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Test: ECS P67H2-A Black Extreme

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Seite 7: Stromverbrauch

Immer wichtiger ist heute der Stromverbrauch eines PC-Systems - und in der Tat tauchen hier im Vergleich zur Performance noch häufiger deutliche Unterschiede zwischen den Mainboards auf. Dies hat zum einen mit dem Bios zu tun, denn oftmals werden Intels Stromsparoptionen nicht aufgegriffen, falsch implementiert oder es wird schlicht vergessen, dass Onboard-Komponenten deaktiviert werden, wenn diese nicht in Verwendung sind. Zum anderen hat dies auch mit den verwendeten Komponenten und der Spannungsversorgung zu tun: Je effizienter diese arbeitet, desto geringer ist der Stromverbrauch des Mainboards.

Das ECS P67H2-A ist beim Thema Leistungsaufnahme durch seine Ausstattung gegenüber einfacher ausgestatteten Mainboards wie Intels DP67BG unterlegen. Anderen ähnlich gut ausgestatteten Mainboards geht es da aber genau so. Das P67H2-A hat mit dem permanent aktiven Hydra-IC von Lucid einen Zusatzchip an Bord, der bis zu 6 Watt Eigenverbrauch entwickeln kann. Zusätzlich zu seinem - im Idle vermutlich deutlich geringeren - Verbrauch tragen noch einige andere Zusatzgeräte ein wenig zum Mehrverbrauch bei. Im Vergleich zu anderen getesteten Mainboards liegt die Leistungsaufnahme des P67H2-A aber völlig im normalen Rahmen. Angesichts der Konkurrenz und deren Werte lässt sich die Effizienz durchaus als gut bezeichnen.


Test 1: Mit aktivierten Onboardkomponenten:

Im ersten Teil betreiben wir das Board im Prinzip mit den Optimized-Defaults-Einstellungen, sodass ein Großteil der entsprechenden BIOS-Optionen automatisch eingestellt wird. Auch sind alle Onboard-Komponenten aktiviert.

ecs_bench_Widle

Das P67H2-A liegt mit Standard-Einstellungen im Mittelfeld der getesteten Mainboards. Der Unterschied zum Intel-Board ist groß, aber das Problem haben auch die anderen getesteten Mainboards, welche untereinander auf ähnlichem Niveau liegen.

Unter Last bietet sich ein etwas schlechteres Bild: Mit den standardmäßigen Einstellungen verbraucht das ECS P67H2-A im Vergleich mit anderen Boards am meisten, wobei aber der Rückstand noch voll vertretbar ist.

ecs_bench_Wload

Mit einer anderen BIOS-Version kann ECS hier vielleicht noch etwas nachbessern, denn auch bei Belastung durch Prime95 verbraucht das ECS P67H2-A im Testvergleich knapp am meisten Strom.

ecs_bench_Wprime95

Die unter Last etwas höheren Verbrauchswerte könnten auch darauf hindeuten, dass die Spannungswandler etwas weniger effizient arbeiten. Jeder Hersteller setzt seine Prioritäten beim Design der Stromversorgung etwas anders, wobei primär meistens Qualität und Belastbarkeit im Vordergrund stehen. Die Spannungswandler dann auch noch auf eine hohe Effizienz zu bringen, stellt natürlich eine Herausforderung für die Designer dar und nicht immer lassen sich alle Eigenschaften gut kombinieren.

Eine Erklärung für die höheren Leistungsaufnahmewerte des P67H2-A wäre bei der verwendeten Kernspannung im Lastfall zu suchen, aber da weist das Board keine nach oben abweichenden Werte auf.

ecs_bench_Vprime95

Da die meisten Anwender nicht alle Onboard-Chips benötigen, haben wir auch einen Test mit nur einem aktivierten Onboard-LAN und dem Onboard-Sound durchgeführt. Sämtliche USB3.0- und SATA-Controller sind hier deaktiviert. Die Spannungen werden weiterhin vom Board automatisch festgelegt, aber Features wie EPU wurden auf maximale Einsparung eingestellt.

Test 2: Mit deaktivierten Onboardkomponenten (1x LAN + Sound an):

ecs_bench_Widle_opt

Wie bei den meisten anderen Mainboards reduziert sich durch Abschalten der Onboard-Komponenten des P67H2-A die Leistungsaufnahme im Idle um ca. 1,5 Watt.

ecs_bench_Wprime95_opt

Die Leistungsaufnahme unter Last reduziert sich entsprechend ebenfalls um ca. 2 Watt, was somit nur eine sehr geringe Einsparung bedeutet und angesichts der geringen Verbrauchswerte der Onboard-Komponenten aber auch zu erwarten war. Der Hydra-Chip als potentiell größerer Verbraucher lässt sich nicht abschalten und die Arbeit der Spannungswandler lässt sich beim P67H2-A ebenfalls nicht beeinflussen. Größere Einsparungen wären nur durch das individuelle Anpassen der CPU-Spannung auf die Erfordernisse der jeweiligen CPU möglich.

Insgesamt zeigt das ECS P67H2-A in Sachen Leistungsaufnahme eine solide Performance. Es ist zwar ganz klar kein Stromsparwunder, aber angesichts der Features geht der Stromverbrauch insbesondere unter Last gerade noch in Ordnung. Im Rückblick auf das P55H-AK von ECS stellt das P67H2-A aber eine massive Verbesserung dar.