treiber 6.0.1.1002
  • ATI Catalyst 4.7

Wie immer werfen wir auch einen Blick auf den FSB. Laut Intel-Spezifikation müsste die CPU genau mit 200,00 MHz betrieben werden, in der Vergangenheit hatten wir allerdings immer mal wieder Ausreißer. In unserem ersten Test betraf dies ASUS - denn dort versuchte man sich mit 202,2 MHz einen kleinen Vorteil zu erhaschen. Vorbildlich in diesem letzten Review waren eigentlich nur Intel und MSI sowie Abit mit dem AG8. Nach einer Korrektur über das Bios lief auch das AA8 DuraMax innerhalb der Spezifikation, nur der Shuttle XPC war mit 201,00 MHz noch etwas über der Spezifikation.

Während wir beim Abit AA8 DuraMax den FSB auf genau 200,00 MHz per Hand einstellen konnten (siehe unten), fanden wir es besonders verwerflich, dass es nicht möglich war, den FSB bei ASUS zu korrigieren. Egal mit welcher Einstellung, es war nicht möglich, den FSB auf 200,00 MHz oder einen nahekommenden Wert zu justieren. Schaltet man unter 200 MHz, so ist nur noch DDR2-400 verfügbar, was wir natürlich für unseren Test genauso wenig gebrauchen konnten. Auf die Anfrage an ASUS, ob wir eine neue Bios-Version erhalten könnten, die den FSB auf 200,00 MHz fix einstellt, sagte man uns, dass dies nicht möglich sei: Der FSB wäre in Hardware festgelegt, die 202 MHz würden nicht am Bios liegen und könnten somit nicht verändert werden. außerdem würden andere Hersteller hier noch mehr auf das Brikett legen, weshalb man vorschlug, doch alle Boards mit 202 MHz zu testen.

Da wir natürlich nicht nur einmal ein Board testen wollten, sondern dies der Beginn einer neuen Testreihe wie bei den Canterwood- und Springdale-Motherboards sein soll und wir wieder erwarten, in dem nächsten Jahr knapp 20 bis 30 Motherboards zu testen, müssen wir uns nun eine Regelung einfallen lassen:

  • Mainboards mit höherem FSB werden ab 0,5% Abweichung vom FSB (ab 201 MHz) in den Benchmarks mit dem tatsächlichen FSB gekennzeichnet. Das bedeutet für dieses Review, dass das ASUS-Board gekennzeichnet wird, das Shuttle-Motherboard beispielsweise aber trotz leichter FSB-Erhöhung noch nicht unter diese Regel fällt. Das Abit AA8 wird nicht gekennzeichnet, da wir es korrigieren konnten.

  • Mainboards, die einen FSB über 2% höher einstellen (ab 204 MHz) und sich dies nicht korrigieren lässt, werden nicht mehr in die Benchmarks aufgenommen.

Für die hier getesteten Mainboards ergaben sich folgende Messungen beim FSB:

ASUS P5AD2-E Premium:

Intel D925XECV2:

Epox 5ERA+ (korrigiert):

Soltek SL915GPro-FGR:

Alle liegen im üblichen Rahmen - und ASUS wieder mal mit 202,2 MHz zu hoch. Auch dieses Board kennzeichnen wir also wieder in unseren Benchmarks. ASUS und MSI sind die einzigen Hersteller, die aktuell deutlich aus der Bahn springen und den FSB über 1% anheben. Auch Epox wäre über dem Limit ins Ziel gekommen - 202,3 MhH konnten wir zunächst messen. Allerdings ließ sich das Board durch Setzen des FSBs auf 199 MHz konstant mit 200,00 MHz betreiben, ohne dass Chipsatzregister zu Ungunsten des Mainboards heruntergeschaltet werden. Somit nahmen wir die Korrektur vor.

Nun kommen wir endlich zu den Benchmarks - bevor es jedoch an die Leistungswerte geht, noch die Qualitäts-Messungen von Rightmark: