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Alpenföhn Himalaya 2 im Test

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Seite 3: Detailbetrachtung Alpenföhn Himalaya 2, Teil 2

Der Himalaya 2 ist ein recht schmaler Tower-Kühler, der aufgrund seiner Form eine hohe Kompatibilität zu RAM-Kits mit hohen Heatspreadern besitzt. Mit einer Größe von 14,6 cm (B) x 17,0 cm (H) x 5,6 cm (T) sollte es auch mit montiertem Lüfter zu keiner Kollision mit etwaigen ausladenden RAM-Kühlkörpern kommen. Lediglich die mit 17 Zentimetern doch recht üppig ausfallende Höhe könnte in einigen Towern zu Kompatibilitätsproblemen führen. Hier dürfte es sehr hilfreich sein, im Vorfeld einmal nachzumessen bzw. sich über die räumlichen Gegebenheiten im eigenen Tower klar zu werden.

Alpenföhn Himalaya 2 in Seitenlage

Die Bodenplatte des Kühlers, also die Kontaktfläche zur CPU, besitzt eine leicht konvexe Form und ermöglicht so einen höheren Anpressdruck auf die CPU, der unter Umständen eine bessere Kühlleistung ermöglicht (je nach Form und Variante des Heatspreaders der CPU).

Im Vergleich zum Vorgänger wurden, um die effektive Kühlfläche so gut wie möglich zu vergrößern, extra ein Kühlkörper bzw. ein paar Lamellen auf der Oberseite der Bodenplatte angebracht.

Lamellen auf der Oberseite der Bodenplatte sorgen für extra Kühlleistung

Der Alpenföhn Himalaya 2 verfügt über sechs Sechs-Millimeter-Heatpipe, die die gesamte Radiatorfläche des Kühlers durchlaufen. Alle Heatpipes sind sauber in den Boden des Kühlers eingearbeitet – hier gibt es keinerlei Anlass zur Kritik. Auf der Boden des Kühlers wurde sauber vernickelt und es sind keinerlei Verschmutzungen oder Unebenheiten festzustellen.

Boden und Heatpipes des Himalaya 2

Der Radiator selbst besteht aus ganzen 55 (respektive 54 ohne das Top-Finish) Aluminiumlamellen mit 2 mm Innenabstand zueinander. Dieser relativ großzügige und im Gegensatz zum Vorgänger 0,2 mm größere Abstand soll verhindern, dass der Kühlerkörper von einem förderstarken Lüfter mit einem hohen Luftdruck abhängig ist, wie es bei engmaschigeren Lamellen oft der Fall ist.

Die untersten fünf Lamellen sind dabei nicht in voller Größe gefertigt worden und schließen den eigentlichen Radiator nach unten hin ab, um den bisher ungenutzten Platz zwischen dem eigentlichen Radiator sowie dem Boden des Kühlkörpers möglichst effektiv auszunutzen.

Die Lamellen verfügen an ihren langen Seiten über drei Zacken, die abwechselnd in Fünferblöcken nach außen und nach innen ragen. Dieses Muster ändert sich beim Alpenföhn Himalaya 2 nun, im Gegensatz zu seinem Vorgänger, nach vier anstatt fünf Lamellen. Weiterhin besitzt der Kühlkörper jeweils zwei Einkerbungen, die die Montage des Lüfters bzw. zweier Lüfter mit den beiliegenden Klammern auf beiden Seiten ermöglichen.

Die Kühlfinnen des Kühlkörpers wurden durchgehend sauber entgratet und es wurden im Test keinerlei übermäßig scharfen Kanten oder Ecken gefunden, an denen sich der Nutzer eventuell verletzen könnte. Bei unserem Sample konnten wir keinerlei Herstellungsfehler erkennen und die  Verarbeitungsqualität des Kühlers ist auf einem exzellenten Niveau.

Nahaufname des Top-Finishing und dem Abschluß der Heatpipes

Bezüglich RAM-Kompatibilität sei erwähnt, dass es bauartbedingt bei einem schmalen Tower-Kühler auch mit montiertem Lüfter zu keinerlei Problemen in beide Richtungen kommen sollte.

Ein Überragen der RAM-Slots konnten wir bei unserem Testsystem nicht feststellen – der Himalaya 2 ist also auch zu RAM-Kits mit sehr hohen Heatspreadern kompatibel. Allerdings lässt sich das Überragen des ersten, am nächsten zum Sockel befindlichen RAM-Slots, bei manchen Mainboards kleinerer Bauart nicht ausschließen. Dort können dann unter Umständen nur Kits mit einer Höhe von bis zu 38 mm eingesetzt werden.

Seitenansicht des Kühlkörpers

Die Montage des Kühlers gelingt geübten Händen in wenigen Minuten und ist alles in allem durchaus komfortabel. Weiterhin gelang es uns den Kühler zu montieren, ohne das Mainboard dafür extra aus dem Case entfernen zu müssen. Zunächst werden, wie bei der Montage auf Sockel 2011 üblich, die mitgelieferten Bolzen in die Gewinde des Sockels geschraubt. Auf diesen werden daraufhin die zwei Intel Montagestege gelegt, welche von jeweils zwei Daumenschrauben in Position gehalten werden.

Als letzten Montageschritt platzierten wir den Kühler sowie die Montageschiene auf der CPU, bis die Montageschiene an den zwei Schrauben der Montagestege „andockte“ und festgeschraubt werden konnte. Als kleiner Kritikpunkt sei angemerkt, dass es komfortabler und einfacher wäre, wenn sich die Montageschiene am Kühlkörper selbst festmachen ließe – denn in der Praxis brauchten wir einige Versuche, bis die Montageschiene perfekt positioniert war, nicht mehr verrutschte und sich dann schließlich auf den Montagestegen verschrauben ließ. 

Ein Wechsel der CPU ist aber, trotz dieses kleinen Kritikpunktes, spielend in wenigen Minuten möglich. 

Nachdem der Kühlkörper fest auf dem Mainboard angebracht wurde, wird in einem letzten Schritt noch der Lüfter mit den beiliegenden Bügeln am
Kühlkörper befestigt. Zu bemerken ist dabei, dass die Klammern nur bei solchen 140-mm-Lüftern passen, die wie der WingBoost 2 auch 120-mm-Löcher besitzen – andernfalls kann nur ein 120-mm-Lüfter genutzt werden, sollte es gewünscht werden den mitgelieferten Lüfter durch ein anderweitiges Exemplar zu ersetzen.

Alles in allem hinterlässt der Himalaya 2 also einen recht runden Ersteindruck, so dass wir uns nun gespannt den Messungen und Testresultaten widmen können. Weitere Impressionen des Alpenföhn Himalaya 2 finden sich wie gewohnt in unserer Fotostrecke.