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Thermalright Macho 120 SBM im Test - Fazit

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Seite 8: Fazit

Man kann darüber streiten, ob das Abdecken jeder kleinen Marktnische wirklich sinnvoll ist. So sorgen z.B. bei Thermalright die unterschiedlichen Macho-Modelle beim Kaufinteressenten durchaus erst einmal für eine gewisse Verwirrung. Doch setzt man sich mit dem Macho 120 SBM näher auseinander, so erfüllt die Markteinführung des neuen Modells durchaus ihren Zweck. Im Vergleich zum ähnlich ausgelegten Macho 120 Rev. A ist der Macho 120 SBM nicht nur genauso niedrig, sondern dazu noch schlanker. Thermalright gewährleistet so nicht nur eine gute Kompatibilität zu schmalen PC-Gehäusen, sondern auch zu hohen Speichermodulen. 

Thermalright Macho 120 SBM

Auf der LGA 115x-Testplattform halten sowohl Kühler als auch CPU-Lüfter ordentlich Abstand zu den Speicherslots. Anders als bei vielen anderen Towerkühlern muss man sich deshalb keine Gedanken um die RAM-Kompatibilität machen. Trotz reduzierter Kühlfläche leidet die Kühlleistung im Normalbetrieb nur wenig unter dem schlanken Aufbau des Kühlers. Bei hohen und mittleren Drehzahlen kann der Macho 120 SBM durchaus auch mit formal deutlich leistungsstärkeren Modellen gut mithalten. Erst bei deutlich reduzierter Drehzahl wirkt sich die geringere Kühlfläche zunehmend negativ aus. Für den semi-passiven Betrieb auf leistungsstarken Prozessoren ist der kleine Macho schließlich nicht geeignet (aber auch nicht gedacht). 

Als kompakte Alternative zum regulären HR-02 Macho Rev. B präsentiert sich der Macho 120 SBM in gleicher Optik und mit vergleichbar hoher Verarbeitungsqualität. Auch die überzeugende Montage und den guten Lieferumfang teilt sich das jüngste Familienmitglied mit dem großen Bruder (und weiteren Modellen der Macho-Familie). Die Gemeinsamkeiten betreffen aber auch den wichtigsten Kritikpunkt - der mitgelieferte Thermalright-Lüfter fällt einmal mehr nicht nur durch den breiten Regelbereich, sondern auch durch leichte Nebengeräusche auf. Ob man sich für den HR-02 Macho Rev. B oder den Macho 120 SBM entscheidet, hängt bei gleicher UVP letztlich von den Platzverhältnissen ab. Wenn genug Abstand zu anderen Komponenten gegeben ist, sollte man zum größeren Standard-Macho greifen. Damit ist dann selbst eine semi-passive Kühlung möglich. 

Sollen hingegen Kompatibilitätsprobleme von vornherein ausgeschlossen werden, stellt der Thermalright Macho 120 SBM eine überzeugende Kompakt-Alternative dar. Das rechtfertigt dann schließlich auch, dass die Macho-Familie einmal mehr Zuwachs erhält. 

Positive Aspekte des Thermalright Macho 120 SBM:

  • gute Verarbeitung, solide Montage
  • hohe Kompatibilität
  • adäquate Kühlleistung 
  • praktischer Schraubenzieher und zweites Paar Lüfterklammern inklusive

Negative Aspekte des Thermalright Macho 120 SBM:

  • Nebengeräusche des mitgelieferten Lüfters
  • für semi-passiven Betrieb nicht wirklich geeignet
 

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Kommentare (21)

#12
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Gefreiter
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Interessant wäre hier wenn ihr den Abstand zum ersten RAM-Modul nachmessen würdet. Ein Zollstock würde ja reichen um so den Abstand besser abschätzbar zu machen für den Leser. Oft sieht man halt nur Bilder und muss sich durch viele Threads arbeiten um heraus zufinden ob es passt oder nicht. Das könntet ihr in nichtmal 30 Sekunden überflüssig machen. :)
#13
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Leipzig
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@Chemidemi: Beim Testsystem ~3 cm vom Kühler zum ersten Slot, mit Lüfter bleiben entsprechend 0,5 cm. Ich kann aber nicht einschätzen, ob der Abstand zw. Sockel und RAM-Modulen bei LGA 115x-Boards einheitlich ist oder deutlich variiert.
#14
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@SamSerious: Für die FX-CPUs gibt es afaik ja zwei Temp-Sensoren - einen im Sockel und einen digitalen Sensor in der CPU. Der im Sockel misst im Leerlauf akkurater, ist aber für Load-Temps nicht geeignet. Der in der CPU misst keine physikalischen Temperaturen, sondern wird eher berechnet - das ist der Sensor, der im Leerlauf gerne mal Temperaturen unterhalb der Raumtemperatur ausgibt und erst bei Last zunehmend präziser wird. Ich konnte mir das beim Test des AMD Wraith-Kühlers nochmal mit einem FX-8370 ansehen - es ist kein gutes Gefühl, einem Sensor zu vertrauen, dessen Präzision so deutlich in Abhängigkeit von Temp/Last variiert.
#15
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Leutnant zur See
Beiträge: 1162
Zitat Redphil;24378974
@HardwareHotte: Was hättest du alternativ vorgeschlagen? AMD FX-Prozessoren fallen leider wegen den Problemen beim Temp-Auslesen raus, LGA 2011-v3 ist als teure High-End-Plattform für die meisten Leser irrelevant - deshalb die Entscheidung für Intels Mainstream-Plattform (und natürlich mussten wir auch Hardware nehmen, die uns zur Verfügung steht). Der 4790K hat als Devils Canyon-Ableger afaik ja zumindest gegenüber Haswell ein verbessertes TIM.


