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Der günstige HDT-Kühler Thermalright Macho Direct im Test - Fazit

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Seite 8: Fazit

Als Thermalright den Macho Direct vorgestellt hat, stieß der Kühler auf ein geteiltes Echo. Vor allem der Einsatz der HDT-Technik sorgte für Kritik, wird sie doch von vielen Nutzern schon seit Jahren als gut vermarktete Sparmaßnahme empfunden.  

Letztlich zählen aber Ergebnisse. Und zumindest in Kombination mit unserem Haswell-Testsystem kann der Macho Direct als günstiger Towerkühler vollauf überzeugen. Die Kühlleistung ist dabei nicht nur mit CPU-Lüfter absolut konkurrenzfähig, nein selbst semi-passiv macht der Kühler eine richtig gute Figur. Weitere Sparmaßnahmen wie fehlende Heatpipe-Vernickelung und die schlichte oberste Kühlrippe lassen den Kühler optisch weniger attraktiv wirken. Aber solange der Nutzer keine besonderen Ansprüche an die Optik des Kühlers stellt, wird er damit kein Problem haben. Etwas störender könnte schon der nicht komplett runde Lauf des Serienlüfters sein - aber möglicherweise haben wir auch einfach nur ein Montagsmodell abbekommen.

Immerhin ist bemerkenswert, dass Thermalright bei diesem Macho-Modell überhaupt einen Lüfter beilegt. Auch der Lieferumfang insgesamt kann sich sehen lassen. Vom magnetischen Schraubenzieher über die Entkopplungsgummis bis hin zu zwei Paar Lüfterklammern ist praktisch alles dabei. Und auch beim Montagesystem setzt Thermalright nicht etwa eine Sparvariante, sondern das reguläre Universal Montagekit ein.

Thermalright Macho Direct

Wer der seine Skepsis gegenüber der HDT-Technik nicht ablegen kann, hat am Markt durchaus überzeugende Alternativen. Von Thermalright selbst gibt es mit dem Thermalright HR-02 Macho Rev. B ein nur minimal teureres Geschwistermodell mit klassischer Kühlerbasis und überzeugender Performance (allerdings auch ähnlichen Schwächen beim Serienlüfter). Eine weitere Alternative mit Bodenplatte ist unsere Langzeit-Preis-Leistungs-Empfehlung, der Scythe Ashura. Nur der Passivbetrieb konnte uns bei diesem Kühler nicht ganz überzeugen.

Es gibt sie also doch noch - neue Macho-Modelle zu einem richtig günstigen Verkaufspreis. Weil der Macho Direct trotz einige Sparmaßnahmen im Großen und Ganzen überzeugen kann und sich als leistungsstarker Towerkühler für preisbewusste Käufer empfiehlt, zeichnen wir ihn mit einem Preis-Leistungs-Award aus. 

Thermalright Macho Direct

Positive Aspekte des Thermalright Macho Direct:

  • überzeugende Kühlleistung
  • auch semi-passiv nutzbar
  • umfangreiches Zubehör, inkl. Schraubenzieher, zwei paar Lüfterklammern und Lüfterentkopplung
  • gute Kompatibilität

Negative Aspekte des Thermalright Macho Direct:

  • Lüfter des Testsamples mit leichten Nebengeräuschen
  • Sparmaßnahmen bei Material/Verarbeitung, aber ohne Auswirkungen auf die Funktionalität
  • Lüfterklammern ohne erneuten Kühlerausbau schwer nachträglich zu installieren
 

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Kommentare (17)

#8
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Registriert seit: 22.11.2009
NRW
Kapitänleutnant
Beiträge: 1960
Zitat ro8otron;24167067
@Morrich
Es wird eine CPU genutzt, bei der schon die WLP zwischen Die und Heatspreader limitiert.
Es gibt keine OC Tests, bei denen sich erst die Spreu vom Weizen trennt.


Das ist es nämlich.
Für den Normalo, der "nur" einen Kühler sucht, der seine Stock-CPU ausreichend und leise runterkühlt, reicht natürlich auch so ein 35€-Macho(oder gar noch weniger). Sobald es aber daran geht, Enthusiasten zufrieden zu stellen, die ihre CPU übertakten, diese möglicherweise noch geköpft haben, oder schlicht eine CPU mit verlötetem HS benutzen, wird sich keiner mit so einer halbgaren Sparmaßnahme zufrieden geben.
Da das aber ganz offensichtlich auch nicht die Zielgruppe des hier getesteten Modells ist, ist das auch ziemlich egal.
#9
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Registriert seit: 03.01.2014
Niederösterreich
Oberleutnant zur See
Beiträge: 1403
Ich verstehe nicht ganz wie sich die Zweifel an der "DirectTouch" Technik so durchsetzen haben können.
Es wurde ja offenbar schon jetzt einige Male gezeigt, dass es im schlimmsten Fall keinen Unterschied zur Vollmetallbodenplatte macht.

Xigmatek hat schon vor zig Jahren beste Ergebnisse mit dieser Methode erzielt, und hat ihre Produkte extrem billigst anbieten können. Der Gaia war zB für seine 25€ ein Top Kühler.
#10
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Registriert seit: 11.10.2013

Flottillenadmiral
Beiträge: 5540
da wird dem grand macho aber etwas die existenzberechtigung genommen, wenn der günstige so gut kühlt...
#11
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Registriert seit: 29.08.2008

Oberleutnant zur See
Beiträge: 1438
Zitat Narbennarr;24168796
da wird dem grand macho aber etwas die existenzberechtigung genommen, wenn der günstige so gut kühlt...


