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Test: ASRock Fatal1ty - P67-Mainboard mit Sonderausstattung

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Seite 10: Fazit und Empfehlungen

Das erste vollausgestattete High-End-Mainboard von ASRock - und unserer Meinung nach gleich ein guter Einstand: Das P67-Mainboard von ASRock macht in vielerlei Hinsicht eine sehr gute Figur. Wirklich erstaunlich ist dies nicht, denn die Firma hat sich viel vorgenommen.

Beginnen wir mit den Onboard-Komponenten - denn hier bleibt kein Wunsch offen. Ob es denn wirklich sechs USB3.0-Ports sein müssen, wo heutzutage noch kaum USB3.0-Geräte am Markt verfügbar sind und auch noch 14 USB2.0-Ports zur Verfügung stehen würden, darf man sicherlich bezweifeln. Auch reichen sicherlich für die meisten Anwender die beiden SATA-6G-Ports des Intel P67-Chips - vier weitere werden nur die wenigsten User in Betrieb nehmen. Hingegen werden viele Anwender die Dual-LAN-Fähigkeiten zu schätzen wissen, auch der gute Onboard-Sound und Firewire sind eine nette Dreingabe. Gerade upgradewillige Anwender werden das Board aber ins Auge fassen, denn mit dem ATA/133-Port, einem Floppy-Port, den PCI-Steckplätzen und PS/2 bietet das Board trotz moderner Features alles, um auch alte Steckkarten und Geräte noch anschließen zu können. Viele Platinen, die modern und hip sein sollen, bringen diese nicht mehr mit. Aus Featuresicht kann man hier also den Daumen hoch nehmen.

Erfreulich ist auch, dass ASRock die Geräte recht sinnvoll auf die knappen Ressourcen verteilt. Hierbei hilft zum einen die neue PLX-Brücke, die Dank PCIe-2.0-Unterstützung genügend Bandbreite mitbringt - aber auch die kluge Anbindung eines SATA-6G- und eines USB3.0-Controllers direkt an den P67 machen Sinn. Wer wirklich Sorgen hat, dass die Bandbreite der USB- und SATA-Geräte nicht beeinflusst werden soll, der kann diese Ports verwenden und behält die über den PLX laufenden Anschlüsse als Backup.

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Weiterhin positiv darf das BIOS erwähnt werden: Die UEFI-Implementierung scheint ausgereift und gut, die grundlegenden Funktionen sind enthalten und funktionstüchtig. Auch die voreingestellten Werte sollten die meisten Anwender bereits glücklich machen. Hinzu kommt die Möglichkeit, das BIOS über Instant Flash direkt aus dem BIOS zu updaten. Der einzige Kritikpunkt wäre, dass die USB3.0-Ports nur zusammen abgeschaltet werden können - aber eventuell bekommt ASRock diese Differenzierung auch in einer zukünftigen BIOS-Version schnell hin.

Unsere Overclocking-Versuche waren ebenso erfolgreich, für die meisten Anwender wird das P67-Board von ASRock auch hier vollkommen ausreichen. ASRock bietet alle Optionen, die notwendig sind, implementiert auch automatisierte Einstellungen - und diese funktionieren ohne Probleme. Die gebotenen Spannungen reichen aus, um die Sandy-Bridge-Prozessoren auf über 5 GHz zu übertakten. Allerdings hat man hier keine Brachialmethoden implementiert: Spannungen bis 2 V oder utopische MHz-Angaben bei der Base Clock Rate hat ASRock weggelassen. Für 95% der Übertakter sollten diese Grenzbereiche auch uninteressant sein.

Hinzu kommen kleine Gimmicks: Beispielsweise die Post-LED-Anzeige, der Fatal1ty Mouse Port, die Buttons für Power, Reset oder Clear-CMOS - oder das XFast-Tool für die USB-Übertragung. Auch am Lieferumfang spart ASRock nicht und legt unserer Meinung nach eine gute Mischung bei, ohne zu übertreiben. Gerade die Front-USB3.0-Box ist hilfreich und sinnvoll.

Schaut man letztendlich auf die Leistung des Mainboards, so gibt es auch bei der Performance und der Stromaufnahme keine Kritikpunkte. Die Stromaufnahme ist zwar im Vergleich zum spärlich bestückten Intel DP67BG etwas höher, dieses Board besitzt aber weitaus weniger Onboard-Komponenten. Die Schnittstellen-Performance des ASRock Fatal1ty ist ebenso gut - selbst die an der PLX-Brücke hängenden Onboard-Geräte liefern eine gute Leistung, bis in den Grenzbereich hinein. Somit kann man auch hier den Daumen nach oben zeigen lassen.

Vergleicht man das Board vom Preis mit anderen Platinen am Markt, so ist es mit knapp unter 200 Euro in unserem Preisvergleich zwar etwas teurer als andere P67-Platinen, aber dafür auch deutlich besser ausgestattet. Letztendlich will Jonathan "Fatal1ty" Wendel sicherlich auch ein paar Euro für seinen Namen haben - allerdings haben wir nicht das Gefühl, als würde der Kunde dies mitbezahlen.

Positive Eigenschaften des ASRock Fatal1ty P67 Professional:

  • sehr gute Ausstattung
  • qualitativ hochwerwertiger Aufbau, gutes Layout
  • gute Komponentenaufteilung aus Ressourcensicht
  • sehr gute Performance, gutes UEFI-Bios

Negative Eigenschaften des ASRock Fatal1ty P67 Professional:

  • Stromverbrauch aufgrund massiver Onboard-Komponenten erhöht

Keine Frage - das ASRock-Board darf sich den Excellent Hardware Award anstecken:

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