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Cooler Master MasterLiquid Pro 240 im Test - Fazit

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Seite 8: Fazit

Man mag das Gerede vom "holistischen Ansatz" als bloßes Marketing abtun. Aber Cooler Master hat bei der MasterLiquid Pro 240 tatsächlich einige ungewöhnlichere Lösungen konsequent umgesetzt. Besonders auffällig sind natürlich die Anpassungen an Pumpe und Radiator. Die Auswirkungen des Pumpenaufbaus können von uns kaum überprüft werden, die angegebene lange Lebensdauer ist aber prinzipiell sehr attraktiv. Beim Radiator scheinen etwaige Vorteile durch die Kühlrippengestaltung aber durch die schlanke Bauform aufgehoben zu werden, zumindest lässt die Kühlleistung im niedrigen Drehzahlbereich vergleichsweise stark nach. Auf hoher Drehzahl bietet die LiquidMaster Pro 240 eine adäquate Kühlleistung, dafür wird die AiO-Kühlung aber sehr laut.

Der Vorteil des schlanken Radiators ist aber die sehr gute Kompatibilität. Mit Lüftern benötigt die MasterLiquid Pro 240 nur 5,2 cm Platz und kann damit auch noch in Gehäusen verbaut werden, in denen es für diverse Konkurrenzprodukte schon zu eng wird. Die MasterLiquid Pro 240 zeigt sich zudem auch mit Blick auf die Montage nutzerfreundlich. Praktisch ist dabei auch, dass Cooler Master selbst an so ein Detail wie die Rändelschrauben zur Lüfterbefestigung gedacht hat. Damit ist ein Lüfterwechsel auch nach der Montage der AiO-Kühlung noch problemlos möglich.

Cooler Master MasterLiquid Pro 240

Bei einer UVP von 119,90 Euro gehört die MasterLiquid Pro 240 schon zu den teureren AiO-Kühlungen mit 240-mm-Radiator. Wer auf der Suche nach einer flexibleren AiO-Kühlung ist, kann für ein paar Euro weniger schon Alphacools Eisbaer 240 kaufen. Diese Kühlung kann bei Bedarf nicht nur erweitert werden, sie punktet auch mit höherer Kühlleistung. Allerdings ist der Radiator 3 mm höher, sodass die MasterLiquid Pro 240 die etwas bessere Kompatibilität bietet. Zudem ist sie optisch etwas gefälliger als die klobigere Alphacool-Kühlung. Wenn der Platz für den Radiator und die Lüfter kein Problem darstellt, wäre Arctics Liquid Freezer 240 aus preislicher Sicht eine interessante Alternative. Diese AiO-Kühlung mit Push-Pull-Konfiguration ist gleich 50 Euro günstiger als die MasterLiquid Pro 240, profitiert aber gerade bei geringer Lüfterdrehzahl von der doppelten Lüfterbestückung.

Die MasterLiquid Pro 240 unterscheidet sich mit Blick auf Design und Aufbau klar von anderen AiO-Kühlungen und wird zudem mit bemerkenswert hoher Lebensdauer beworben. Beides schlägt sich aber auch im Preis nieder.  

Positive Aspekte der Cooler Master MasterLiquid Pro 240:

  • gute Kühlleistung im höheren Drehzahlbereich
  • schlanker Radiator sorgt für gute Kompatibilität
  • nutzerfreundliche Montage, Rändelschrauben ermöglichen Lüftertausch im Gehäuse
  • hohe Lebensdauer für Pumpe und Lüfter angegeben
  • PWM-Regelbereich direkt an den Lüftern anpassbar

Negative Aspekte der Cooler Master MasterLiquid Pro 240:

  • vergleichsweise laut, Lüftergeräusche auf hoher Drehzahl ungleichförmig
  • Kühlleistung nimmt bei Drehzahlreduzierung vergleichsweise stark ab

 

 

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Kommentare (14)

#5
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Registriert seit: 14.05.2008

