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MSI PT880 Neo-FISR

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Seite 4: Bios und Stabilität

Das BIOS:

Das BIOS (Basic Input-Output System) ist mehr als 20 Jahre alt und damit die älteste Softwaretechnik innerhalb der PCs. Es wird in den ersten Sekunden nach dem Einschalten des PCs aufgerufen, der so genannten Pre-Boot-Phase, also noch bevor das Betriebssystem geladen wird. Allerdings gibt es das Bios nicht mehr lange, wie Intel mitteilt :

Der Firmware Foundation Code von Intel ist ein Ergebnis des Projektes mit Codenamen „Tiano“ und sorgt dafür, dass der Nachfolger des BIOS auf neuester Softwaretechnologie basieren wird. Er wurde speziell im Hinblick auf neue Ausstattungsmerkmale und Dienste entwickelt, zu denen beispielsweise die verbesserte Verwaltung und Betriebsfähigkeit, sowie Schnittstellen für administrative Aufgaben gehören.

Bald brauchen wir uns also nicht mehr durch die blauen Menues hangeln, um an die Hardwareeinstellungen zu kommen. Bislang bleibt das Bios aber der Grundstein für eine gute Gesamtperformance, auf die es bei den Mainboards im allgemeinen ankommt. Auch werden hier alle wichtigen Drähte in Bezug auf Overclocking und Onboard-Features gezogen. Nun werden wir prüfen, wieviel Sorgfalt die Ingeneure bei der Programmierung dieses BIOS an den Tag gelegt haben.

Wie immer widmen wir uns zuerst visuell dem BIOS, das heißt wir schießen einige Screenshots, um den Aufbau und die einzelnen Funktionen des Menüs zu veranschaulichen :

Durch Klick auf die Bilder gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Im Folgenden halten wir die wichtigsten Bios-Funktionen und Besonderheiten fest :

Die Bios-Version ist aufgrund der Reife als gut zu werten - hier fehlen zwar Einstellungsmöglichkeiten für das Hardwaremonitoring, beispielsweise Abschaltungs-Temperaturen, Lüfterdrehzahlen oder eine umfassende Lüftersteuerung, aber das darf man bei einem günstigen Board wohl nicht erwarten. Hingegen ist sonst alles in Ordnung - alle Funktionen in unserem Bios hatten seinen Platz und funktionierten auch ohne Probleme. Beim Speicher sind gute Einstellungsmöglichkeiten vorhanden, man kann das System also schick schnell gestalten, wenn man den richtigen Speicher einsetzt.

 

Die Stabilität :

Ein Blick auf die Stabilitäts- und Kompatibilitätstests von uns darf natürlich auch nicht fehlen.

Auch hier hatte das MSI-Mainboard eine weiße Weste. Die PCI-Belastungstests zeigten, das der ATA/133-Controller und auch der Serial ATA-Controller gut mit dem der Intel ICH5 mithalten können, nur die Burst-Rates waren etwas geringer. Zudem konnten wir dasselbe mit dem Firewire- und USB 2.0-Controller feststellen, auch hier ist die Performance praktisch äquivalent und bleibt nur marginal unter dem der Intel-Chipsätze.

Bezüglich der Speicherkompatibilität haben wir folgende Module testen können :

Auch hier haben wir wieder unsere Stabilitätstests durchgeführt - zunächst kommt das Board auch mit allen Riegeln zurecht. Das Problem bei den Corsair TwinX1024-3200XL Pro liegt an den extrem niedrigen Timings, denn unser Sample kam leider nur mit 2-2-3-6 als minimalem Setting zurecht. Die Corsair-RAMs booteten zwar in Windows, es waren jedoch dann Abstürze zu verzeichnen, wenn das System unter Last gesetzt wurde. Mit allen anderen Riegeln - und natürlich auch bei manueller Justierung der Corsair-Riegel - war das System aber dann auch stabil, sogar in Vollbestückung.

Auf der nächsten Seite kommen wir nun schließlich zum Overclocking.