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Test: ASUS Rampage III "Black Edition" - SATA-6G-Performance und USB3.0-Performance

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Seite 10: SATA-6G-Performance und USB3.0-Performance

Das ASUS Rampage III "Black Edition" verwendet wie das Rampage III Extreme und die Mehrheit aktueller Mainboards einen USB-3.0-Controller von Renesas Electronics, daher sind hier kein Besonderheiten zu erwarten.

USB-3.0-Performance:

Die USB3.0-Performance testen wir mit einem schnellen SuperTalent SuperCrypt 32 GB - einer externen SSD in Form eines Speichersticks mit USB-3.0-Interface:

black_perf_usb3s  black_perf_usb3_c1es

Die USB-3.0-Performance:
links: Renesas-Controller (I/O-Blende), rechts: Renesas-Controller
(I/O-Blende) mit C1E off

Der Benchmark im linken Bild zeigt die Performance der direkt an die Southbridge angebunden Renesas-Controller und wie zu erwarten war, liegt die Performance dieser Lösung auf dem üblichen Niveau. Für den Benchmark im rechten Bild haben wir einmal C1E im BIOS abgeschaltet, was zu etwas höheren Lese- und Schreibwerten führt.


SATA-6G-Performance:

Um die SATA-6G-Performance ordentlich zu testen, haben wir schon neue SSDs mit neuem SATA-6G-Controller und Lese- und Schreibraten von über 500 MB/s bestellt - diese sind allerdings noch nicht lieferbar, also müssen wir uns für die richtigen Auslastungstests noch etwas gedulden. Aktuell testen wir mit einer Crucial RealSSD C300 64GB, die immerhin schon über 350 MB/s im Lesebetrieb schafft.

black_perf_marv6gs   black_perf_esata1s

Die SATA-6G-Performance:
links: Marvell 9182,  rechts: JMicron JMB363 (eSATA an I/O-Blende)

Die über den Marvell-9182-Controller realisierten SATA-6G-Ports des Rampage III "Black Edition" erreichen knapp 300 MB/s beim Lesen, was für auch einen Marvell-Controller nur mittelmäßig ist. Der 9182-Controller hat zwar im Vergleich zum sonst weitverbreiteten Marvell 9128 eine doppelt so breite Anbindung zum System, aber das würde sich nur bemerkbar machen, wenn beide Ports voll ausgelastet wären. Nimmt man das ASUS Maximus IV Extreme zum Vergleich, erreicht der dort ebenfalls verbaute Marvell 9182 eine fast 10% höhere Leseperformance, wobei dieser wiederum vom SATA-6G-Port des Intel-P67-Chipsatzes "deklassiert" wird. Nachdem es auf der USB-3.0-Seite durch die Controller von EtronTech eine bessere Alternative zum Controller von Renesas Electronics gibt, würde man sich im SATA-6G-Bereich auch eine bessere Alternative zu den aktuell verfügbaren Marvell-Chips wünschen. Die Performance der durch einen JMicron JMB363 realisierten eSATA-Ports möchten wir erst einmal nicht beurteilen, denn mehr als die dürftigen 80 MB/s wollten sich nicht einstellen.

Insgesamt ist die Schnittstellen-Performance des Rampage III "Black Edition" als gut zu bewerten, zumindest für die Möglichkeiten, die der X58-Chipsatz bietet. In dieser Beziehung ist der eigentlich niedriger eingeordnete P67-Chipsatz dem Flaggschiff X58 überlegen, auch wenn sein Start dank den Problemen mit dem SATA-3G-Ports etwas holprig war. Durch die Leistungsreserven - insbesondere den zur Verfügung stehenden PCIe-Lanes - kann ein X58-Board aber ggf. einfach mit zusätzlichen High-End-Controllern aufgerüstet werden.