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Test: ASUS Maximus IV Extreme - Bios

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Seite 4: Bios

Für den Test verwendeten wir ein BIOS der Version 0653, welches zum Zeitpunkt die von ASUS zu Verfügung gestellte aktuellste Version war. Weiterhin haben wir uns später noch die Version 0850 angeschaut, welche einige der vorher beobachteten Fehler behoben hat. Das Updaten geht beim ASUS Maximus IV Extreme recht einfach über EZ Flash 2, ein vom BIOS aus aufzurufender Updater, der auf USB-Sticks und Festplatten zugreifen kann. Als Besonderheit verfügt das Maximus IV Extreme über zwei voneinander unabhängige BIOS-Systeme. Im ausgeschalteten Zustand lässt sich mithilfe des "Bios Switch" zwischen den beiden BIOS-Systemen umschalten. Eine LED zeigt dabei an, welches BIOS gerade aktiv ist.

Ebenfalls ein besonderes Feature ist die "USB Bios Flashback"-Funktion, welches ein sehr einfaches Flashen des BIOS erlaubt. Dabei wird bei ausgeschaltetem System ("Soft-Off") ein USB-Stick mit dem jeweiligen BIOS-Image in den ROG-Connect-USB-Port am I/O-Panel gesteckt und ein Drücken des ROG-Connect-Buttons für zwei Sekunden löst dann den automatischen Flash-Vorgang aus.

Wie bei anderen P67-Platinen auch wird anstelle eines klassischen BIOS-Systems ein sogenanntes UEFI verwendet, welches neben einer besseren Grafik auch eine Bedienung per USB-Maus erlaubt. Das "UEFI-Bios" des Maximus IV Extreme lässt sich auch in einem vereinfachten Modus betreiben, wo auf einer Seite alle wesentlichen Sensordaten angezeigt werden und verschiedene Profile aktiviert werden können. Insgesamt ist das UEFI des Maximus IV Extreme aber auch im Advanced-Modus gut strukturiert und recht einfach zu bedienen.

An Einstellungen haben wir beim Maximus IV Extreme eigentlich nichts vermisst. Alle für das Overclocking relevanten Optionen sind vorhanden und wichtige Features wie OC-Profile sind selbstverständlich auch mit von der Partie. Die Onboard-Komponenten lassen sich bis auf die beiden USB-3.0-Controller, welche nur zusammen aktiviert werden können, alle einzeln deaktivieren. Für die Lüftersteuerung gibt es gute Konfigurationsmöglichkeiten und die Lüftersteuerung ist im Testverlauf auch nicht negativ aufgefallen, sondern hat ihren Job stets zuverlässig erledigt.

Standardmäßig sind die Energiesparoptionen wie C1E oder C6 auf "Auto" gesetzt und sind dementsprechend auch im Betrieb aktiv. Positiv beim ASUS ist, dass sich der Turbo-Modus sehr detailliert konfigurieren lässt. ASUS bietet hier drei Optionen: nach Intels Vorgaben, alle Kerne auf eine maximale Turbofrequenz oder ein individuelles Festlegen der Multiplikatoren je nach Core-Belastung. Leider ist standardmäßig die zweite Option eingestellt, wodurch es quasi werkseitig übertaktet läuft. In diesem Betriebsmodus takten bei Last auf allen Kernen alle Cores um 400 MHz hoch, obwohl sie nach Intels vorgaben nur um eine Turbostufe, d.h. um 100 MHz hochtakten dürften. Wird im BIOS die erste Option, mit "Auto" bezeichnet", eingestellt, folgt das Board Intels Vorgaben und ist somit in Sachen Performance auch mit anderen P67-Platinen vergleichbar.

Gravierende Fehler sind uns im BIOS des Maximus IV Extreme nicht aufgefallen. Ein in der BIOS-Version 0653 auffälliger Fehler, der ein direktes Umstellen zwischen zwei Speichertakten verhindert hat, ist in der aktuelleren BIOS-Version 0850 nicht mehr vorhanden. Kleinere Sachen wie, dass das BIOS manchmal beim Ändern von gänzlich anderen Einstellungen die Lüftereinstellungen "vergisst", sind noch störend, werden aber hoffentlich bald behoben. Kompatibilitätsprobleme sind uns im Rahmen unserer Tests nicht aufgefallen. Das Board lief mit unseren beiden 2-GB-Corsair-Dominator-Riegeln problemlos mit 2133 MHz Speichertakt im 1T-Betrieb und auch unter Vollbestückung waren - wenn auch im 2T-Betrieb - noch ordentliche Einstellungen möglich.

Eine Übersicht über im UEFI-Bios des Maximus IV Extreme vorhandenen Optionen bietet die folgende Galerie.