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Test: Gigabyte P55A-UD7 mit USB 3.0 und SATA 6G

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Seite 6: Performance und Stromverbrauch

Als Testsystem setzten wir auf unser übliches System für P55-Mainboards mit einem Core i7-860, 4 GB DDR3-1600 und einer Radeon-HD-4890-Grafikkarte. Das System ist im Vergleich zu den bisherigen Mainboardtests mit dem P55 unverändert, sodass wir Rückschlüsse im Vergleich auf die bislang getesteten Platinen in der Hardwareluxx [printed] ziehen können.

Der Stromverbrauch des Boards

Heutzutage ist der Stromverbrauch der Komponenten eine sicherlich wichtige Maßgabe. Allerdings darf man nicht vergessen, dass es größere Stromverbraucher gibt, als ein Mainboard: Der Prozessor, die Grafikkarten oder ein nicht effizientes Netzteil haben einen weitaus größeren Einfluss auf die Stromaufnahme aus der Steckdose. Bei einem HTPC mag somit der Stromverbrauch des Mainboards ins Gewicht fallen, bei einem hochgezüchteten und übertakteten Gaming-PC eher nicht.

Das Gigabyte P55A-UD7 zeigte folgende Messwerte:

  • Idle-Betrieb Windows: 127,3 Watt
  • Last-Betrieb Windows (Cinebench 10): 221,2 Watt
Damit liegt es oberhalb der bislang getesteten P55-Platinen mit diesem Setup. Im Idle-Betrieb konnten wir bislang Werte zwischen 105 und 125 Watt messen, im Last-Betrieb Werte zwischen 187 Watt und 220 Watt. Die bislang getesteten Platinen waren allerdings auch lange nicht so gut ausgestattet - und sie besaßen nicht noch zudem die nForce-200-Brücke, die auch einiges an Strom verbraucht. Hinzu kommt beim Gigabyte-Board die zweite PCI-Express-Bridge für die Onboard-Komponenten, die auch aktiv ist, wenn die Onboard-Chips im BIOS deaktiviert sind. Somit relativiert sich der Stromverbrauch etwas, er liegt aber knapp 10 bis 15 Watt höher als bei einem durchschnittlichen P55-Mainboard.

des3

Daran änderte in unserem Test auch DES2 nichts: Das Tool konnte zwar installiert werden, aber der Stromverbrauch blieb gleich - im Idle-Betrieb lag er sogar zwei Watt über dem Verbrauch ohne aktiviertes DES2.

Die Performance des Boards

Auf die Performancebetrachtung gehen wir seit der Integration des Speichercontrollers in den Prozessor kaum noch ein: Früher hatten die Mainboardhersteller die Möglichkeit, durch die Änderung der Driving Strength und andere Chipsatztimings die Boardgeschwindigkeit durch eine bessere Speicherperformance zu beeinflussen. Diese damals im Bereich von 2 bis 4 % liegenden Unterschiede sind mit dem integrierten Speichercontroller nun weggefallen. Wir testen natürlich weiterhin die Performance des Boards, allerdings verzichten wir auf umfassende Benchmarkdarstellungen und Balkendiagramme, die alle dieselbe Länge hätten.

In unseren Tests erreichte das Board mit normalen Timings (1333 MHz und 9-9-9-24) den üblichen Wert von ca. 17,33 MB/s Speicherbandbreite. Auch die gemessene Grafikleistung (z.B. 3DMark Vantage: 11.921 Punkte) und die Rechenleistung (z.B. Cinebench 10: 17.772 Punkte) liegen auf üblichem Niveau.

Interessant ist eine Betrachtung der neuen Schnittstellen. Der NEC-Controller lieferte mit einem Raidsonic-Laufwerk und einer G.Skill Falcon eine sehr gute Performance ab:

performance-usb3

Und auch die SATA-6G-Schnittstelle funktionierte zufriedenstellend - allerdings natürlich ohne einen großen Zugewinn bei der Performance. Hier stand uns eine Seagate Barracuda XT (2 TB) zur Verfügung, die gute Bandbreiten zeigte, aber natürlich im Vergleich USB 3.0/USB 2.0 keine wirklichen Vorteile brachte:

sata6g-read-win7-ud7-port

Soweit zur Performancebetrachtung, kommen wir nun zum Fazit.