Die Vorteile des Grand Macho werden sich dann sicherlich bei übertakteten Prozessoren zeigen. Da wird der kleine Direct nicht mehr mithalten können. Aber massives OC ist auch nicht das Anwendungsgebiet dieses auf günstig getrimmten Kühlers.
#12
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Registriert seit: 13.10.2009

Bootsmann
Beiträge: 754
Ohne Vergleich zum "normalen" Macho ist der Test imo uninteressant... Ausreden hin oder her.:p
#13
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Registriert seit: 03.11.2006
Lübeck
Korvettenkapitän
Beiträge: 2101
Wenn ich schon einen teuren Kühler kaufe, will ich auch Flüssigmetall nutzen. Und das geht eben hier nicht.
#14
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Registriert seit: 22.11.2009
NRW
Kapitänleutnant
Beiträge: 1960
Ca. 35€ sind aber nicht "teuer". Das ist normale Mittelklasse.
#15
Registriert seit: 29.12.2007
Rhein-Sieg-Kreis
Oberbootsmann
Beiträge: 960
Zitat Gruba;24167876
Das ist es nämlich.
Für den Normalo, der "nur" einen Kühler sucht, der seine Stock-CPU ausreichend und leise runterkühlt, reicht natürlich auch so ein 35€-Macho(oder gar noch weniger). Sobald es aber daran geht, Enthusiasten zufrieden zu stellen, die ihre CPU übertakten, diese möglicherweise noch geköpft haben, oder schlicht eine CPU mit verlötetem HS benutzen, wird sich keiner mit so einer halbgaren Sparmaßnahme zufrieden geben.


Naja, mein ehemaliger i5 @4,4 ghz war auch geköpft. Ich hatte einen Macho HR02 drauf und konnte die CPU ausreichend und vor allem leise kühlen. So lange Lautstärke und Leistung in einem guten Verhältnis stehen und die Optik oder das Gefühl etwas "Minderwertiges/günstiges" verbaut zu haben, einen selbst gedanklich nicht blockieren, ist das doch absolut in Ordnung.

Und wir reden hier wie auch beim Macho HR02 von verhältnismässig günstigen Kühlern. Da ist Preis/Leistung meiner Meinung nach absolut in ordnung.
Das Haltesystem mit dem langen Schraubenzieher sowie die generell sehr gute Verarbeitung haben mich vom hr02 absolut überzeugt.

Hätte ich nicht eine günstige Möglichkeit gehabt meine CPU mit in meinen Wasserkreislauf zu integrieren, würde ich immernoch gemeinsame Wege mit dem Macho gehen.

Ein Enthusiast zeichnet sich nicht nur darüber aus das er gerne viel Geld/Arbeit in sein Hobby steckt, sondern manchmal auch um aus dem Minimalsten das Maximale raus zu holen. Und wenn ich meine CPU Köpfe hat das ja nicht immer den Hintergrund den absolut maximalen Takt raus zu kitzeln. Es eröffnet einfach die Möglichkeit die CPU auf meine Bedürfnisse anzupassen. Etwas mehr takt, dafür weniger vcore, Hitze und Lautstärke. Entsprechende Chipgüte vorrausgesetzt.

Denn ehrlich, wenn der Sweetspot überschritten ist und man unmengen an Vcore für 200Mhz mehr drauf packen muss, die kaum bis gar nicht merkbar sind, schalten die Meisten sowieso zurück und suchen sich Ihre persönliche Verhältnismässigkeit.

Derzeit habe ich einen i7 @4,5 welcher aber auch bei 5ghz läuft. Nur mit unmengen mehr Vcore was die Sache für mich wieder uninteressant macht.

Gruß Marc
#16
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Registriert seit: 22.11.2009
NRW
Kapitänleutnant
Beiträge: 1960
Der HR02 hat aber auch eine Bodenplatte. Darum geht es ja. Dass HDT bei noch kleinerer Kontaktfläche und OC hinderlich ist. Es geht nicht per se um günstige Kühler, sondern um die Sparmaßnahme die Bodenplatte wegzulassen. ;)
#17
Registriert seit: 10.04.2015

Matrose
Beiträge: 2
You are monitoring CPU and air temp based on "Recorded are the temperatures over the entire period with the log function of the tools CoreTemp, wherein the arithmetic mean of the maximum temperature reached taken in our diagrams (less any difference to the normalized room temperature." To me this gives us a comparison of how your entire sytem performss with different coolers, not a comparison of how the coolers perform on their own merit. In order to compare the coolers we need to know the temperature of air entering the cooler, not the temperature of air entering the case. My experience is the air entering the case is usually cooler than the air entering the cooler. Sometimes as little as 2-3c warmer, often 8-15c warmer, and sometimes 15-20c warmer. While cooler intake air temp to CPU is not a constant 1:1 ratio, it is close to 1:1. This means if room stays at 21c and air going into cooler changes 5c, the CPU will be approximaely 5c hotter based on system intake air temperature than cooler intake air temp. Again, this is system performance comparison with different coolers, not a comparison of cooler performance.
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