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Scythe Mugen MAX im Test

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Seite 3: Detailbetrachtung Scythe Mugen MAX, Teil 2

Der Scythe Mugen MAX ist ein Tower-Kühler, der mit einer Größe von 14,5 cm (B) x 16,1 cm (H) x 11,1 cm (T) und konkurriert daher mit Kühlern gleicher Bauart und Größe, wie z.B. dem Raijintek EreBoss oder dem Thermalright HR-02 Macho. Wie auch seine Konkurrenten verfügt der Mugen MAX über ein asymmetrisches Design, das den Großteil des Kühlers etwas nach Hinten rückt, damit so eine bestmögliche Kompatibilität gewährleistet wird und eine Überdeckung der Speicherslots, auch mit montiertem Lüfter, verhindert wird.

Konstruktionsbedingt gilt dies bei LGA2011-Mainboards, wie dem bei uns eingesetztem System, nicht für alle Speicherbänke gegeben und eine teilweise Überdeckung der hinteren Speicherslots ist leider gegeben.

Der oberste PCI-Express Steckplatz auf ATX-Mainboards bleibt, zumindest auf unserem eingesetzten Mainboard, ebenfalls nutzbar und auch ein oft problematisches Überragen des Mainboard nach Oben hin hinaus konnte nicht festgestellt werden.

Der Scythe Mugen MAX in Seitenlage

Im Vergleich zum kleineren Bruder, dem Mugen 4, verfügt der Mugen MAX über eine ähnliche, aber verbesserte Lamellenstruktur. Beim Mugen MAX wurde der Lamellenabstand etwas erhöht umso den Strömungswiderstand des Luftstromes zu verringern und so die Kühlleistung, gerade im unteren Drehzahlbereich, zu steigern.

2,6 mm breiter Lamellenabstand

Die Bodenplatte des Kühlers, also die Kontaktfläche zur CPU, wurde sauber hochglanzvernickelt, besitzt eine leicht konvexe Form und ermöglicht so einen höheren Anpressdruck auf die CPU, der unter Umständen eine bessere Kühlleistung ermöglicht (je nach Form und Variante des Heatspreaders der CPU).

Boden und Heatpipes des Mugen MAX

Der Mugen MAX verfügt über sechs asymmetrisch angeordnete Sechs-Millimeter-Heatpipes, die die gesamte Radiatorfläche des Kühlers durchlaufen. Alle Heatpipes sind sauber in den Boden des Kühlers eingearbeitet und mit der Grundplatte verlötet worden – hier gibt es keinerlei Anlass zur Kritik. Auch der Boden des Kühlers wurde sauber vernickelt und es sind keinerlei Verschmutzungen oder Unebenheiten festzustellen.

Asymetrische Anordnung der Heatpipes

Der Radiator selbst besteht aus 40 (respektive 39 ohne das Top-Finish) Aluminiumlamellen mit 2,6 mm Innenabstand zueinander. Dieser großzügige Innenabstand soll verhindern, dass der Kühlerkörper von einem förderstarken Lüfter mit einem hohen Luftdruck abhängig ist, wie es bei engmaschigeren Lamellen oft der Fall ist. In Einklang mit dieser Feststellung gibt Scythe an, dass der Kühlkörper des Mugen MAX gerade für den niedrigeren Drehzahlbereich des Lüfters optimiert worden ist.

Weiterhin besitzt der Kühlkörper auf den jeweiligen Seiten des Turms kleine Einkerbungen, in denen sich die Klammern zur Befestigung der Lüfter seitlich einhängen lassen. 

Top-Finishing und Abschluß der Heatpipes

Die Kühlfinnen des Kühlkörpers wurden durchgehend sauber entgratet und es waren im Test nur an den beiden langen Seiten, an den Enden der jeweiligen Lamellen, ein paar absichtlich so gefertigte scharfe Zacken des Radiators zu bemerken. Ein Ausüben eines zu hohen Druckes beim Greifen des Kühlkörpers sollte so besser vermieden werden.

Bei unserem Sample konnten wir keinerlei Herstellungsfehler erkennen und die Verarbeitungsqualität des Kühlers ist auf einem exzellenten Niveau.

Auf der Oberseite des Kühlerbodens hat Scythe weiterhin einige kleine Lamellen angebracht, um die Kühlfläche etwas zu vergrößern und den ohnehin vorhandenen Platz nicht gänzlich ungenützt zu lassen.

