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Sockel 775 - Roundup Nr. 1 - DasAbitAG83

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Seite 15: Das Abit AG8 (3)

In der unteren Ecke des AG8 DuraMax findet man wie immer die meisten Anschlüsse und wie beim AA8 an ähnlicher Position. Der eine übrig gebliebene ATA/100-Kanal ist seitlich am Board ausgerichtet, das Kabel kann so einfach verlegt werden und verschwindet gut verlegt aus dem Blickfeld. Vier Serial ATA-Ports sind unterhalb der Southbridge im nächsten Bild zu sehen, diese können im Raid 0, 1 und 0+1 (mit vier Festplatten) verwendet werden, natürlich kann man aufgrund der ICH6R auch hier in den Genuß von Matrix Raid kommen. Das Bios ist gesockelt, aber auch Abit hat ein entsprechendes Windows-Flash-Tool im µGuru-Tool imlementiert, um das Bios einfach zu flashen. Daneben befindet sich die Debug-LED, die recht einfach Aufschluß über bestehende Probleme während des Boot-Vorganges liefert, so kann die Fehlerdiagnose schneller und einfacher von statten gehen. Unten links in der Ecke befinden sich die schlecht beschriftet und gekennzeichneten Gehäuse-Anschlüsse, hier braucht man also in der Regel das Mainboard-Handbuch. Über der Southbridge befinden sich weiterhin zwei Header für weitere vier USB 2.0-Ports. Alles also wie gehabt.

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Auch hier ist der µGuru-Chip natürlich der Winbond W83L950D, einen besonderen SuperI/O-Controller, den Abit aufgrund der besseren Hardwaremonitoring-Fähigkeiten gegenüber dem klassischen Winbond-Chip verwendet. Auch hier gilt also das beim AA8 gesagte bezüglich seiner Funktionsweise.

Der CMOS-Jumper und die Mainboard-Batterie sitzen an einer praktischen Stelle - das Board erkennt zwar auch selber, wenn es nicht mehr startet und resettet dann nach einem zu optimistischen Overclocking-Versuch die Einstellungen, aber notfalls ist es immer praktisch, wenn der Jumper in der Nähe ist.

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Auch hier kritisieren wir die Position des Floppy-Controllers unterhalb des letzten PCI-Slots - in einem Big-Tower wird man aufgrund des kurzen Kabels Probleme bekommen, das Floppy-Laufwerk anzuschließen und selbst in einem Midi-Tower kann es zu Problemen kommen, wenn noch längere PCI-Karten verwendet werden. Eine Position weiter oben auf dem Mainboard wäre unserer Meinung nach praktischer.

Der Firewire-Controller ist der oft zu findende TSB43A823 von Texas Instruments, der drei Ports bereitstellt. Einer befindet sich auf der ATX-Blende, die beiden anderen Ports können über die beiliegende Slotblende und die roten Anschlüsse direkt neben dem Controller nachgerüstet werden. Im Gegensatz zum ASUS P5AD2 Premium handelt es sich hier nur um einen 400mbit/s-Controller, was jedoch nicht unbedingt schlimm ist, da der 800mbit/s Standard noch sehr neu ist und es noch wenige Geräte gibt, die auf diesen High-Speed-Standard setzen.

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Auch hier ein wirklicher Faux-Pas ist der Realtek RTL8110S-32 Gigabit Ethernet Controller. Dieser 10/100/1000mbit-Controller ist über 32bit-PCI angeschlossen. Einen neuen PCI-Express-Gigabit Ethernet Controller nutzt Abit also nicht, da kein CSA mehr zur Verfügung steht, portiert man sich also zurück zur Zeit der i845P-Chipsätze, wo ein PCI Gigabit Ethernet-Controller vor knapp zwei Jahren zu finden war. Der PCI-Bus ist hier ungeeignet, zudem andere Optionen zur Verfügung stehen. Der mit potentiell 250 MB/s schnelle Controller kann maximal 133 MB/s - praktisch aber sogar noch sehr viel weniger - an Übertragungsleistung liefern und entspricht somit nicht mehr dem heutigen Standard. Dass man dafür auch noch eine x1-Lane wegfallen läßt, ist wirklich schade.

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Im letzten Bild sehen wir zum einen den 2. Winbond-Chip auf dem Mainboard, ein SuperI/O-Chip, der die PS/2-Ports, die parallele und serielle Schnittstelle sowie den Floppy-Controller ansteuert. Es existiert übrigens noch ein dritter Winbond-Chip, der W83303D, der für die Advanced ACPI-STR und die DDR-Termination zuständig ist. Der Controller befindet sich zwischen DDR2-Slots und Southbridge.

Rechts daneben im Bild zu sehen ist der Realtek ALC658, der wie wir schon bemerkt haben kein HD-Audio-Codec ist, sondern ein Standard AC97-Codec. Damit fällt natürlich ein großes Leistungsspektum weg, welches Intel mit der Einführung des HD-Audios auf den Platinen sehen wollte. Das muß nicht unbedingt schlecht sein - wenn der Codec etwas taugt, kann auch hier qualitativ hochwertiger Sound entstehen. Allerdings fehlen Features wie Jack Retasking und andere Optionen des HD-Audios, die wir im LGA775-Review bereits aufgezeigt haben. Wie sich der 5.1-Codec im Vergleich schlägt, werden wir später in den Benchmarks sehen.

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Auf der nächsten Seite kommen wir zum Bios des Boards.