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Test: ECS P67H2-A Black Extreme

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Seite 3: Features und Layout (2)

Da Intel beim P67-Chipsatz auf USB 3.0 verzichtet hat und der integrierte SATA-Controller auch weiterhin nur sechs Geräte ansprechen kann, sind die Hersteller von hochklassigen Mainboards dazu gezwungen, die Möglichkeiten des Chipsatzes durch den Einsatz von weiteren Controllern zu erweitern. ECS hat auf dem P67H2-A daher zwei USB-3.0-Controller von Renesas, einen USB-3.0-Hub von VIA und einen Marvell-9128-Controller verbaut.

Kommen wir zuerst zu den SATA-Schnittstellen. An der Vorderkante des Boards sind insgesamt sechs abgewinkelte Buchsen zu finden, die alle an den im Chipsatz integrierten SATA-Controller angebunden sind. Die vier weißen Ports bieten die herkömmliche SATA-3G-Geschwindigkeit, wohingegen die beiden schwarzen Steckplätze den schnelleren SATA-6G-Standard unterstützen. Alle Ports unterstützen die Features von Intels Rapid Storage Technology, beispielsweise also auch diverse RAID-Varianten.

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Auf dem I/O-Panel des P67H2-A finden sich zwei eSATA-6G-Ports, die von einem Marvell-9128-Controller bereitgestellt werden. Der Controller ist über eine PCIe-Lane mit voller PCIe-2.0-Geschwindigkeit angebunden, sodass in der Praxis eine gute Performance zu erwarten ist. Die Bandbreite von 500 MB/s, mit der der Marvell-Chip an den Chipsatz angebunden ist, reicht zwar theoretisch nicht einmal für volle SATA-6G-Geschwindigkeit eines Geräts, aber in der Praxis dürfte das für jede Anwendung an den externen Ports mehr als ausreichen.

Im obigen Bild ist direkt über der Postcode-LED-Anzeige einer der beiden Renesas-Controller für USB 3.0 zu sehen. Dieser Controller versorgt den Steckanschluss direkt daneben, mit dem das mitgelieferte Frontpanel mit zwei USB-3.0-Buchsen angeschlossen wird. Der zweite Controller befindet sich in Nähe des I/O-Panels neben einem VLI810 Super-Speed-USB-3.0-Hub-Controller von VIA, welcher die Umsetzung der zwei Ports des USB-Controllers auf die vier Anschlüsse des I/O-Panels vornimmt. Auf dem folgenden Bild sind die betreffenden Chips rechts oben im Bild zu sehen.

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Für die Soundausgabe kommt ein Realtek ALC892 zum Einsatz, der bereits auf anderen Boards zu finden ist. Auf Realteks Webseite sind leider noch immer keine näheren Informationen zu diesem Chip zu finden, sodass zur Beschreibung nur auf inoffizielle Informationen zurückgegriffen werden kann, welche im Internet zu finden sind. Der ALC892 ist ein 8-Kanal-Codec, welcher alle wesentlichen digitalen Formate unterstützt. Eine SPDIF-Ausgabe mit bis zu 24 Bit und 192 KHz soll ebenso vorhanden sein, wie eine Unterstützung von Blu-ray und dessen Content Protection. In Sachen analoger Qualität bietet auch der Onboard-Sound des P67H2-A das übliche Bild: Für die meisten Zwecke mag es ausreichen, und falls der Sound nicht gefallen sollte, stehen PCIe-x1- und PCI-Slots für den Betrieb von hochwertigen Soundkarten bereit.

Das ECS P67H2-A hält am I/O-Panel umfangreiche Anschlussmöglichkeiten bereit. Neben den bereits erwähnten vier USB-3.0- und sechs USB-2.0-Anschlüssen sind dort die zwei angesprochenen eSATA-6G-Ports zu finden. Für die Soundausgabe sind insgesamt fünf analoge Anschlüsse und ein optischer Digitalport vorhanden. Weiterhin lassen sich noch zwei RJ45-Buchsen für Gigabit-LAN und eine PS2-Schnittstelle finden. Beide Netzwerkschnittstellen werden durch RTL8111E-Chips von Realtek realisiert, die jeweils über eine PCIe-Lane an den Chipsatz angebunden sind und Teaming unterstützen.

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Als praktisches Hilfsmittel ist auf dem I/O-Panel noch ein Clear-CMOS-Taster vorhanden, dessen einfache Erreichbarkeit insbesondere beim Overclocking manchmal sehr viel wert ist. Neben der bereits erwähnten Anzeige der Spannungswandler-Aktivität sind auf dem Board neben den SATA-Ports noch ein Power- und ein Reset-Taster zu finden. Ebenfalls praktisch ist die Postcode-Anzeige, aber leider hat ECS vergessen, im Handbuch eine entsprechende Tabelle zur Übersetzung der Codes unterzubringen.

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Auf die mittlerweile bei vielen Boards zu findenden PCIe-Switches konnte ECS verzichten, da für die vorhandenen Komponenten die acht PCIe-Lanes des Chipsatzes ausreichen. Zwei PCIe-Lanes benötigen die Gigabit-Netzwerkcontroller, zwei PCIe-Lanes gehen an die beiden USB-3.0-Controller und über eine weitere PCIe-Lane ist der Marvell-9128-Controller angeschlossen. Abzüglich der beiden PCIe-Lanes für die zwei vorhandenen PCIe-x1-Slots bleibt somit sogar noch eine PCIe-Lane übrig, die vermutlich vom PCI-Brückenchip verwendet wird.

Bei den Anschlussmöglichkeiten für Lüfter hat ECS beim P67H2-A ziemlich gespart, denn es sind gerade einmal drei Fan-Header vorhanden. Der für den CPU-Lüfter und den System-Lüfter sind dabei in 4-Pin-Bauweise ausgeführt und somit für PWM-Lüfter vorgesehen. Beide Fan-Anschlüsse lassen sich im BIOS gut einstellen. Neben drei Profilen (normal, quiet, silent) ist auch ein manueller Modus vorhanden, bei dem sich einige Parameter der PWM-Steuerung selbst einstellen lassen. Für den dritten Anschluss in 3-Pin-Bauweise lässt sich keine Regelung vornehmen. Da eigentlich jedes "etwas bessere" Gehäuse über mehrere Gehäuselüfter verfügt, hätten wir uns hier mehr Möglichkeiten gewünscht.