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Test: MSI P67A-GD65 - P67 ausbalanciert - Features und Layout (1)

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Seite 2: Features und Layout (1)

Bei der Spannungsversorgung setzt MSI auf "Military Class"-Komponenten. Mit neuen Hi-c-Kondensatoren mit einem Tantalum-Kern soll eine achtmal längere Lebenszeit gegenüber Solid-Kondensatoren erreicht werden. Weiterhin verwendet man Super-Ferrite-Chokes mit einer höheren Effizienz und besserer Stabilität. Wo Solid Caps verwendet werden, verwendet man hochwertige Modelle mit einer Lebensdauer von mehr als zehn Jahren. Insofern liefert auch MSI hier einen Qualitätsanspruch ab, wobei die Energiespartechnik DrMOS auch bei diesem Mainboard integriert wurde.

Die Spannungsversorgung ist achtphasig und um den Sockel 1155 platziert. Hinzu kommen zwei Phasen für den Speicher. Ein 8-poliger ATX12V-Anschluss befindet sich neben der I/O-Blende, dieser kann auch mit einem einzelnen vierpoligen Anschluss versorgt werden. Die Kühllösung ist für die Spannungswandler wieder einmal etwas überdimensioniert, aber deutlich abgespeckter als bei den teuren High-End-Mainboards, die wir zuletzt im Test hatten. Die Höhe der Komponenten ist aufgrund des Abstands zum Sockel für die meisten CPU-Kühlkörper kein Problem.  

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Natürlich befinden sich auch auf diesem P67-Mainboard vier DDR3-Slots. Auch hier ist die Bestückung durch die CPU vorgegeben: Zunächst müssen die blauen Slots bestückt werden, danach die schwarzen. Der Betrieb von vier Modulen lief in unserem Fall ohne Probleme. Ein Speicherausbau bis 32 GB ist möglich, aktuell sind jedoch aus Verfügbarkeitsgründen nur 16 GB machbar, da am Markt noch keine halbwegs bezahlbaren 8-GB-Module erhältlich sind. MSI bietet im BIOS natürlich auch Möglichkeiten an, den Speicher schneller zu betreiben als mit dem Standardtakt. Als maximalen Multiplikator fanden wir x16, also lassen sich DDR3-2133-Module verwenden. 

Rechts neben dem 24-pol. ATX-Stromstecker befinden sich Messpunkte für die Spannungen des Mainboards, wie man es beispielsweise auch von ASUS Republic-of-Gamers-Serie kennt. Diese Funktion ist vor allen Dingen für Übertakter interessant, die mit einem Multimeter ständig die Spannungen im Blick behalten wollen. Überwacht werden kann hier die CPU-VCore-Spannung, die CPU-VTT-Spannung, die CPU-System-Agent-Spannung, die DDR-Spannung und die P67-Spannung.

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An Erweiterungsslots besitzt das MSI-Board die für den P67-Chipsatz übliche Ausstattung ohne PLX- oder nForce-Zusatzbrücken. So unterstützt das Board SLI und CrossFire über zwei PCIe-2.0-x16-Slots, die direkt mit der CPU verbunden sind und die beim Einsatz zweier Grafikkarten die x16-Lanes der CPU jeweils in zwei x8-Lanes aufsplitten. Über den P67-Chip hingegen sind die anderen Slots angebunden: Zunächst drei PCIe-2.0-x1-Ports und zwei PCI-Slots, für die jedoch eine PCIe-to-PCI-Bridge eingesetzt werden muss, da der P67-Chip den alten PCI-Standard nicht mehr von sich aus unterstützt. MSI verwendet hier wie alle anderen bislang getesteten Boards die asmedia-Brücke.

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Da keine PLX-Brücke zum Einsatz kommt, sind alle Komponenten nativ an den P67 angebunden. So verwendet MSI hier drei PCIe-x1-Lanes für die drei x1-Slots, einen für einen SATA-6G-Controller von Marvell, einen für einen eSATA-Controller von JMicron, zwei weitere für jeweils einen USB3.0-Controller und einen für einen Gigabit-Ethernet-Controller von Marvell. Damit sind alle acht PCIe-2.0-Lanes des P67 in Verwendung. Hinzu kommt der asmedia-Chip - es ist also eigentlich ein PCIe-Gerät zuviel vorhanden. Die Lösung liegt im zweiten PCIe-x1-Slot: Hier ist ein Switch verbaut, der die x1-Lane entweder dem PCIe-x1-Slot oder dem eSATA-Controller zuspricht. Da der x1-Slot aber meistens sowieso durch die Grafikkarte verdeckt sein wird, ist diese Lösung zu vertreten. Der VIA-Firewire-Controller ist über PCI angebunden.