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Test: ASRock P67 Extreme6 - SATA-6G-Performance und USB3.0-Performance

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Seite 9: SATA-6G-Performance und USB3.0-Performance

Das ASRock P67 Extreme6 verwendet wie das bereits getestete ASRock Fatal1ty P67 Professional USB-3.0-Controller der Firma EtronTech, welche eine gute Alternative zu den bisherigen Controller-Chips von Renesas Electronics zu sein scheinen. Die zusätzlichen SATA-6G-Ports werden durch die bekannten Controller von Marvell realisiert, die zwar im Falle der auf dem P67 Extreme6 verbauten 9120-Variante keine RAID-Funktionalität haben, aber bislang immer eine passable Leistung zeigen konnten.

USB-3.0-Performance:

Die USB3.0-Performance testen wir mit einem schnellen SuperTalent SuperCrypt 32 GB - einer externen SSD in Form eines Speichersticks mit USB-3.0-Interface:

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Die USB-3.0-Performance:
links: eTron-Controller direkt, mitte: eTron-Controller mit XFast-Turbo, rechts:
eTron-Controller mit XFast-Turbo und achtfacher Testdatengröße

Der Benchmark im linken Bild zeigt die Performance der direkt an den P67-Chipsatz angebundenen USB-3.0-Ports des P67 Extreme6. Die vier weiteren über die PLX-Brücke angesprochenen USB-3.0-Schnittstellen zeigen im Normalfall die gleiche Performance. Ein Crossload-Test ist weiter unten zu finden. Im mittleren Bild ist die Performance mit aktiviertem XFast-Turbo dargestellt, im rechten Bild wurde zusätzlich die Größe der Testdaten auf 2 GB erhöht.

Auch ohne Softwaretool sind die USB-3.0-Ports des EtronTech-Controllers auf dem Extreme6 ein gutes Stück schneller als die der auf anderen Boards verwendeten Renesas-Controller. Der Unterschied fällt im Zusammenspiel mit unserer Hardware beim Lesen mit 20 MB/s eher gering aus, aber die 10 bis 20 MB/s beim Schreiben machen sich dann doch bemerkbar. Durch XFast wird insbesondere die Performance bei kleinen Datenblöcken massiv gesteigert. Bei größeren Blöcken steigt die Leseleistung um ca. 15%, die Schreib-Performance bleibt gleich. Wird beim verwendeten Atto Disk Benchmark die Größe der Testdaten von 256 MB auf 2 GB erhöht, ergibt sich keine Veränderung der Performance bzw. des Einflusses der XFast-Software auf das Ergebnis.

SATA-6G-Performance:

Um die SATA-6G-Performance ordentlich zu testen, haben wir schon neue SSDs mit neuem SATA-6G-Controller und Lese- und Schreibraten von über 500 MB/s bestellt - diese sind allerdings noch nicht lieferbar, also müssen wir uns für die richtigen Auslastungstests noch etwas gedulden. Aktuell testen wir mit einer Crucial RealSSD C300 64GB, die immerhin schon über 350 MB/s im Lesebetrieb schafft.

sata6g_intels  sata6g_1marvells sata6g_2marvells

Die SATA-6G-Performance:
links: Intel-Controller SATA 6G, mitte: Marvell-Controller SATA 6G, rechts: Marvell-Controller SATA 6G (an PLX-Bridge)

Die am Chipsatz angeschlossenen SATA-6G-Ports zeigen erwartungsgemäß eine sehr gute Performance und können unserer SSD beim Lesen fast 380 MB/s entlocken. Die Schnittstellen über die Marvell-Controller erreichen nicht ganz die hohen Transferraten, liegen aber immer noch deutlich über SATA-3G-Niveau. Die Anbindung des zweiten Marvell-Chips über die PLX-Brücke macht sich bei geringer bzw. normaler Systemlast nicht bemerkbar.
Da sich auf dem Extreme6 aber einige USB-3.0- und SATA-6G-Ports die Upstream-Bandbreite des PLX-Chips teilen müssen, haben wir an den entsprechenden Schnittstellen die USB- und SATA-Benchmarks parallel ausgeführt.

plxloads

PLX-Performace: USB-3.0- und SATA-6G-Benchmarks parallel ausgeführt

Tatsächlich fällt die Leseleistung im parallelen Betrieb etwas geringer als im Einzelbenchmark aus. Rechnet man beide Werte zusammen, ergeben sich zusammen die zu erwartenden 500 MB/s, über die die PLX-Brücke mit dem Chipsatz kommunizieren kann. Die Performance dieser Lösung stimmt also und schließlich stehen ja auch noch die beiden direkt angebundenen Controller zur Verfügung.

Das ASRock P67 Extreme bietet also nicht nur eine große Anzahl von Datenschnittstellen, auch deren Performance ist sehr gut.