Flottillenadmiral
Beiträge: 4701
Wenn ein Luftkühler besser ist als ein Wasserkühler läuft irgendwas falsch.
#6
Registriert seit: 05.07.2010

Admiral
Beiträge: 12014
Zitat
Auch die Lüfter sollen sehr langlebig sein, die MTTF (mittlere Betriebsdauer bis zum Ausfall) wird sogar mit 490.000 Stunden angegeben.
So ein Blödsinn, die MTTF wird zwar in Stunden angegeben, ist aber eine Ausfallwahrscheinlichkeit und kann keineswegs in Betriebsstunden umgerechnet werden. Die bezieht sich ja auch nur auf einen bestimmten Zeitraum und der umfasst nur die mittlere Zeit der Badwannenfunktion der Ausfallrate technischer Geräte. Diese neigen dazu am Anfang besonders häufig auszufallen. Dann fällt die Ausfallrate aber steil ab und bleibt für eine Zeit, die der geplanten Betriebsdauer entspricht, auf einem geringen Niveau stabil und genau für diese Zeit gilt auch nur die MTBF. Gegen Lebensende (Wear-Out Phase) steigt sie dann wieder deutlich an. Schon diese Definition auf einen beschränkten Zeitraum verbietet jede Umrechnung in eine Betriebszeit.

Die Lebenserwartung wird vom Hersteller festgelegt, entsprechend der Nutzung die er für ein Produkt vorsieht und den Einsatzbedingungen, die Garantiedauer ist i.d.R. kürzer, logisch.

Dann gibt man z.B. 490.000 Stunden MTBF/MTTF an, was eine statistische Ausfallwahrscheinlichkeit während der Lebensdauer bei Einhaltung der Einsatzbedingungen ist, abzüglich der Anfangsphase in der die Ausfallraten alle technischen Produkte immer besonders hoch sind.

Hat man 490.000 der Geräte in einem System, kann man jede Stunde einen Fehler / Ausfall erwarten.
Hat man nur 490 Geräte, so wird etwa alle 1000 Stunden eine Fehler auftreten, also so alle 43 Tage.
Hat man nur eines, wär ein Fehler nach spätestens 490.000 Stunden oder 56 Jahren zu erwarten, nur ist dann die Lebensdauer schon lange überschritten und damit ist die MTBF/MTTF bei so wenigen Geräten nicht aussagekräftig und damit irrelevant.

Wieso das so ist? Nun ein durchschnittlicher Mitteleuropäer von 46 Jahren mit einem BMI von 27, Nichtraucher und mäßiger Konsument von Alkohol hat eine statistische Sterberate von 1,8 Todesfällen pro 1000 solcher Personen. Damit rechnen die Versicherungen und daraus ergibt sich eine MTTF von 1000(Personen) * 365 (Tage/Jahr) * 24 (Stunden/Tag) / 1,8 (Personen, die Ausfälle pro Jahr) = 4,867 Millionen Stunden, was 555 Jahren entspricht.

So alt wird aber offensichtlich keiner, die Versicherer rechnen mit 81 Jahren Lebenserwartung, also nur etwa 0,71 Millionen Stunden.
#7
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Registriert seit: 02.12.2004
Leipzig
[online]-Redakteur
Beiträge: 3663
@Holt: Puh, das wird kompliziert. Ich habe beim Schreiben des Artikels kurz den Wikipedia-Eintrag bemüht (https://de.wikipedia.org/wiki/Mean_Time_To_Failure) und ihn so verstanden, dass MTTF eben die mittlere Lebensdauer ist. Wie man hier (The Limitations of Using the MTTF as a Reliability Specification) lesen kann, wird die typischerweise ermittelt, indem man die Gesamtzeit eines Testlaufs mit mehreren Testgeräten durch die Zahl der ausgefallenen Geräte teilt. Was man als Problem hat, ist die Differenz zwischen Durchschnitt und Median - also das gleiche Problem, was es z.B. auch bei Angaben von typischen Einkommen/Vermögen hat, wo das durchschnitttliche Einkommen/Vermögen ein anderes ist als das mittlere Einkommen. Und natürlich ist MTTF keine garantierte Lebensdauer. Im zweiten Link werden auch noch weiter Bedenken zur Aussagekraft der MTTF geäußert - aber abweichend von deinen Ausführungen. Und imho kann auch dein Rechenbsp. nicht so wirklich passen - zumindest nach den Definitionen, die ich gefunden habe, wäre die MTTF eines Menschen zu berechnen aus der Zeit, die eine bestimmte Menschengruppe insgesamt gelebt hat, geteilt durch die Zahl der Verstorbenen. Nehmen wir an einer wurde 60, einer 70 und einer 80 - also 210/3 macht eine MTTF von 70. Dass die MTTF nur für einen bestimmten Teil des Lebenszyklus berechnet wird, habe ich so auf die Schnelle nicht finden können - hast du dafür vielleicht eine nachvollziehbare Quelle?

