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Sockel 775 - Roundup Nr. 1 - DasShuttleSB81P-Barebone-System4

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Seite 27: Das Shuttle SB81P-Barebone-System (4)

Schauen wir nun auf die Details. Shuttle setzt natürlich auch den LGA775-Sockel ein, allerdings setzt man auf eine etwas andere Kühlkörper-Montage, die wir schon angesprochen haben. Ordentlich verkabelt ist das Gehäuse dabei überall, wie man auch an dem Front-Panel sehen kann - hier sind die Anschlüsse wirklich sauber implementiert worden. Auch Shuttle setzt auf eine VRM10.0 / FMB2.0-Stromversorgung, es können alle Pentium 4-Modelle und der Pentium 4 Extreme Edition 3.4 Ghz eingesetzt werden.

Die Northbridge sieht man zwar nicht, aber den passiven Kühlkörper. Selbst in einem theoretisch immer etwas wärmeren XPC setzt Shuttle also auf eine passive Kühllösung - ein Zeichen dafür, das eine aktive Belüftung eigentlich bei einem Mainboard keinen Sinn macht. Shuttle setzt hier auf die i915G, die neben dem x16-Slot auch noch die integrierte Grafik zur Verfügung stellt. Auch hier kann man die GMA900 wieder mit einer ADD2-Karte mit digitalen DVI-Schnittstellen und einem TV-Out nachrüsten.

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An Erweiterungssteckkarten kann man noch eine PCI-Karte und eine PCI-Express x16-Grafikkarte in das System einsetzen. Zwar verwendet Shuttle nicht einen der vier x1-Lanes der ICH6R-Southbridge, aber die Frage ist, ob dies Sinn gemacht hätte - denn Erweiterungskarten sind noch kaum auf dem Markt, erst recht nicht TV-Tuner-Karten oder hochwertige Soundkarten, die in einem XPC klassischerweise nachgerüstet werden. Der PCI-Slot macht also (noch) mehr Sinn in einem XPC, aus diesem Grund kreiden wir das Fehlen eines x1-Ports hier nicht an. Der x16-Slot wurde von uns mit einer ATI X600XT bestückt - wird eine andere Karte eingesetzt, so ist unter Umständen der PCI-Slot belegt. Schön ist aber, dass die Karte nun mit dem Lüfter nach innen zeigt - so kann auch eine GeForce 6800 Ultra mit überdimensioniertem Kühlkörper theoretisch eingesetzt werden. Ob es praktisch passt, konnten wir mangels PCI-Express NV45-Karte nicht sagen.

Etwas friemelig wird der Einbau an dieser Stelle, wenn das System wirklich voll bestückt ist und auch ein Floppy-Anschluß genutzt wird, der sich direkt hinter dem PCI befindet. Dahinter liegt auch das gesockelte Bios, welches natürlich auch wieder ausgetauscht werden kann und der Super I/O. Direkt daneben die vier Anschlüsse für Serial ATA-Geräte - man hat also alle auf das Board gebracht, auch wenn theoretisch nur drei Festplatten eingebaut werden können. Vielleicht möchte aber jemand ein optisches Serial ATA-Drive nachrüsten oder tatsächlich auf ein optisches Drive verzichten und vier Festplatten einbauen. Kein Problem : Dann sind die Ports zumindestens vorhanden. Im Hintergrund die ICH6R-Southbridge, natürlich wieder mit einem passiven Heatsink.

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Im nächsten Bild sieht man den Realtek ALC860 - diesen Sound haben wir schon auf dem Intel D915GUX vorgefunden. Es ist ein 5.1-Sound, wobei Shuttle hier auch die digitalen Schnittstellen mitliefert und so praktisch alle Nutzungsmöglichkeiten offen läßt. Wie sich dieser High-Definition-Audio-Codec im Qualitätstest schlägt, zeigen wir innerhalb der Rightmarktests an späterer Stelle. Die blauen DDR-Slots sind hier zwar nicht vollständig auf dem Bild, aber wir wollen an dieser Stelle kurz ansprechen, dass hier im Gegensatz zum D915GUX DDR400 eingesetzt wird. Zwei Slots sind vorhanden, ergo können trotz 4 GB-Limit beim Chipsatz nur 2 GB eingesetzt werden, da jeder Slot mit maximal 1 GB bestückt werden kann.

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Ein Blick in den hinteren Bereich des XPCs läßt in der Ferne neben der verbleibenden ATA/100-Anschlußleiste und der CMOS-Batterie auf der anderen Seite den Firewire-Controller von VIA erkennen. Der VT6307 besitzt zwei nutzbare IEEE1394-Anschlüsse, die zum einen an der Vorderseite, zum einen an der Rückseite von Shuttle untergebracht worden sind. Direkt daneben - und aufgrund des Netzteils nicht im Foto festgehalten - befindet sich der neue Boardcom PCI-Express Gigabit Ethernet Chip (Broadcom 5751), der mit 10/100/1000 mbit-Standard insgesamt 250 MB/s übertragen kann und Dank PCI-Express x1-Interface auch auf diese Performance kommt. Auch bei einem kleinen XPC braucht man also nicht auf einen Gigabit Ethernet-Controller mit voller Performance zu verzichten, andere Hersteller schaffen das noch nicht einmal auf einem ausgewachsenen Mainboard...

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Soviel in aller Kürze zu den Onboard-Features des SB81P. Werfen wir nun einen Blick in das Bios des XPCs...