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MSI Big Bang Fuzion - Ein Blick auf Hydra

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Seite 6: Ein Blick auf Hydra

Ausführlich gehen wir auf den Betrieb des Boards mit unterschiedlichen Grafikkarten in unserem Heft 03/2010 ein, welches am 05.03. im Handel erscheint. An dieser Stelle geben wir aber schon einmal einen kleinen Einblick auf die Fähigkeiten des Boards.

Wie wir bereits geschrieben haben, lässt sich nicht jede beliebige ATI- und NVIDIA-Karte miteinander koppeln. Die folgenden Kombinationen sind im A-Mode (ATI-Grafikkarten untereinander), im N-Mode (NVIDIA-Grafikkarten untereinander) und im X-Mode (gemischter Betrieb) möglich:

AMD-Grafikkarten (A-Mode) NVIDIA-Grafikkarten (N-Mode) Kombination aus AMD- und NVIDIA-Grafikkarten (X-Mode)
ATI Radeon HD 4350 NVIDIA GeForce 9500 GT NVIDIA GeForce 9600 GT ATI Radeon HD 4850
ATI Radeon HD 4550 NVIDIA GeForce 9600 GT NVIDIA GeForce 9800 GTX+ ATI Radeon HD 4870
ATI Radeon HD 4650 NVIDIA GeForce 9800 GTX+ NVIDIA GeForce GTS 250 ATI Radeon HD 4890
ATI Radeon HD 4670 NVIDIA GeForce 210 NVIDIA GeForce GTX 260 ATI Radeon HD 5750
ATI Radeon HD 4770 NVIDIA GeForce GT 220 NVIDIA GeForce GTX 275 ATI Radeon HD 5770
ATI Radeon HD 4850 NVIDIA GeForce GTS 250 NVIDIA GeForce GTX 280 ATI Radeon HD 5850
ATI Radeon HD 4870 NVIDIA GeForce GTX 260 NVIDIA GeForce GTX 285 ATI Radeon HD 5870
ATI Radeon HD 4890 NVIDIA GeForce GTX 275
ATI Radeon HD 5750 NVIDIA GeForce GTX 280
ATI Radeon HD 5770 NVIDIA GeForce GTX 285
ATI Radeon HD 5850
ATI Radeon HD 5870

Die offizielle Liste offenbart Folgendes: Neben den neuen Karten der 5800er- und 5700er-Serie können auch noch einige Modelle der älteren Generation im A-Mode betrieben werden. Die gerade erst vorgestellten neuen Mittelklasse-Karten sind noch nicht enthalten. Bei den NVIDIA-Modellen sieht es ähnlich aus, auch hier werden die aktuellen Karten unterstützt. Auffallend an dieser Stelle: Keine Dual-GPU-Karte kann mithilfe der Hybrid-Engine mit anderen Grafikkarten zusammengeschaltet werden. Inoffiziell kann der Betrieb natürlich funktionieren - aber er ist nicht offiziell validiert und getestet.

Schon deutlich eingeschränkter ist die Auswahl sollen AMD- und NVIDIA-Grafikkarten gemeinsam betrieben werden. In den Benchmarks werden wir später sehen, welche Kombination die beste Performance hervorbringt und wo es sinnvoller sein könnte, zwei baugleiche Karten im CrossFire und SLI zu betreiben.

Hydra macht also in drei Bereichen durch seine Exklusivität Sinn:

  • Der Betrieb unterschiedlicher ATI-Karten im CrossFire-Betrieb ist uneingeschränkt möglich
  • Der Betrieb unterschiedlicher NVIDIA-Karten im SLI-Betrieb ist möglich
  • Der Betrieb von ATI- und NVIDIA-Karten ist gemeinsam möglich.

Installation

Die Installation der Hydra-Engine gestaltet sich nur auf den ersten Blick als sehr einfach. So müssen nur die gewünschten Karten in das System eingesteckt werden. Eine hardwareseitige Verbindung mit einer SLI- oder CrossFire-Bridge ist nicht nötig. Nun müssen nur noch die passenden Treiber installiert werden. Hier kann es allerdings schon zu Problemen kommen, denn nicht jede Treiber-Version wird unterstützt. In einem Support-Dokument erklären MSI und Lucid die Installation und geben auch Hinweise auf kompatible Treiber. Wir wählten für unsere Tests die aktuellen Versionen von AMD und NVIDIA. Ebenfalls in einem Support-Dokument verfügbar ist eine Liste der bisher unterstützten Anwendungen. Allerdings können auch eigene Profile innerhalb des Hydra-Control-Centers erstellt werden.

Bildqualität und PhysX?

Was passiert mit mehr oder weniger exklusiven Features der einzelnen Modelle, wenn sie zusammengeschaltet werden? So ist es beispielsweise nicht möglich, eine Radeon- und GeForce-Grafikkarte gemeinsam zu betreiben und dann den NVIDIA AA-Mode zu verwenden. Mit PhysX sieht es ähnlich aus, denn sobald der GeForce-Treiber eine AMD-Grafikkarte sieht, schaltet er PhysX ab - so zumindest im 3DMark Vantage. In einigen anderen Benchmarks konnten wir PhysX zwar aktivieren, allerdings fehlte dann die Unterstützung in der Anwendung selbst.

Auf der anderen Seite ist natürlich auch der DirectX-11-Support hinfällig, wird zu einer Radeon HD 5850 eine GeForce-Grafikkarte gesteckt. Hier kann man dann gespannt sein, wenn NVIDIA seine ersten DirectX-11-Grafikkarten herausbringt. Dann ist der Anwender erst einmal abhängig vom Treiber-Support, der durch Lucid bzw. MSI bereitgestellt werden muss.

Testsystem für die Fuzion-Benchmarks:

  • Intel Core i7 870, 4x 2,93 GHz
  • MSI Big Bang Fuzion
  • Corsair XMS3 Dominator DIMM Kit 6GB PC3-12800U CL7-7-7-20 (DDR3-1600)
  • NVIDIA GeForce 196.34
  • ATI Catalyst 10.1
  • Windows 7 64 Bit.

Weiterhin haben wir nach jedem Benchmark das System neu gestartet und, wenn möglich, mit aktuellen Softwareversionen und Patches getestet.