Die Montage des Kühlers gelingt geübten Händen in wenigen Minuten und ist insgesamt recht komfortabel. Es gelang uns den Kühler zu montieren, ohne das Mainboard dafür extra vorher aus dem Gehäuse entfernen zu müssen. Auch die Montage bei sonstigen Intel- oder AMD-Systemen sollte möglich sein, ohne das Mainboard ausbauen zu müssen, falls das Gehäuse über eine entsprechend große Aussparung auf der Rückseite des Mainboardtrays verfügt.

Seitenprofil des Kühlers

Zunächst werden, wie bei der Montage auf Sockel 2011 in der Regel üblich, die mitgelieferten Bolzen in die Gewinde des Sockels geschraubt. Auf diese werden dann die beiden Montagestege gelegt und mit vier kleinen Schrauben befestigt.

Als nächsten Montageschritt gilt es den Kühler auf der CPU zu platzieren, ihn in Position zu bringen und dann letztendlich mit Hilfe der Montageschiene, die quer über der Bodenplatte des Kühlers liegt, mit den beiden Montagestegen zu verschrauben.

Dies gelingt auf der einen Seite der Montageschiene sehr einfach, da die den RAM-Slot zugewandten Seite sehr einfach und offen zugänglich ist. Die andere Seite der Schiene ist aber, aufgrund des asymetrischen Aufbaus des Kühlkörpers, nicht direkt erreichbar und die Schraube lässt sich nur über ein vertikales Loch im Kühlkörper selbst von oben her erreichen. Dies ist allerdings nur mit einem Schraubenzieher mit sehr langem und dünnem Schaft möglich – dieser liegt dem Zubehör allerdings leider nicht bei und sollte daher vorhanden sein, ansonsten ist die Montage des Kühlers nur schwerlich möglich.

Die Konkurrenz, in Form von Thermalright oder Rajintek, legt ihren Kühlern dieser Bauart praktischerweise einen solchen Schraubenzieher gleich bei.

Weiterhin sei angemerkt, dass es etwas komfortabler wäre, wenn die Montageschiene direkt am Kühler selbst zu befestigen wäre – und somit nicht während der Montage, bzw. des Versuchs diese mit den Montagestegen zu schrauben, verrutschen könnte. Ein Wechsel der CPU ist, trotz dieses Kritikpunktes, in wenigen Minuten problemlos und bequem möglich.

Das Einhängen der Lüfter in die mitgelieferten Klammern gelingt dagegen, trotz fehlenden Clips die Klammern und Lüfter zu einer festen Einheit machen würden, relativ einfach und problemlos.   

Der Scythe Mugen MAX hinterlässt abschließend betrachtet einen positiven und durchdachten Ersteindruck. Die Verarbeitung des Kühlers selbst sowie auch die des Zubehörs geht absolut in Ordnung und auch die versprochene Kompatibilität scheint, bis auf die hinteren Ram Bänke des Sockel LGA2011, absolut gegeben zu sein. Man darf also zu Recht darauf gespannt sein, ob sich unser positiver Ersteindruck auch in der Praxis bestätigen wird.

Weitere Impressionen des Mugen MAX finden sich wie gewohnt in unserer Fotostrecke.

 

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Kommentare (10)

#1
Registriert seit: 09.03.2008
Schweinfurt
Oberstabsgefreiter
Beiträge: 434
Kann der Kühler auf AMD Sockel, in meinem Fall FM2+, 90° gedreht werden?
#2
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Registriert seit: 20.04.2010

Leutnant zur See
Beiträge: 1166
Wieso schreibt ihr dauernd asynchron? Es müsste asymmetrisch heißen.
#3
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Registriert seit: 29.08.2008

Oberleutnant zur See
Beiträge: 1438
"In den Handel verfügbar ist..."

An dieser Stelle müsste es "Im Handel..." heißen.
#4
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Registriert seit: 26.10.2003
in Trauer um den LTDW * 17.02.2003, 19:41 † 26.10.2004, 18:08
Moderator
Samurai Champloo
Sir Walk-a-lot
Der mit dem Feuer spielt...
Beiträge: 12238
Pendant zum Macho mit schönerem Finish... find ich angemessen :)
#5
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Registriert seit: 30.11.2013
Berlin
Oberbootsmann
Beiträge: 826
sind die scythe kuehler eigentlich immer noch so ekelhaft scharf? hab mir mit dem mugen damals auf ner lan so krass in den finger geschnitten... und wenn ich bei dem MAX die spitzen dazu noch sehe *AUA*
#6
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Registriert seit: 21.07.2011
Essen
Hauptgefreiter
Beiträge: 208
Zitat Numrollen;22851761
Kann der Kühler auf AMD Sockel, in meinem Fall FM2+, 90° gedreht werden?


