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Sockel 775-Roundup Nr. 3

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Seite 2: Das ASUS P5AD2-E Premium

Wie wir bereits berichtet haben, ist das P5AD2-E Premium dem P5AD2 Premium sehr ähnlich - im Endeffekt ist das P5AD2-E die Rev. 1.05 des Boards. Das neue Chipsatzstepping ermöglicht FSB1066, aber ansonsten ist das Board auch im Bios ziemlich dem P5AD2 ähnlich und verhält sich in vielen Situationen auch ähnlich.

Bei ASUS hat man das Gefühl, dass man den gewonnenen Platz durch die kürzeren PCI-Express x1-Slots auf Biegen und Brechen mit Onboard-Features füllen wollte - kein Quadratzentimeter des Boards soll vergeudet werden, überall passt noch etwas Besonderes drauf. So finden wir auf dem Mainboard nicht nur einen neuen 800 MBit/s schnellen Firewire-Controller, sondern auch zwei Gigabit-Ethernet-PCI-Express-Controller, die jeweils über eine x1-Lane angebunden sind, einen Wireless-LAN-Controller, den üblichen Mehrkanal-Digitalsound, einen zusätzlichen PCI-ATA/133-Storagecontroller und einen PCI-Vierkanal-Serial-ATA-Controller. Hinzu kommt natürlich auch noch USB 2.0 und die in der Southbridge vorhandenen Features - hier nutzt ASUS die ICH6R.

Das ASUS P5AD2-E Premium ist also ein Board der Superlative wie der direkte Vorgänger:

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ASUS hat jedoch nicht nur Features auf das Board gepackt, sondern auch an die Lautstärke des Systems gedacht - sowohl die MOSFETs wie auch die North- und Southbridge werden passiv gekühlt, es entsteht also nicht noch eine zusätzliche Geräuschquelle durch Mainboard-Lüfter. Natürlich unterstützt auch ASUS wieder eine im Bios implementierte Lüfterkontrolle und somit lässt sich auch der CPU-Lüfter herunterregeln. Das schwarze PCB sieht zudem schick aus, das gewohnte ASUS-Beige scheint mehr und mehr zu verschwinden.

Folgende Features können wir in unserer Tabelle festhalten:

Hier könnte man bereits das Haar in der Suppe suchen - gibt es noch etwas, was nicht auf dem ASUS P5AD2-E Premium integriert ist ? Außer einem für Desktop-Boards unüblichen SCSI-Controller findet man wirklich alles auf dem Mainboard, was das Herz begehrt. Auch im Detail steckt dabei viel, so bietet ASUS, wie man aus der Tabelle erkennen kann, umfangreiche Overclocking-Optionen und auch einen 2:3er-Teiler für den Speicher, um beispielsweise mit einer FSB1066-CPU auch DDR711-Taktraten für den Speicher zu erlauben.

Allerdings ist nicht nur die Ausstattung des Boards rekordverdächtig, sondern auch der Lieferumfang, den man in der Verpackung des P5AD2-E findet. Hier hat ASUS im Vergleich zum Vorgänger nichts verändert:

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Im Folgenden eine Liste des Lieferumfangs:

  • Mainboardhandbücher
  • ASUS Treiber-CD-ROM mit Sticker
  • WinDVD-Software-Suite
  • 3x ATA/133-Kabel
  • 1x Floppy-Anschlußkabel
  • 10 Serial ATA-Kabel
  • 5 Serial ATA-Stromadapter (jeweils 2 Anschlüsse)
  • Slotblende mit Gameport und 2x USB 2.0
  • Slotblende für serielle Schnittstelle
  • Slotblende für zwei externe Serial ATA-Anschlüsse
  • Slotblende mit 1x RJ45 für Gigabit-LAN und 2x Firewire
  • Wireless-LAN-Antenne
  • ATX-Slotblende

Auch das ist vom Umfang her eine Sensation - insgesamt 10 Serial ATA-Kabel liegen dem Board bei, somit sogar zwei mehr, als eigentlich notwendig. Auch an die älteren ATA/133-Kabel hat ASUS gedacht, zudem auch an ein Floppy-Kabel. Etwas schade ist hier, dass man keine Treiber-Diskette für die PCI-Serial ATA-Controller und den ATA/133-Raidcontroller beilegt, denn so muss man sich die Treiberdiskette zur Installation von Windows XP auf einem derartigen Array selbst besorgen. Über das Internet kein Problem - aber wenn kein PC zur Verfügung steht, wird das etwas umständlich.

Grandios ist auch die Slotblenden-Ausstattung, wobei ASUS auf eine intelligente Aufteilung geachtet hat. Alles Wichtige ist zunächst auch auf der Rückseite des Boards:

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Hier findet man bereits vier USB 2.0-Ports - mit der Slotblende sind es sechs, zwei weitere kann man über eventuell vorhandene Gehäusenanschlüsse nutzen. Ein 800 MBit-Firewire-Port ist auch vorhanden, weiterhin ein Gigabit-Ethernet-Controller. Hinzu kommen alle Sound-Anschlüsse - digitale und analoge. Mit der noch oft verwendeten parallelen Schnittstelle und den PS/2-Slots ist eigentlich alles vorhanden, was man benötigt.

Nun kann man nach Verwendung das Board mit dem Rest ausstatten: Beispielsweise den Firewireslots und dem zweiten Gigabit-Ethernet. Wer mehr USB-Schnittstellen benötigt, kann die nächste Slotblende einsetzen. Wer externe Serial ATA-Geräte anschließen möchte, baut die externe Blende dafür ein. Und wer tatsächlich noch eine serielle Schnittstelle benötigt, der kann auch hier nachrüsten. Der Vorteil, dass eigentlich alles aber schon auf der ATX-Blende ist, wird einem erst richtig klar, wenn man auch noch ein paar PCI-Geräte eingesetzt hat - dann kann der Platz aufgrund von vier Slotblenden schon eng werden, wenn z.B. auch noch eine Grafikkarte mit zwei Slots verwendet wird. Mit nur einer Erweiterungskarte ist dann der PC schon voll - aufgrund der guten Organisation der ATX-Blende scheint aber zumindest dieser Worst Case beim ASUS nicht einzutreten.

Auf den nächsten zwei Seiten werden wir nun alle Onboard-Features des Boards erklären - und das sind ja, wie man nun weiß, eine Menge...