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Sockel 775 - Roundup Nr. 1 - DasAbitAA8DuraMax3

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Seite 10: Das Abit AA8 DuraMax (3)

In der unteren Ecke des AA8 DuraMax findet man wie immer die meisten Anschlüsse. Der eine übrig gebliebene ATA/100-Kanal ist seitlich am Board ausgerichtet, das Kabel kann so einfach verlegt werden und verschwindet gut verlegt aus dem Blickfeld. Vier Serial ATA-Ports sind unterhalb der Southbridge im nächsten Bild zu sehen, diese können im Raid 0, 1 und 0+1 (mit vier Festplatten) verwendet werden, natürlich kann man aufgrund der ICH6R auch hier in den Genuß von Matrix Raid kommen. Das Bios ist gesockelt, aber auch Abit hat ein entsprechendes Windows-Flash-Tool im µGuru-Tool imlementiert, um das Bios einfach zu flashen. Daneben befindet sich die Debug-LED, die recht einfach Aufschluß über bestehende Probleme während des Boot-Vorganges liefert, so kann die Fehlerdiagnose schneller und einfacher von statten gehen. Unten links in der Ecke befinden sich die schlecht beschriftet und gekennzeichneten Gehäuse-Anschlüsse, hier braucht man also in der Regel das Mainboard-Handbuch. Über der Southbridge befinden sich weiterhin zwei Header für weitere vier USB 2.0-Ports.

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Der µGuru-Chip ist das Herzstück der Abit Overclocking-Funkionen. So "besonders" ist dieser Chip übrigens gar nicht - es handelt sich um einen Winbond W83L950D, einen besonderen SuperI/O-Controller, den Abit aufgrund der besseren Hardwaremonitoring-Fähigkeiten gegenüber dem klassischen Winbond-Chip verwendet. Allerdings ist der Clou an µGuru eher die Software, die Abit in Verbindung mit dem Bios in Windows integriert hat. In diesem Windows-Tool findet man auch AbitEQ, einen Hardware-Monitor sowie FlashEQ, ein Windows-Flashtool, sowie weitere kleine Programme. Im zentralen Blickpunkt steht natürlich das Overclocking-Tool OC Guru, mit dem man nicht nur einzelne Presets speichern kann, sondern auch beim Start von Anwendungen das System automatisch übertakten lassen kann. Hat man beispielsweise ein Preset "FarCry" mit 20% CPU-Übertaktung erstellt, fährt das System normalerweise auf Standard-Takt und übertaktet beim dem Start von FarCry erst das System mit 20%. Praktisch, da man nicht immer am Limit fahren muß und die Software die Programme automatisch erkennt.

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Etwas unglücklich ist wie bei fast allen Abit Motherboards die Position des Floppy-Controllers unterhalb des letzten PCI-Slots - in einem Big-Tower wird man aufgrund des kurzen Kabels Probleme bekommen, das Floppy-Laufwerk anzuschließen und selbst in einem Midi-Tower kann es zu Problemen kommen, wenn noch längere PCI-Karten verwendet werden. Eine Position weiter oben auf dem Mainboard wäre unserer Meinung nach praktischer.

Der Firewire-Controller ist der oft zu findende TSB43A823 von Texas Instruments, der drei Ports bereitstellt. Einer befindet sich auf der ATX-Blende, die beiden anderen Ports können über die beiliegende Slotblende und die roten Anschlüsse direkt neben dem Controller nachgerüstet werden. Im Gegensatz zum ASUS P5AD2 Premium handelt es sich hier nur um einen 400mbit/s-Controller, was jedoch nicht unbedingt schlimm ist, da der 800mbit/s Standard noch sehr neu ist und es noch wenige Geräte gibt, die auf diesen High-Speed-Standard setzen.

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Ein wirklicher Faux-Pas ist der Realtek RTL8110S-32 Gigabit Ethernet Controller. Dieser 10/100/1000mbit-Controller ist über 32bit-PCI angeschlossen. Einen neuen PCI-Express-Gigabit Ethernet Controller nutzt Abit also nicht, da kein CSA mehr zur Verfügung steht, portiert man sich also zurück zur Zeit der i845P-Chipsätze, wo ein PCI Gigabit Ethernet-Controller vor knapp zwei Jahren zu finden war. Der PCI-Bus ist hier ungeeignet, zudem andere Optionen zur Verfügung stehen. Der mit potentiell 250 MB/s schnelle Controller kann maximal 133 MB/s - praktisch aber sogar noch sehr viel weniger - an Übertragungsleistung liefern und entspricht somit nicht mehr dem heutigen Standard. Dass man dafür auch noch eine x1-Lane wegfallen läßt, ist wirklich schade.

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Im letzten Bild sehen wir zum einen den 2. Winbond-Chip auf dem Mainboard, ein SuperI/O-Chip, der die PS/2-Ports, die parallele und serielle Schnittstelle sowie den Floppy-Controller ansteuert. Es existiert übrigens noch ein dritter Winbond-Chip, der W83303D, der für die Advanced ACPI-STR und die DDR-Termination zuständig ist. Der Controller befindet sich zwischen DDR2-Slots und Southbridge.

Rechts daneben im Bild zu sehen ist der Realtek ALC880, einer der ersten HD-Audio-Codecs neben der auf dem ASUS-Board vertretenen C-Media-Lösung. Der ALC880 hat ähnliche Eckdaten wie der C-Media-Controller: Es ist ein 7.1-Sound, der Jack-Retasking für die Anschlüsse unterstützt, er hat angeblich High-performance DACs mit 100dB Rauschabstand, was allerdings auf einem Mainboard aufgrund der Abschirmung und Isolierung schwer erreichbar ist. Auch hier gibt der Hersteller 192kHz/16bit an, auch hier sind vier Audio-Eingänge voranden, die mit 96kHz angesprochen werden können. Weitere Informationen zu dem Codec finden sich unter diesem Link, die Qualität des Onboard-Sounds testen wir zusammen mit den anderen Chips innerhalb unserer Benchmarks.

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Auch beim Abit AA8 sind wir natürlich gespannt auf das Bios: