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Test: Gigabyte P67A-UD4 - das schwarze P67-Board - Features und Layout (2)

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Seite 3: Features und Layout (2)

Die Onboardkomponenten des Gigabyte P67A-UD4 stellen wir auf dieser Seite näher vor. Wir beginnen mit der Mainboardseite der I/O-Blende, wo die meisten Onboard-Chips aufgereiht sind:

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Neben dem ITE8728F, der für den COM-Port im linken Bildbereich und die PS/2-Anschlüsse zuständig ist, befindet sich auf der linken Mainboardseite der Realtek ALC892. Diesen Chip fanden wir auch schon auf dem MSI P67A-GD65 und dem ASRock Fatality P67 Professional. Auf der Realtek-Webseite finden sich keine Informationen zu diesem Chip, also müssen wir auf Internetquellen zurückgreifen: Der HD-Audio-Codec unterstützt bis zu 192 kHz/24 Bit mit acht Kanälen, er ist also ein klassischer 7.1-Sound-Chip, wobei er auch Content Protection für HD-Audio (Blu-ray) unterstützt. Das ist durchaus wichtig, denn durch die digitale Ausgabe des Sounds verlieren Onboard-Chips mehr und mehr ihre analoge Qualitätseinbuße, aber wer Blu-rays am PC abspielen möchte, erhält aufgrund der Verschlüsselung ohne die Content-Protection-Unterstützung keinen Sound. Für den Soundchip kann der Hersteller auch das THX TruStudio Pro Zertifikat erwerben und es als Logo mit auf die Verpackung drucken - bei MSI ist dies geschehen, bei Gigabyte finden wir aber nur das Dolby-Home-Theater-Logo. 

Weiter oben auf dem Mainboard befindet sich ein weiterer Realtek-Chip, der kleine Chip ist der Realtek RTL8111E, einer der häufig zu findenden Gigabit-Ethernet-Controller. Auch wenn Intel die Logik eines Gigabit-Ports bereits in den P67-Chipsatz integriert hat und dieser sogar keine PCIe-Lanes vergeuden würde, liefern die meisten Hersteller aus Kostengründen einen Realtek-Chip, denn dieser ist günstiger als Intels PHY-Chip für den P67. Da der Realtek-Chip über PCI-Express angebunden ist und alle aktuellen Stromspar-  und Übertragungsfeatures (IEEE802.3az-Spezifikation) besitzt, hat er keine Nachteile gegenüber dem Intel-Chip.

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Weiter oben am Board finden sich weitere Chips, zwischen der I/O-Blende und dem CPU-Sockel. Hier ist zum einen ein USB3.0-Controller zu finden, der von NEC kommt. Ein weiterer sitzt am unteren Boardbereich in der Nähe des P67-Chips. Beide melden sich im Treiber als Renesas-Controller, da die Chips zwar noch von NEC entwickelt wurden - deshalb der Aufdruck - aber mittlerweile die Halbleitersparten von Renesas und NEC zusammengelegt worden sind. Beide Controller sind per x1-Interface angebunden und bieten zwei Ports des neuen USB3.0-Standards. Zwei befinden sich dabei auf der Rückseite der I/O-Blende, zwei weitere lassen sich über eine Slotblende an die Rückseite des Gehäuses bringen. Diese liegt leider nicht bei, also sollte man darauf achten, ein Gehäuse zu erwerben, welches bereits die neuen Anschlüsse mitbringt. 

Der weitere kleine Chip im Bild ist der ISL6322G, ein 2-Channel-Controller für die Spannungsversorgung des System-Agent-Bereiches der CPU. Nicht sichtbar, versteckt zwischen den Kühlkörpern und der I/O-Blende, ist ein Marvell 88SE9128. Diesen verwendet Gigabyte zur Realisierung der eSATA-Anschlüsse. Er ist über PCI-Express angebunden und bietet somit für eSATA-Geräte die ideale Anbindung.