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Test: ASUS Rampage III "Black Edition" - Features und Layout (2)

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Seite 3: Features und Layout (2)

Neben USB 3.0 und SATA 6G bietet das Board natürlich auch noch die üblichen weiteren Ausstattungsmerkmale, die man benötigt: Als Onboard-Gigabit-Ethernet-Controller kommt ein Intel-Controller zum Einsatz. Auf Firewire hat ASUS beim "Black Edition" verzichtet. Insgesamt hat sich das Platinenlayout hier und da etwas geändert. Für den Onboard-Sound setzt ASUS einen Realtek ALC889 ein, der sich im folgenden Bild unter dem großen silbernen "SupremeFX"-Aufkleber verbirgt.

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Der ALC 889 gehört zu den besseren Onboard-Soundlösungen und bietet auch einige praktische Features. Der HD-Audio-Codec unterstützt bis zu 192 kHz/24 Bit mit acht Kanälen, er ist also ein klassischer 7.1-Sound-Chip, wobei er auch Content Protection für HD-Audio (Blu-ray) unterstützt. In einem kurzen Test konnten wir feststellen, dass der Sound zwar ordentliche Qualitätswerte im analogen Betrieb liefert, aber weiterhin mit einer richtigen Soundkarte aufgrund des PCB-Routings und der Abschirmung nicht mithalten kann. Auf den Audio-Teil der bei der "Black Edition" mitgelieferten "Thunderbolt"-Karte gehen wir später ein. Verglichen mit dem Onboard-Sound spielt sie aber in einer anderen Liga, soviel sei vorweggenommen.

Zur Kühlung setzt ASUS auf eine Heatpipelösung für die Spannungswandler und die Northbridge. Auf die Northbridge kann bei Bedarf zusätzlich der beiliegende 35-mm-Lüfter aufgesteckt werden. Die Southbridge besitzt zwar auch einen massiven Kühlkörper, allerdings ist dieser separat und ohne Verbindung zum restlichen Kühlsystem ausgeführt. Unter dem flachen Kühlkörper befindet sich neben der Southbridge noch ein Chip des ROG-Systems und ein PCIe-Switch vom gängigen Typ PLX PEX8608.

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Bei der Stromversorgung hat sich ASUS das bewährte "Extreme Engine Digi+"-System übernommen, welches auch beim Rampage III Extreme zum Einsatz kommt. Darunter verbirgt sich eine moderne Spannungswandlerarchitektur mit digitalen Komponenten, welche - in anderen Auslegungen - inzwischen auch auf allen modernen P67-Platinen von ASUS zu finden ist. ASUS verspricht durch die Kombination eine bestmögliche Wärmeverteilung bei gleichzeitig besserer Spannungsversorgung. Neben der achtphasigen CPU-Spannungsversorgung hat ASUS eine dreiphasige Spannungsversorgung für die QPI/DRAM-Spannung realisiert, ebenso dreiphasig ist die Northbridge-Spannung ausgelegt, der Speicher kann auch auf eine dreiphasige Versorgung zurückgreifen. Zudem werden ML Caps verwendet. 

Für den erhöhten Stromverbrauch beim Übertakten setzt ASUS weiterhin auf zwei 8-Pin-EPS-Stecker. Um beide nutzen zu können, muss hier aber ein entsprechendes Netzteil zum Einsatz kommen. Das Board lässt sich aber auch mit einem 8-Pin-Stecker betreiben. Hinzu kommen zwei EZ_Plug-Anschlüsse ("4-Pin Molex") für die Unterstützung des Boards bei der Versorgung von mehreren Grafikkarten.

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Acht FAN-Header befinden sich auf dem Mainboard, alle sind mehr oder weniger steuerbar. Weiterhin besitzt das Board neben diversen Overclocking-Buttons und Kontakten, die wir im Bereich Overclocking erklären, auch noch die für High-End-Platinen üblichen Power- und Reset-Buttons. Hinzu kommt ein CMOS-Clear-Button auf der I/O-Blende, ein BIOS-Switch, der Go-Button für MemOK! und ein Clear-CMOS-Button. 

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Auf der I/O-Blende befinden sich neben den Soundanschlüssen die zwei USB3.0-Ports, insgesamt sieben USB2.0-Ports, wobei einer von diesen auch als ROG-Connect-Port benutzt werden kann. Hinzu kommen ein LAN-Port, zwei eSATA-3G-Ports und ein PS/2-Port für den Anschluss eines Keyboards. Weiterhin sind zwei Anschlüsse für die Bluetooth/WLAN-Antennen, ein CMOS-Clear-Taster und ein Schalter zum Aktivieren des ROG-Connect-Features leicht erreichbar am I/O-Panel zu finden.

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Noch ein Wort zur Verteilung der PCIe-Lanes auf dem "Black Edition". Neben den PCIe-x16-Slots sind noch der Marvell-SATA-6G-Controller (x2-Anbindung) und einer der beiden Renesas-USB-3.0-Controller (x1, Ports an der I/O-Blende) direkt an den X58 IOH des "Black Edition" angebunden. An der ICH10R direkt hängen der JMicron-eSATA-Controller (x1) und ein PLX-Chip (x4). Am PCIe-Switch PLX PEX8608 sind dann der zweite Renesas-Controller, die Atheros-WiFi-Karte und die beiden PCIe-x1-Slots angebunden. Auf den ersten Blick mag es verwunderlich erscheinen, dass die PLX-Bridge mit vier PCIe-Lanes an die ICH10R angebunden ist, aber selbst nur maximal vier PCIe-x1-Geräte versorgen muss. Da die insgesamt sechs zur Verfügung stehenden PCIe-Lanes der mittlerweile in die Jahre gekommenden ICH10R nur PCIe-1.0-Geschwindigkeit haben, erfüllt der PLX-Chip hier die Funktion einer "Bandwith Bridge". Die vorhandene Upstream-Bandbreite der vier PCIe-1.0-Lanes (zusammen 10 Gb/s) wird möglichst intelligent auf die angeschlossenen Geräte aufgeteilt, sodass auch PCIe-2.0-Geräte (je 5 Gb/s) ihre volle Performance erreichen können. Ohne den Einsatz der PLX-Bridge würden moderne PCIe-x1-Karten im "Black Edition" ausgebremst und der zweite USB-3.0-Controller würde auch deutlich langsamer arbeiten.

Kommen wir auf der nächsten Seite zur "Thunderbolt"-Karte.