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Sockel 775-Roundup Nr. 3

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Seite 14: Das Epox 5ERA+ - Overclocking

Auch beim Overclocking werfen wir zunächst einen Blick auf die Features des Boards:

Hier die Overclocking-Optionen in der Übersicht:

Von den Features her bietet Epox hier eigentlich nur Standardkost. Der PCI-Takt kann im Bios nicht verändert werden, wird aber wohl im Hintergrund vom Bios beeinflusst. Der PCI-Express-Takt kann verstellt werden, ebenso der FSB bis zu guten 350 MHz, die man mit dem i915P-Chipsatz und einem Pentium 4 wohl nicht erreichen wird. Gut sind die Spannungseinstellungsmöglichkeiten für die CPU, mit ca. 1,6 bis 1,7V maximaler Spannung für einen Prescott-Prozessor sollte man schon sehr vorsichtig sein. Weiterhin kann man die DDR-Module richtig zwiebeln - hier sind bis zu 3,2V möglich, wobei man allerdings nur bis 2,9V dauerhaft nutzen sollte. Andere Spannungen können nicht verändert werden, die "Real Time Turbo"-Einstellung betrifft nur den FSB anstatt einer manuellen Einstellung.

Im Test zeigte sich das Board dann aber als durchaus übertaktungsfreudig:

Immerhin 257 MHz waren möglich - das ist bislang Rekord für ein i915P-Mainboard, denn hier erreichten wir selten mehr als 215 MHz. Das ist allerdings kein Wunder, denn Epox versteht sich als Overclocking-freundliches Unternehmen und hat somit alles Mögliche unternommen, um den PCI-Express-Takt möglichst niedrig zu halten. Bei 257 MHz steigt dann aber wohl das System aus und wurde bei uns instabil, zudem begannen über 260 MHz auch wieder die typischen Serial ATA-Probleme, die Festplatten wurden nicht mehr gefunden.

Erstaunlicherweise konnten wir aber auch den Speichertakt synchron mit ordentlichen Timings betreiben und erreichten somit auch eine sehr gute RAM-Performance:

Da die meisten Pentium 4-CPUs mit einem festen Multiplikator ausgestattet sind, aber beispielsweise die neuen E0-Modelle sich recht gut übertakten lassen, stellen wir einmal folgende Rechnung an: Mit einem 115W-Prozessor lässt sich auch beim Epox 8ERA+ der Multiplikator auf 14 herunterschalten. Mit 257 MHz FSB wären somit sehr gute 3,6 GHz möglich. Ohne das Herunterschalten des Multiplikators kommt man bei einem 16x-Multiplikator beispielsweise sogar auf 4,1 GHz - ein FSB von 257 MHz reicht also in der Regel vollkommen aus, um einen Pentium 4 ans Limit zu treiben.

Auf der nächsten Seite zeigen wir das Soltek SL915GPro-FGR: