> > > > Test: ECS P67H2-A Black Extreme

Test: ECS P67H2-A Black Extreme

DruckenE-Mail
Erstellt am: von

Seite 4: Bios

Für den Test verwendeten wir ein BIOS vom 10.12.2010, welches die zum Testzeitpunkt aktuellste Version war, die uns ECS zur Verfügung stellen konnte.

ECS setzt beim P67H2-A ein klassisches BIOS von AMI ein und es gibt anscheinend auch keine Pläne von ECS, hier noch auf den UEFI-Zug aufzuspringen. Das BIOS des P67H2-A kann prinzipbedingt nicht mit der Optik und Flexibilität der UEFI-Lösungen mancher Konkurrenten mithalten, aber ECS hat auch für BIOS-Maßstäbe nur einen eher durchschnittlichen Job erledigt. Das BIOS wirkt etwas unstrukturiert und in gewisser Weise unübersichtlich. Die für das Overclocking relevanten Optionen sind zwar auf einer Seite bzw. eine Ebene tiefer zu finden, aber es fehlt etwas ein klares Konzept.

Das BIOS des P67H2-A bietet insgesamt durchschnittliche Einstellmöglichkeiten, aber dazu später im Bereich Overclocking mehr. Positiv ist, dass in den Default-Einstellungen die Strom sparenden Features mit der Option "auto" alle eingeschaltet sind, zumindest legt dies der Verbrauch des Systems im Idle nahe. Negativ ist, dass "ab Werk" Intels SATA-Ports nur im IDE-Modus laufen. Bei einem neu zusammengebauten System ist es daher dringend empfehlenswert, diese Einstellung auf AHCI umzustellen, da eine nachträgliche Umstellung mit Problemen verbunden sein kann.

Nächste Baustelle - zumindest in dem von uns verwendeten BIOS-Release - ist die Konfiguration der CPU-Ratio und des Turbo-Modus. Mit dem Multiplikator 21 ist ein völlig falsch eingestellter Wert voreingestellt, der im Falle eines i7-2600K auf 34 geändert werden muss. Gut ist, dass sich die Turbo-Multiplikatoren je nach Zahl der belasteten Kerne einzeln festlegen lassen und dass beim eingestellten Wert "0" die anscheinend automatische Einstellung funktioniert. Beim Turbo-Modus von Intels Core-Prozessoren der zweiten Generation spielt die Leistungsaufnahme eine wichtige Rolle, denn darüber wird indirekt die zusätzliche Taktfrequenz entweder freigegeben oder wieder zurückgenommen. So lässt sich das Turbo-Verhalten über entsprechend eingestellte Watt-Werte im BIOS steuern. Bei Default-Einstellungen ist für den ersten Leistungswert der Wert "0" eingetragen, was eine Automatikfunktion vermuten lässt. Diese ist aber entweder nicht vorhanden oder funktioniert nicht, denn mit diesen Einstellungen läuft der Turbo-Modus nicht korrekt. Aufgrund der falschen Steuerungsparameter wird der Turbo-Betrieb zu früh zurückgefahren und unter Last auf allen Kernen bleibt der an sich korrekte Multiplikator 35 nur für den Bruchteil einer Sekunde aktiv. Im ersten BIOS vom 22.10.2010 waren hier per Default noch korrekte Werte eingetragen, sodass der Turbo-Modus ordnungsgemäß lief. Ändert man die Einstellungen im aktuellen BIOS entsprechend ab, funktioniert auch der Turbo-Modus, sodass dieses Problem schnell von ECS behebbar ist.

Ansonsten sind die wesentlichen Einstellungsmöglichkeiten vorhanden, so lassen sich z.B. alle Onboard-Geräte deaktivieren. Diagnose-Möglichkeiten wie z.B. eine Live-Taktanzeige oder ein SPD-Auslesetool sind leider ebenso wenig vorhanden wie eine BIOS-Flash-Option oder die Speichermöglichkeit von mehreren Profilen. Es lässt sich zwar ein User-Profil speichern, aber das Laden funktionierte im Test nicht richtig.

Kompatibilitätsprobleme hatten wir, abgesehen davon, dass ein Aktivieren eines XMP-Profils im Zusammenspiel mit unseren - zugegebenermaßen nicht für Sandy Bridge designten - Corsair Dominator ein Booten verhinderte, eigentlich keine. Ob das Problem, dass das System bei drei eingesetzten Grafikkarten eine Karte nicht erkannt hat, ein Problem des BIOS oder der Hydra-Plattform ist, konnten wir nicht feststellen.

Eine Übersicht über die im BIOS des ECS P67H2-A vorhandenen Optionen bietet die folgende Galerie.