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SilverStone Tundra TD02-E im Test

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Seite 11: Fazit

Abschließenden kommen wir nun also zu einem Fazit zu unserem heutigen Testkandidaten, der Tundra TD02-E aus dem Hause SilverStone.

Sowohl bezüglich der Verarbeitung, der durchaus komfortablen Montage sowie dem zahlreichen Zubehör, den neuen Designkonzepten und Ideen gibt es keinerlei Anlass zur Kritik. SilverStone versucht sich von der Masse an Produkten im Segment der AiO-Wasserkühler abzusetzen und in Eigenfertigung neue Wege zu beschreiten.

Dies gelingt leider in der Praxis nur bedingt. Während das Zubehör und das Design der Tundra TD02-E eine sehr flexible und einfache Montage erlauben, so könnte die Kühlleistung in der Praxis gern noch etwas besser ausfallen. Zwar hat die SilverStone Tundra TD02-E in keinem der Testszenarien - abgesehen von den semi-passiven Tests, an der bisher alle AiO-Wasserkühler scheiterten - Probleme damit unseren hitzigen Achtkerner Xeon E5 2678W auf Temperatur zu halten. Dennoch lässt sich beim direkten Vergleich mit der, teils deutlich billigeren, Konkurrenz eine gewisse Ernüchterung nicht leugnen, denn über einen Platz im oberen Mittelfeld kommt die SilverStone Tundra TD02-E leider in keinem der Testszenarien hinaus.

Wie schon im Vorfeld bei ähnlichen Kühlsystemen festgestellt, ist auch die SilverStone Tundra TD02-E sehr von einer hohen Förderleistung der Lüfter abhängig. Dementsprechend fühlt sich die SilverStone Tundra TD02-E auch im Testszenario mit voller Drehzahl der Lüfter am wohlsten. Dieses Testszenario zählt aber logischerweise, dank einer Drehzahl von 2.575 Umdrehungen pro Minute, zu den lautesten und ist somit nur für Nutzer eine Option, die entweder mit geschlossenen Kopfhörern vor dem Rechner sitzen oder generell sehr unempfindlich gegenüber höherer Lautstärken sind.

Zu guter Letzt gilt es zu betonen dass unsere Testumgebung, bestehend aus einem großen Gehäuse mit langsam drehenden Gehäuselüftern, aber auch nicht ideal für eine Wasserkühlung zu sein scheint, da die warme Luft, die rund um den CPU Sockel entsteht, nicht richtig aus dem Gehäuse befördert wird und somit die beiden Lüfter der All-in-One-Wasserkühlung auch noch als Gehäuselüfter agieren müssen. In Gehäusen mit einer stärkeren Belüftung (und insbesondere auch in einer offenen Testumgebung) ist es durchaus möglich, dass die SilverStone Tundra TD02-E noch mehr glänzen und einen größeren Vorsprung gerade gegenüber den Konkurrenten aus dem Luftkühlersegment herausarbeiten kann.

Eine Kaufempfehlung betreffend sollte, angesichts des mit den hohen Drehzahlen verbundenen hohen Geräuschpegels und den damit dennoch eher durchschnittlichen Temperaturen individuell hinterfragt werden, ob das heimische Setup nicht doch Platz für einen Luftkühler bietet, der eine ähnliche Leistung meist erheblich leiser und oft auch noch deutlich billiger bereitstellen kann. 

Alternativen gibt es, je nach vorhandenem Platz und zur Verfügung stehenden monetären Mitteln, zum Beispiel in Form des Klassikers Noctua NH-D14 für ca. 68 Euro, des leisen und kühlen be quiet! Dark Rock Pro 3 für 66,47 Euro, des neuen Noctua NH-D15 für 89,90 Euro oder auch der Thermalright Silver Arrow IB-E für 62,61 Euro. Weitere Alternativen sind diverse leistungsstarken Single-Tower Kühlern, wie der Scythe Ashura für nur 37 Euro oder der Alpenföhn Himalaya 2 für 48 Euro.

Sind explizit nur AiO-Wasserkühler eine Option, empfiehlt sich der Blick auf Modelle mit größeren 240-mm- oder sogar 280-mm-Radiatoren, wie zum Beispiel der Corsair H100i für 93,79 Euro oder der von uns getestete Corsair H110 für 99,87 Euro bzw. Corsair H105 für 121,60 Euro.

Positive Aspekte der SilverStone Tundra TD02-E:

  • Gute Verarbeitung und umfangreiches Zubehör
  • Komfortable Montage
  • Leise Serienlüfter und relative leise Pumpeneinheit
  • 5 Jahre Garantie

Negative Aspekte der SilverStone Tundra TD02-E:

  • Abfallende Leistung bei niedrigen und mittleren Drehzahlen
  • Leistung der Serienlüfter könnte besser sein