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Thermaltake Frio Extreme Silent 14 Dual im Test

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Seite 3: Detailbetrachtung Thermaltake Frio Extreme Silent 14 Dual, Teil 2

Der Thermaltake Frio Extreme Silent 14 Dual ist ein Twin-Tower-Kühler, der sich mit einer Größe von 15,1 cm (B) x 16,0 cm (H) x 14,8 cm (T) in den gewohnten Dimensionen befindet, aber doch ein kleines Stück kleiner ist, als so mancher Konkurrent. Im Betrieb mit beiden montierten Lüftern wird es definitiv zu Kollisionen mit etwaigen ausladenden RAM-Kühlkörpern kommen, denn der vordere montierte Lüfter überragt die RAM-Slots komplett. Doch dazu an späterer Stelle mehr. Die Höhe von 16,0 Zentimetern ist allerdings nicht übermäßig ausladend und sollte bei durchschnittlich großen Towern zu keinerlei Kompatibilitätsproblemen führen. Hier gilt, wie so häufig, im Vorfeld einmal nachzumessen bzw. sich über die räumlichen Gegebenheiten im eigenen Tower klar zu werden.

Der Frio Extreme Silent 14 Dual in Seitenlage

Die Bodenplatte des Kühlers, also die Kontaktfläche zur CPU, wurde sauber vernickelt, besitzt eine leicht konvexe Form und ermöglicht so einen höheren Anpressdruck auf die CPU, der unter Umständen eine bessere Kühlleistung ermöglicht (je nach Form und Variante des Heatspreaders der CPU).

Boden und Heatpipes des Frio Extreme Silent 14

Der Frio Extreme Silent 14 Dual verfügt, wie auch der Noctua NH-D14, über sechs symmetrisch angeordnete Sechs-Millimeter-Heatpipes, die die gesamte Radiatorfläche des Kühlers durchlaufen.

Alle Heatpipes sind sauber in den Boden des Kühlers eingearbeitet – hier gibt es also keinerlei Anlass zur Kritik. Auch der Boden des Kühlers wurde größtenteils sauber vernickelt, lediglich an den seitlichen Rändern sind kleinere Kleckse zu sehen. Die Unterseite des Kühlerbodens ist davon aber nicht betroffen und dort sind keinerlei Verschmutzungen oder Unebenheiten festzustellen.

Kleine Unsauberkeiten an der Seite des Kühlerbodens

Alle Heatpipes sind sauber in den Boden des Kühlers eingearbeitet – hier gibt es, wie auch schon beim Vorgänger, keinerlei Anlass zur Kritik. Auch der Boden des Kühlers wurde sauber vernickelt und es sind keinerlei Verschmutzungen oder Unebenheiten festzustellen.

Der Radiator selbst besteht aus ganzen 45 (respektive 44 ohne das Top-Finish) Aluminiumlamellen mit 2 mm Innenabstand zueinander. Dieser relativ enge Lamellenabstand gibt schon einen ersten Aufschluss darüber, dass der Kühlkörper für den Betrieb mit förderstarken Lüftern optimiert wurde und wohl seine Stärken auch nur mit solchen entfaltet werden können. Von diesen 45 Lamellen sind die sieben untersten Lamellen deutlich nach hinten eingerückt, um so RAM-Kits mit größeren Kühlern etwas Freiraum nach oben hin zu gewähren und so die Kompatibilität zu diversen OC Kits massiv zu erhöhen. Voraussetzung ist hierbei natürlich, dass der Noctua NH-D15 mit nur einem Lüfter betrieben wird und der vordere Lüfter außen vor bleibt. Weiterhin besitzt der Kühlkörper jeweils vier Einkerbungen, in denen die Klammern zur Montage der Lüfter einrasten können und die feste und einfache Montage der Lüfter ermöglichen. 

Die Kühlfinnen des Kühlkörpers wurden durchgehend sauber entgratet und es wurden im Test keinerlei übermäßig scharfen Kanten oder Ecken gefunden, an denen sich der Nutzer eventuell verletzen könnte. Bei unserem Sample konnten wir keinerlei Herstellungsfehler erkennen und die  Verarbeitungsqualität des Kühlers ist auf einem exzellenten Niveau.

Top-Finishing und Abschluß der Heatpipes

Die Montage des Kühlers erinnert sehr an das System, das man von Thermaltake-Kühlern schon kennt. Sie gelingt in wenigen Minuten und ist, abgesehen von ein paar kleinen Hürden, als insgesamt noch komfortabel zu bewerten. Es gelang uns den Kühler zu montieren, ohne das Mainboard dafür extra vorher aus dem Gehäuse entfernen zu müssen. Auch die Montage bei sonstigen Intel- oder AMD-Systemen sollte möglich sein, ohne das Mainboard ausbauen zu müssen, falls das Gehäuse über eine entsprechend große Aussparung im Bereich des Mainboardtrays verfügt.

Seitenansicht des Kühlerbodens

Zunächst müssen die vier Klammern, zur späteren Montage der Lüfter, eingehängt werden. Berücksichtigt man diese Reihenfolge nicht, erschwert sich die Montage an späterer Stelle ungemein bzw. ist sogar unmöglich, da evtl. ausladende passive Kühlkörper des Mainboards (z.B. für die Spannungswandler) im Weg stehen. Im Anschluss werden vier Muttern auf die Gewinden des Sockels gelegt, auf diese der Montagerahmen gelegt und anschließend mit den Schrauben mit der Bezeichnung „H“ verschraubt. 

Als nächsten Montageschritt platzierten wir den Kühler mit der Montageschiene auf der CPU und brachten diese in Position, sodass der Kühler mit den zwei Schrauben der Montageschiene mit der Montageplatte verschraubt werden konnte. Dies gelang allerdings nur unter größerer Mühe und als Kritikpunkt sei angemerkt, dass es deutlich komfortabler wäre, wenn die Montageschiene direkt am Kühler selbst zu befestigen wäre – und somit nicht während der Montage andauernd verrutschen könnte. In einem letzten Schritt werden noch die Lüfter in den Klammern eingehängt. Ein Wechsel der CPU ist so dennoch in wenigen Minuten möglich, erfordert aber minimal mehr Aufwand, als das bei einigen Konkurrenzprodukten der Fall ist.

Ein weiterer Kritikpunkt bei der Montage ist, dass der Kühler trotz maximal angezogener Schrauben, auch im montierten Zustand noch leicht zu bewegen ist und somit auf der CPU herumrutscht. Dies merkt man insbesondere bei der Montage der Lüfter recht deutlich.

Alles in allem hinterlässt der Frio Extreme Silent 14 Dual einen gemischten Ersteindruck. Es bleibt also abzuwarten, wie die weiteren Testergebnisse aussehen werden und wie es um die Leistung des Boliden bestimmt ist.

Weitere Impressionen des Frio Extreme Silent 14 finden sich wie üblich in unserer Fotostrecke.