Nein bedingt durch den lochabstand und den beiligenden schienen leider nicht.

Zitat billab;22852413
sind die scythe kuehler eigentlich immer noch so ekelhaft scharf? hab mir mit dem mugen damals auf ner lan so krass in den finger geschnitten... und wenn ich bei dem MAX die spitzen dazu noch sehe *AUA*


nein ist er nicht mehr... die lamellen sind wesentlich gerundeter und die lüfterklammern sitzen auch nicht mehr so streng wie beim Mugen 4 was es auch noch als positiv zu erwähnen gilt.



der Mugen Max ist das endlich erhöhrte Gebet wenn es um die Kombination großer Kühlkörper und trotzdem völlig freien platz der Rambänke für Arbeistspeicher mit hohen Heatspreader geht.
die montage ist wesentlich schlechter bedingt durch die bauart im vergleich zum mugen 4... ein langer schrauben zieher ist nicht pflicht wenn es um die montage geht... der beigelieferte schlüssel reicht aus wenn man die Schraube vorher leicht mit der Hand festdreht. (Hausaufgaben nicht gemacht HWLuxx)

hab das ding jetzt schon gut 40 mal verbaut und trotz der mühsehligen Montage ist es gerade für Ramkits mit enormen Heatspreadern die wilkommene Alternative zum Mugen 4.
#7
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Registriert seit: 18.01.2013

Oberstabsgefreiter
Beiträge: 446
Da bin ich doch froh über meinen Brocken 2. Der kommt laut diesem Test fast immer besser weg trotz günstigerem Preis.
#8
Registriert seit: 11.03.2007

Moderator/Redakteur
Beiträge: 13936
Zitat billab;22852413
sind die scythe kuehler eigentlich immer noch so ekelhaft scharf? hab mir mit dem mugen damals auf ner lan so krass in den finger geschnitten... und wenn ich bei dem MAX die spitzen dazu noch sehe *AUA*


Der Mugen MAX ist immer noch sehr scharf, allerdings bedarf es schon eines ordentlichen Druckes, damit da wirklich etwas passieren sollte (Schnitte in der Haut oder ähnliches). Hatte im Test dazu ja auch ein paar Worte darüber verloren (sollte im Teil 2 der Detailbetrachtung zu finden sein).

Zitat Morrich;22852093
"In den Handel verfügbar ist..."

An dieser Stelle müsste es "Im Handel..." heißen.


Danke, ist verbessert. Da stand ursprünglich mal "In den Handel kam...", daher das Textfragment ^^

Zitat HardwareHotte;22851969
Wieso schreibt ihr dauernd asynchron? Es müsste asymmetrisch heißen.


In der Tat, auch besten Dank an dich! Habe parallel zum Schreiben des Tests viel mit asynchronen Timings/Intervallen zu tun gehabt, daher war ich da wohl geistig kurz etwas neben der Spur :eek:
#9
customavatars/avatar157503_1.gif
Registriert seit: 23.06.2011

Kapitänleutnant
Beiträge: 1852
Ich bin mit den Mugen seit Jahren zu frieden, meine x5650 werden im idle um die 28°c unter Last gerade um die 54°c warm, dabei sind die Scythe gering zu hören, mfg
#10
Registriert seit: 25.08.2014

Matrose
Beiträge: 2
Bei meinem Mugen war der Lüfter nach ca. 3 Monaten kaputt, da scheint man wohl zu sparen. ansonsten ist der Mugen echt gut. Einschicken lohnte sich natürlich nicht. Hab mir dann nen Enermax UCTB12P T.B. Silence PWM 120mm Batwing-Lüfter mit HALO-Rahmen gekauft um diesen auf den Mugen zu montieren. Temperatur seit dem noch besser und das ding ist so unglaublich leise dass ich es garnicht vermisse meine Wasserkühlung in den Keller verfrachtet zu haben.
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