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Sockel 775 - Roundup Nr. 1 - DasShuttleSB81P-Barebone-System

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Seite 24: Das Shuttle SB81P-Barebone-System

Shuttle stellt uns nicht nur ein Mainboard zur Verfügung, sondern gleich ein ganzes Barebone-System - das SB81P ist sozusagen das erste Mini-System mit PCI-Express und dem neuen LGA775. Der neue XPC hat aber auch aus anderen Gesichtspunkten einiges zu bieten und auch Shuttle hat sich mit ihm einiges vorgenommen. Das neue Gehäuse, die Möglichkeit bis zu drei Festplatten einzubauen, ein neues Lüftungskonzept und ein leistungsstarkes 350W Netzteil zeigen, dass hier ein Umbruch zum bisherigen XPC-Konzept vorgenommen wurde.

Das neue Gehäuse ist etwas größer als die bisherigen (32,0 cm Länge, 21,0 cm Breite und 22,0 cm Höhe) und auch ein paar Gramm schwerer (6,05 kg) :

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Schwarz, schick, edel - der XPC hat nun Laufwerksblenden für eine einheitliche Front, die Frontanschlüsse sind hinter einer Klappe versteckt und der Cardreader ist ganz nach oben gewandert, um ihn gleichzeitig zum Diskettenlaufwerk betreiben zu können. Aber auch intern ist einiges vorhanden, Shuttle verbaut die ICH6R-Southbridge und bietet somit Serial ATA Raid, hat einen Gigabit Ethernet in den Cube untergebracht, die integrierte Grafik des i915G-Chipsatzes kann natürlich alternativ zur x16-Schnittstelle verwendet werden, ein Firewire-Controller ist eingebaut und ein 6-Kanal-Audio-Codec ist ebenfalls enthalten.

Folgende Features können wir in unserer Tabelle festhalten :

Auch beim Shuttle SB81P finden wir den 5.1-Sound von Realtek als HD-Audio-Codec, hinzu kommt ein Broadcom Gigabit Ethernet-Controller, der sogar über PCI-Express angebunden ist. Zusätzlich sind zwei Firewire-Ports und natürlich auch USB 2.0 nutzbar, das Board hat durch die ICH6R weiterhin die Option, vier Festplatten in einem Raid 0, 1 oder 0+1 - oder mit Matrix Raid - zusammenzufassen. Als Speicher kommt DDR400 oder DDR333 zum Einsatz, maximal dabei 2 GB. Wir setzen für diesen Test natürlich DDR400 ein, theoretisch unterstützt das Board aber auch langsameren DDR333, unter anderem in der Kombination mit günstigen Celeron-D Prozessoren, die dann trotz 533 Mhz FSB auf ein Dual Channel DDR333-Interface zurückgreifen können.

An Slots bietet das Board einen PCI und einen x16-Slot - die x1-Schnittstellen in der Southbridge liegen somit alle brach.

Die Ausstattung ist natürlich etwas umfangreicher als bei Mainboards :

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Im Folgenden eine Liste des Lieferumfangs :

  • Shuttle XPC mit 350W-Netzteil und Motherboard
  • Zwei Lüfter (hinten) und Kühlkörper mit Lüfter + Gehäuselüfter
  • Mainboardhandbücher
  • Treiber-CD
  • 1x Serial ATA-Kabel
  • 1x Floppy-Anschlußkabel
  • 1x ATA/133-Kabel mit zwei Abgriffen (schon installiert)
  • Stromadapter
  • 6 Klammern für Festplattenmontage (drei Festplatten)
  • Füße für den XPC

Der XPC kommt also weiterhin mit Kühlkörper und Lüftern, statt des 250W-Netzteiles ist nun ein 350W-Netzteil dabei. Der interne Aufbau hat sich dabei weiterhin geändert. Schaut man auf die Rückseite des XPCs und berücksichtigt man, dass an der Front 2x USB 2.0 und 1x Firewire vorhanden ist, so sieht man, dass höchstens ein paar USB-Ports fehlen könnten - ansonsten ist alles dabei :

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Wie schon bei den bisherigen XPCs gibt es keine parallele Schnittstelle mehr, eine serielle finden wir weiterhin auf der Rückseite. Zudem hat Shuttle den CMOS-"Jumper" als kleiner Mini-Button in die Rückseite integriert. Startet also der XPC einmal nicht mehr, muß man nicht in das enge, voll bestückte Gehäuse, sondern kann von aussen den CMOS löschen - eine sehr gute Idee ! Auf der Rückseite befinden sich zudem die beiden Slots für den x16-PCI-Express und den PCI-Slot - da diese auf der linken Seite angeordnet sind, kann man sehen, dass Shuttle auch hier viel geändert hat. In der Mitte befindet sich nun das 350W-Netzteil, welches nicht mehr auf den kleinen, nervigen Fan setzt, sondern auf einen größeren, der dafür nicht mehr so schnell drehen muß. Dadurch kann zum einen eine höhere Leistung für das Netzteil erreicht werden, zweitens sinkt auch die Lärmbelästigung durch den Netzteil-Fan. Die beiden Lüfter oben sind temperaturgesteuert und springen, wenn man das Bios gut eingestellt hat, nur dann an, wenn die Gehäusetemperatur zu hoch ist. Selbst bei voller Drehzahl (läßt sich über das Bios steuern) summen die Lüfter noch annehmbar laut.

Bei der Ausstattung können wir ansonsten nicht meckern - nur hätten wir vielleicht gerne noch ein paar Serial ATA-Kabel gesehen. Stromadapter benötigt man nicht - denn das Netzteil bietet Serial ATA-Anschlüsse. Dabei sind auch sechs Klammern für die Montage der Festplatten - auf den nächsten Seiten werden wir noch sehen, dass dies schraubenlos geschieht.