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Luxus im Test: ASUS Rampage III Extreme vs. Gigabyte X58A-UD9 - ASUS Rampage III Extreme - Overclocking

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Seite 5: ASUS Rampage III Extreme - Overclocking

Für Overclocker ist es natürlich zunächst einmal interessant, welche BIOS-Optionen das Board bietet. Weiterhin darf das Board auch gerne mit einer besonderen Spannungsversorgung ausgestattet sein, die leistungsfähiger ist als Intels Vorgaben - denn die übertaktete CPU verbraucht mehr Strom als bei Intels Standardvorgaben. Weiterhin ist es wichtig, dass auch die Signallaufzeiten auf dem Board (z.B. CPU-Speichercontroller - DRAM) einwandfrei geroutet sind, damit das Board auch bei Übertaktung noch stabile Signale überträgt. Dies alles kann das ASUS Rampage III Extreme natürlich bieten.

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Für Wettkampf-Overclocking kommen noch weitere Besonderheiten hinzu: Schön ist es beispielsweise, wenn sich die Spannungen extrem nach oben setzen lassen. ASUS realisiert dies über Jumper neben den DRAM-Slots. Weiterhin gibt es einen LN2-Mode-Jumper, um den Cold-Bug zu umschiffen, und Voltiminder LEDs, die die Spannung der einzelnen Komponenten in roter, gelber und grüner Farbe anzeigen. Die Switches direkt neben den DRAM-Slots sind für die Abschaltung der PCIe-Ports gedacht - z.B. falls eine Grafikkarte abgeschaltet werden soll für Single-/Multi-GPU-Benchmarks. 

Was dem Board zumindest auf dem PCB fehlt, sind entsprechende "+" und "-" Buttons, die die letzten ROG-Platinen hatten und zum Justieren des FSBs gedacht waren. Dies übernimmt nun ROG Connect mit dem Tool TurboV. Über den entsprechenden USB-Anschluss - oder über Bluetooth - ist es möglich, von einem anderen Rechner oder Laptop aus, die Werte während des Benchmarks zu verändern. Über ein entsprechendes Tool ist sogar das Übertakten per Handy (Android, Windows Mobile, bald auch iPhone) ohne Probleme möglich. 

Alle Overclocking-Optionen, die sich im Bios finden, haben wir im Folgenden aufgelistet:

Die Overclocking-Funktionen in der Übersicht
Base Clock Rate 100 bis 500 MHz, stufenlos
CPU-Spannung 0,85 bis 2,3 V in 0,00625-V-Schritten
DRAM-Spannung 1,20575 bis 2,50425 V in 0,01325-V-Schritten
QPI/DRAM-Spannung 1,2 V bis 2,5 V in 0,00625-V-Schritten
CPU PLL-Spannung
1,20575 bis 2,05375 V in 0,01325-V-Schritten
IOH Core
1,113 bis 2,1995 V in 0,01325-V-Schritten
PCIe-Takt 100 bis 200 MHz, stufenlos
Weitere Spannungen
IOH-PCIe-Voltage, ICH Voltage, ICH PCIe-Voltage,
DRAM Reference Spannungen
Speicher-Optionen
Taktraten CPU-abhängig, Multiplikatoren bei x6 - x18 (2er-Schritte)
Command Rate
einstellbar
Timings einstellbar
XMP wird unterstützt
Weitere Funktionen
QPI-Takt CPU-abhängig, x36, x44 und x48
CPU-Multiplikator CPU-abhängig, einstellbar bei Extreme Edition
Weitere Besonderheiten
Settings speicherbar in Profilen, Turbo-Betrieb,
Extreme Engine Digi+ Menu für Load Line Calibration
Kontrolle der Spannungswandler,
Clock-Gen-Tuner, Spread Spectrum, EZ Flash 2

In unserer Overclocking-Galerie sieht man alle BIOS-Optionen noch einmal in der Übersicht.

{gallery}/galleries/reviews/RIIIE/asusoverclocking{/gallery}

In der Praxis wird das Board meistens durch die CPU ausgebremst, denn bei einer hohen Base Clock Rate wird zumeist der QPI-Takt zu einem Problem. Selbst mit der niedrigsten Einstellung (x36) erreicht man mit 200 MHz Base Clock Rate einen Takt von 7200 MHz. So wurde unser System auch bei 220 MHz aufgrund des QPI-Taktes instabil, denn fast 8 GHz waren dem System dann doch zu viel.

220 MHz Base Clock Rate sollten jedoch für die meisten Anwender ausreichen, denn der Core i7 kann entweder mit einem freien Multiplikator übertaktet werden, wenn man einen Extreme-Edition-Prozessor besitzt, oder man hat einen recht hohen festen Multiplikator, der für eine derartige Übertaktung wohl eher abgesenkt werden müsste. Eine Übertaktung von über 65% ist bei den aktuellen Kernen nicht üblich. Für den Standard-Übertaktungserfolg auf Taktraten über 4 GHz reicht meistens eine Base Clock Rate von unter 200 MHz.

Den beiliegenden Lüfter für die Northbridge sollte man übrigens im Betrieb mit drei GeForce GTX 480 beim Overclocking verwenden:

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Im Betrieb kam es bei uns ohne diesen Lüfter zu einer Notabschaltung aufgrund von einer zu hohen Northbridge-Temperatur beim Übertakten. Mit einer normalen Grafikkarte heizte sich das System hingegen nicht so stark auf und konnte passiv gekühlt werden.