MTTF wird wohl unterschieden von MTBF, der mittleren Betriebsdauer zwischen Fehlern bei zwischenzeitlich instandgesetzten Einheiten - auch wenn beides umgangssprachlich in einen Topf geworfen wird.
#8
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Registriert seit: 25.06.2012
Paderborn
Oberstabsgefreiter
Beiträge: 508
110 Euro für eine 120er AllinOne? ist die aus Gold?

Dieser Mist wird immer teurer und schlechter. Custom Wakü ist das Zauberwort.
#9
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Registriert seit: 15.06.2006

Oberbootsmann
Beiträge: 941
Die 240er Nepton ist eigentlich garnicht laut. Keine Ahnung weshalb die im Test immer so schlecht abschneiden.
#10
Registriert seit: 05.07.2010

Admiral
Beiträge: 12014
Redphil, vergiss was bei wikipedia steht, so ist die Realität nun wirklich nicht. Plextor hatte bei der m5m mal mit einer hohen MTBF von 2,4 Millionen Stunden geworben und diese Image dazu gestellt, wie sie auf diesen Wert gekommen sein wollen. Leider ist das nur noch übers Webarchive zu finden:



Es wurden also 400 SSDs 500 Stunden lange getestet und mit einem wunderbaren Faktor 12 der vom Statistikerhimmel fällt, kommt man dann satt auf 200.000 eben auf 2.400.000 Stunden. :wall:

[ATTACH=CONFIG]367879[/ATTACH]
#11
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Registriert seit: 15.01.2010
NRW
Kapitän zur See
Beiträge: 3691
Zitat Narbennarr;24746589
Ach Cooler Master ich bin enttäuscht :(
Die Master Produkte fingen so gut an. Das modulare MasterCase hat einen guten Anfang gemacht, die Mastergel Maker ist eine spitzen Wärmeleitpaste und die Masterkeys eine ordentliche Mecha. Jetzt kommt der wahnwitzige MasterAir Maker mit einer enttäuschende Performance zu einem total bekloppten Preis und die Master Liquid ist vergleichsweise laut und schwach....


+1
#12
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Registriert seit: 02.12.2004
Leipzig
[online]-Redakteur
Beiträge: 3663
@Holt: Das ist ein Punkt - wie genau die Hersteller die MTTF ermitteln, haben wir natürlich nicht im Blick. Bei eines so langen Zeitdauer wird man das wohl auch kaum nur experimentell herausgefunden, sondern irgendwas berechnet haben, was von außen schwer nachprüfbar ist.
#13
Registriert seit: 18.02.2005
Oldenburg
Korvettenkapitän
Beiträge: 2103
Der Aufbau der Pumpe/ des Kühlers erinnert mich irgendwie an die Deepcool Captain AIO...
#14
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Registriert seit: 22.06.2008
Bielefeld
Kapitän zur See
Beiträge: 3596
Zitat Henn1;24751754
Der Aufbau der Pumpe/ des Kühlers erinnert mich irgendwie an die Deepcool Captain AIO...


Wie kommst du den darauf?

EDIT: Oh... ok, sehs jetzt XD
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