Ist 'ne blöde Situation ich weiß. Für die kleineren Sockel mit ungeköpften CPUs bringen teure Highendkühler kaum Vorteile und genau das zeigen eure aktuellen Kühlertests.
Wer allerdings 'nen geköpften Ivy/Haswell/Broadwell/Skylake oder 2011er hat, der kann mit euren Tests nicht soo viel anfangen, da euer derzeitiges Testsystem die großen Kühler eben nicht richtig auslasten kann.

Am besten wären wohl zwei Systeme eines mit Mainstreamsockel und ein 2011er, aber das wäre ein extrem großer Aufwand. Als Kompromiss würde ich daher einen geköpften und mit Flüssigmetallpaste zwischen DIE und IHS versehenen Skylake vorschlagen.
Oder ihr grabt einfach einen Sandy wieder aus. :d
#16
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Registriert seit: 11.10.2013

Flottillenadmiral
Beiträge: 5527
Sind die Xeons nicht verlötet, oder vertue ich mich da?
Ein S1150 Xeon wäre dann eine alternative.

Ich teste den SBM gerade auf S2011, ergebnisse sollten bald da sein :)
#17
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Registriert seit: 20.04.2010

Leutnant zur See
Beiträge: 1162
Nein, die Xeons sind auch nicht verlötet. Intel hatte damals bei den Ivys gesagt das müsse direkt mit im Designprozess berücksichtigt werden, alle CPUs einer Maske sind daher entweder verlötet oder eben nicht.
#18
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Registriert seit: 11.10.2013

Flottillenadmiral
Beiträge: 5527
ok, dann hatte ich das falsch in erinnerung :)
#19
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Registriert seit: 14.02.2010
Lüneburg & Wunstorf (Nds.)
Hauptgefreiter
Beiträge: 251
@Redphil: Die Angabe der Leistungsaufnahme ist bei den FX ja ähnlich problematisch. Mein Board (AsRock 990FX Killer) scheint bei meinem FX-9370 immer die Hälfte der tatsächlichen Leistungsaufnahme anzuzeigen, während das Board eines Bekannten (Gigabyte 9990fx-ud3 rev.4) bei seinem FX-8350 immer genau ein Drittel der tatsächlichen Leistungsaufnahme anzeigt. Auch das ist etwas... suboptimal.
#20
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Registriert seit: 18.07.2015

Gefreiter
Beiträge: 37
@Redphil
Ich denke es dürfte Abweichungen geben, aber ob die größer 0,5 cm sind..?!?
Könnt es ja angeben mit dem von dir gegebenen Hinweis, dass es bei anderen Mainboards zu Unterschieden kommen kann.
Wäre übrigens auch bei den ganzen Mainboard Reviews durchaus interessant, wenn ihr den Abstand von der RAM-Bank zum Sockel messen würdet. Denke das sollte zeitlich keinen allzu großen Aufwand bedeuten da mal fix den Zollstock dran zu halten. :d
Würde vielen die Wahl und die Planung eines Luftgekühlten Prozessors erleichtern.
#21
Registriert seit: 20.04.2016

Matrose
Beiträge: 4
Der Kühler schaut ja ganz schick aus. Tests machen auch einen guten Eindruck. Selber habe ich den Dark Rock 3. Ist praktisch wie ein Kühlschrank auf der cpu. Vllt hole ich mir noch eine Wasserkühlung. Hab mal Tests und Vergleiche gegoogled über CPU KÜhler und bin auf die Seite gestoßen. http://cpu-kuehler-test.net/ Tolle auflistung und Bestelisten über Luft- und Wasserkühler ;)
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