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Test: ASUS Rampage III Gene - Overclocking

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Seite 5: Overclocking

Für den richtigen Spaß am Overclocking bedarf es mehrerer Voraussetzungen, die das Board mitbringen muss. Es müssen die richtigen BIOS-Einstellungen vorhanden und die Hardware muss entsprechend leistungsfähig sein. So muss beispielsweise die Spannungsversorgung für deutlich höhere Belastungen ausgelegt sein, als eigentlich nach Intels Vorgaben erforderlich wäre. Auch ist das Board-Layout mit von Bedeutung, damit die Signalübertragung bei höheren Frequenzen und Belastungen noch einwandfrei gewährleistet ist. Als Dreingabe kann der Boardhersteller dann noch Features wie vereinfachte Bedienung, extra Tasten oder umfangreiche Diagnose-Möglichkeiten drauflegen. Das Rampage III Gene kann in allen Bereichen punkten, auch wenn es etwas hinter dem Platzhirsch Rampage III Extreme einordnet, was aber angesichts des kleineren Form-Faktors in Ordnung geht.

Alle wichtigen BIOS-Einstellungen sind vorhanden und auch die Spannungen lassen sich entsprechend hoch einstellen. Auf dem Board sind mehrere "Voltiminder LEDs" vorhanden, die in drei Stufen den jeweiligen Spannungsbereich der entsprechenden Komponente anzeigen. Die für die VCore zugehörige LED zeigt beispielsweise normal (grün, 0,85-1,5 V), high (gelb, 1,5-1,6 V) und "crazy" (über 1,6 V) an. So lässt sich auf einen Blick erkennen, ob irgendwo eine eventuell nicht fixierte Spannung beim Overclocking aus dem Ruder gelaufen ist. Als Bonus hat das Rampage III Gene ein Feature namens "ProbeIt" zu bieten. Darunter verstecken sich eine Reihe von Kontaktpunkten, an denen sich per Multimeter ohne lange Suche der richtigen Punkte die tatsächlich anliegenden Spannungen überprüfen lassen. Per Jumper lässt sich eine QPI Loadline Calibration aktivieren, die ein Absinken der QPI-Spannung beim extremen Overclocking verhindern soll.

gene_multimeters

Durch Klick auf das Bild kommt man zu einer vergrößerten Ansicht

Natürlich ist auch wieder ASUS iRog-System vorhanden, welches eine erweiterte Kontrolle über die Hardware bieten soll. Ein interessantes Feature dabei ist ROGConnect, mit dem sich das Overclocking des Rampage III Gene von einem anderen Rechner fernsteuern lässt. Das Ganze funktioniert relativ einfach, denn auf dem zweiten Rechner muss nur die entsprechende ASUS-Software installiert und nach einem Druck auf die Connect-Tast an der IO-Blende des Gene kann dann die Software gestartet werden. Neben Monitoring-Funktionen sind die wichtigsten Spannungen und Frequenzen zu verändern, Profile lassen sich auch laden. Weiterhin lässt sich der Rechner auch ferngesteuert resetten sowie ein- und ausschalten. Sogar ein CMOS-Clear ist darüber möglich.

gene_rogconnects

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Neben der ROG-Connect-Software ist beim Rampage III Gene als Neuheit eine Softwarelösung namens "GameFirst" dabei, welches im Prinzip ein QoS-Programm für die Netzwerk-Schnittstelle ist, das niedrige Latenzzeiten beim Online-Gaming garantieren soll.

Die für das Overclocking interessanten Optionen haben wir im Folgenden aufgelistet

Die Overclocking-Funktionen in der Übersicht
Base Clock Rate 100 bis 500 MHz, stufenlos
CPU-Spannung 0,85 bis 2,5 V in 0,00625-V-Schritten
DRAM-Spannung 1,20575 bis 2,50425 V in 0,01325-V-Schritten
QPI/DRAM-Spannung 1,2 V bis 2,5 V in 0,00625-V-Schritten
CPU PLL-Spannung
1,20575 bis 2,05375 V in 0,01325-V-Schritten
IOH Core
1,113 bis 1,90800V in 0,01325-V-Schritten
PCIe-Takt 100 bis 200 MHz, stufenlos
Weitere Spannungen
IOH-PCIe-Voltage, ICH Voltage, ICH PCIe-Voltage,
DRAM Reference Spannungen
Speicher-Optionen
Taktraten CPU-abhängig, Multiplikatoren bei x6 - x18 (2er-Schritte)
Command Rate
einstellbar
Timings einstellbar
XMP wird unterstützt
Weitere Funktionen
QPI-Takt CPU-abhängig, x36, x44 und x48
CPU-Multiplikator CPU-abhängig, einstellbar bei Extreme Edition
Weitere Besonderheiten
Settings speicherbar in Profilen, CPU-Level-Up (OC-Automatik, 2 Profile), 
Load Line Calibration, Clock-Gen-Tuner, Spread Spectrum, EZ Flash 2, Extreme OverVoltage Option

 In unserer Overclocking-Galerie sieht man alle relevanten BIOS-Optionen noch einmal in der Übersicht.

In der Praxis wird das Board meistens durch die CPU ausgebremst, denn bei einer hohen Base Clock Rate wird zumeist der QPI-Takt zu einem Problem. Selbst mit der niedrigsten Einstellung (x36) erreicht man mit 200 MHz Base Clock Rate einen Takt von 7200 MHz. So wurde unser System auch bei 220 MHz aufgrund des QPI-Taktes instabil, denn fast 8 GHz waren dem System dann doch zu viel.

220 MHz Base Clock Rate sollten jedoch für die meisten Anwender ausreichen, denn der Core i7 kann entweder mit einem freien Multiplikator übertaktet werden, wenn man einen Extreme-Edition-Prozessor besitzt, oder man hat einen recht hohen festen Multiplikator, der für eine derartige Übertaktung wohl eher abgesenkt werden müsste. Eine Übertaktung von über 65% ist bei den aktuellen Kernen nicht üblich. Für den Standard-Übertaktungserfolg auf Taktraten über 4 GHz reicht meistens eine Base Clock Rate von unter 200 MHz.