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Gigabyte K8NSNXP

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Seite 3: Das Gigabyte K8NSNXP - Ausstattung und Layout

Wie bei unseren anderen Testkandidaten durchforsten wir natürlich auch diesmal als erstes das Handbuch nach der Tabelle, in der die Interrupt-Aufteilungen dargestellt werden. Einige Hersteller geben an, welche Ressource er für welche Komponente vergeben hat. Leider vermissen wir entsprechende Informationen im Gigabyte Handbuch. Allerdings haben dieses IRQ Spielchen auch bald ein Ende - PCI-Express als Punkt-zu-Punkt Verbindung reserviert für jede PCI-Express-Lane entsprechende eigene Ressourcen. Also werden IRQ-Teiler bald der Vergangenheit angehören. Im Bereich der Stabiliätsanalyse schauen wir, ob trotz der reichlichen Onboard-Features, die in vielen Fällen auch über PCI angebunden sind, Probleme entdeckt wurden.

Wie immer beginnen wir unsere eigentliche Layoutbetrachtung mit den Erweiterungsslots. Insgesamt fünf PCI Slots können bestückt werden, deren Erweiterungskarten über den 33 MHz / 32bit-Bus mit dem Rest des Systems verbunden sind. Auch der braune AGP Slot wurde in der aktuellsten Version des nVidia nForce3 250 Chipsatz integriert, man kann also auf ein 8x AGP-Interface zurückgreifen. Die nächste PCI-Express-Grafikkarten-Generation steht allerdings schon vor der Tür, die Unterstützung für diesen Slot wird es aber erst mit dem K8T890 von VIA und dem mit dem Codenamen "Crush K8-04" von NVIDIA betitelten Chipsatz geben. Gehalten werden die Karten üblichen Hebel, der beim Einstecken der Karte einfach einrastet und zum Lösen nach unten gedrückt werden muss. Dadurch wird verhindert, dass heutige doch recht schwere Karten aus dem AGP Slot rutschen und das System instabil machen oder sogar zur Zerstörung einzelner Komponenten führen.

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Das Gigabyte K8NSNXP verfügt über drei DIMM Steckpläzue, die direkt neben dem Sockel positioniert wurden und sich farblich voneinander nicht unterscheiden. Probleme mit großen Kühlern konnte wir nicht feststellen. Zwar kann es sein, dass man mit dem RAM Module den Kühler (z.B. einen Zalman CNPS700A-CU Kühler) berührt, einbauen lässt er sich aber ohne Probleme. Bei Standard-Kühlkörpern sollten keine Probleme auftreten.

Alles in allem können in den drei DIMMs bis zu drei Gigabyte Arbeitsspeicher untergebracht werden, also jeweils ein Modul mit bis zu 1024MB. Laut Handbuch können alle Module der Baureihen PC1600, PC2100, PC2700 und PC3200 eingesetzt werden. Da der AMD Athlon 64 bisher auch nur mit zwei Speichermodulen umgehen kann, hätte der dritte Steckplatz auch gut und gerne wegfallen können. Sobald ein drittes Modul im entsprechenden Steckplatz steckte, kann es vorkommen, dass das Board aufgrund zu hoher RAM-Frequenz nicht mehr bootet. Viele Hersteller lassen daher den dritten Steckplatz weg und stattet sein Board mit nur zwei DIMM Slots aus. In unseren ersten AMD Athlon 64 Reviews hatten wir zum Teil große Probleme mit verschiedenen Speichermodulen. Dies legte sich aber im Laufe der Zeit und spätestens mit dem neuen Stepping waren die gröbsten Fehler ausgeräumt. Bei den bisherigen nForce3 250 Mainboards konnten wie zumindest keinerlei Probleme feststellen.

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Auf dem oberen Bild sieht man bereits die Anschlüsse für die ATA/133-Festplatten und den Floppy-Port sowie den großen ATX-Stromanschluß. Alle Anschlüsse liegen hier perfekt - die Kabel lassen sich so vom Mainboard wegführen, ohne dass sie im Luftstrom des Gehäuses Verwirbelungen auslösen und aufgrund der Position kommt man auch mit der übichen, vorgeschriebenen Kabellänge aus.

Der Sockel 754 besitzt den klassischen Sockel-Mechanismus, der für alle Kühler geeignet ist. Der Sockel ist im Vergleich zum "alten" Sockel A mit 462 Pins um eine ganze Ecke geschrumpft, er misst jetzt nur noch 44mm in der Breite und 53mm in der Länge. Gleich geblieben ist allerdings der Arretierungshebel an der Seite, wenn er hochgeklappt wird, kann die CPU eingesetzt werden, um ihn dann wieder zu senken und die CPU somit zu fixieren. Des Weiteren hat AMD die so genannten "Sockel-Nasen" aus dem Construction-Sheet gestrichen. Für die Befestigung des Kühlers wird jetzt eine Konstruktion ähnlich der des Intel Pentium 4 verwendet, welche den Kühlkörper aufnimmt und über dem Prozessor verankert. Diese Verankerung ist zum einen wesentlich stabiler als die Nasen am Sockel und zweitens fällt das Problem weg, dass beim Abbrechen einer oder mehrerer Sockelnasen, was beim häufigen Montieren und Demontieren eines Kühlers auch mal vorkam, manche Kühlkörper keinen festen Halt mehr hatten und somit die CPU in den Hitzetod trieben oder sie schlicht und einfach durch die entstehenden Vibrationen mechanisch beschädigten.

Auf dem Bild leider nicht mehr zu sehen ist der zusätzlichen 12 Volt-AUX Anschluss sowie einige MOSFETs und übrigen Komponenten, die die Stromversorgung des Mainboards gewährleisten sollen. Die restlichen stromversorgenden Komponenten verteilen sich rund um die Keep-Out Area.

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Der 10cm lange Slot fasst optional eine sogenannte K8DPS Karte - K8 steht, natürlich, für die AMD Prozessorgeneration und DPS steht für "Dual Power System". Prinzipiell besagt diese Lösung nur, dass eine Schwesterkarte für die Strom- und Spannungsversorgung eingesetzt wird. Diese beherbergt einen zusätzlichen Chip und weitere MOSFETs, die die sechsphasige Stromversorgung des Mainboards sicherstellen sollen. Auch optisch macht diese Karte einiges her - auf dem Chip wurde ein aktiver Lüfter montiert, welcher in Dunkelheit in bläulichem Licht erstrahlt. Mit einer sechsphasigen Spannungsversorgung liegt das Mainboard im Vergleich aber stark in Front - normal sind hier drei oder höchstens vierphasige Versorgungen zu finden.

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Werfen wir nun einmal einen Blick auf den eigentlichen Chipsatz des K8NSNXP. Dieser ist im Falle von Gigabyte aktiv gekühlt, was aber kein Muß ist, denn nVidia empfiehlt keine aktive Kühlung. Der kleine Lüfter machte im Betrieb keinen besonders guten Eindruck und lärmt bei hoher Drehzahl doch recht unangenehm. Hier hätte es ein einfacher passiver Kühler auch getan.

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Rund um den nForce3 250 Chip befinden sich die übrigen Chips des Mainboards, die wir uns auf der nächsten Seite genauer ansehen wollen. Bisher konnten wir im Layout also keine großen Mängel feststellen. Wir hoffen, dass das so bleibt und widmen uns nun den einzelnen Chips, die verlötet wurden.