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be quiet! Dark Rock Pro 3 im Test

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Seite 3: Detailbetrachtung be quiet! Dark Rock Pro 3, Teil 2

Beim Dark Rock Pro 3 handelt es sich um einen Twin-Tower-Kühler, dessen Ähnlichkeit und Verwandtschaft zur "Dark Rock"-Serie nicht zu leugnen ist. Allerdings fällt die Größe des Dark Rock Pro 3 mit 14,3 cm (L) x 13,4 cm (B) x 16,3 cm (H) etwas kleiner als die des Vorgängers aus. Diese Anpassung der Größe soll die Kompatibilität zu kleineren Gehäusen - ein Wunsch den die Community laut be quiet! oft geäußert hat - erhöhen.

be quiet! Dark Rock Pro 3 in Seitenlage

Die Bodenplatte des Kühlers, also die Kontaktfläche zur CPU, besitzt eine ebene Form und besteht, genau wie die Heatpipes, aus dunkel vernickeltem Kupfer. Damit durch die reduzierte Größe keine Kühlfläche - und somit Leistung - verloren geht, wurden dafür extra ein Kühlkörper bzw. ein paar Lamellen auf der Oberseite der Bodenplatte angebracht.

Lamellen auf der Oberseite der Bodenplatte sorgen für extra Kühlleistung

Der Dark Rock Pro 3 verfügt über ganze sieben Sechs-Millimeter-Heatpipe, die die gesamte Radiatorfläche des Kühlers durchlaufen und mit edel aussehenden Aluminiumkappen sauber abgeschlossen sind. Alle Heatpipes sind sauber in den Boden des Kühlers eingearbeitet – hier gibt es keinerlei Anlass zur Kritik. Abgeschlossen wird der Radiator durch ein schwarz eloxiertes, aus gebürstetem Vollaluminium gefertigtes Top-Cover.

Boden und Heatpipes des be quiet! Dark Rock Pro 3

Der Radiator selbst besteht aus 42 Aluminium-Lamellen mit einem großzügigen Innenabstand von 2,2 mm zueinander. Dies ist ein relativ großer Abstand und soll verhindern, dass der Kühlerkörper von förderstarken Lüftern mit einem hohen Luftdruck abhängig ist, wie es bei engmaschigeren Lamellen oft der Fall ist.  In die Ränder des Kühlkörpers hat be quiet! jeweils zwei Gummistreifen eingearbeitet, die für eine Isolierung der Lüfter sorgen und somit verhindern sollen, dass die Vibrationen der Lüfter an den Kühlkörper weitergegeben werden, was zu einer unschönen Geräuschcharakteristik führen kann. 

Die Kühlfinnen des Kühlkörpers wurden durchgehend sauber entgratet und es wurden im Test keinerlei übermäßig scharfen Kanten oder Ecken gefunden, an denen sich der Nutzer eventuell verletzen könnte. Bei unserem Sample konnten wir keinerlei Herstellungsfehler erkennen und die  Verarbeitungsqualität des Kühlers ist auf einem exzellenten Niveau. Bezüglich Raum-Kompatibilität sei erwähnt, dass sich zwischen Kühler und Boden 39 mm Platz befinden. Dieser Abstand kann noch erhöht werden, indem der Lüfter etwas nach oben gehangen wird – was, durch die abnehmbaren Klammern, natürlich problemlos möglich ist.

Nahaufname des Top-Finishing aus schwarz eloxiertem Vollaluminium


Die Montage des Kühlers weist einige Besonderheiten auf. Zunächst werden, wie bei der Montage auf Sockel 2011 üblich, die mitgelieferten Bolzen (be quiet! nennt diese Distanzmuttern) in die Gewinde des Sockels geschraubt. Danach gilt es die beiden Montagebrücken, für Intel bzw. AMD gibt es zwei verschiedene Arten, mit zwei Schrauben am Kühlkörper zu befestigen.

Seitenansicht des Kühlkörpers

Als nächsten Montageschritt platzierten wir den Kühler mit den Montageschienen auf der CPU und brachten diese in Position, sodass die Distanzmuttern von unten durch die Löcher der Montageschienen hindurch ragten. Im nächsten Montageschritt galt es die vier beiliegenden Muttern mit dem mitgelieferten Maulschlüssels mit den Gewinden der Distanzmuttern zu verschrauben. Dieser Schritt ist, mit eingebautem Mainboard, nahezu unmöglich und erfordert in der Regel den Ausbau des Mainboards aus dem Gehäuse. In unserem Falle gelang der Einbau trotz geräumigem Big Tower nur mit größter Mühe und nur nach Ausbau der Grafikkarte, des hinteren Gehäuselüfters sowie der Ram-Kits. Ein Wechsel der CPU ist, aufgrund dieses Kritikpunktes, nur erschwert möglich und mit einigem Zeitaufwand verbunden. Da die Lüfter bereits ab Werk vormontiert sind, müssen diese nicht gesondert angebracht werden. Sollte die Lüfter doch einmal neu oder anders montiert werden wollen, geschieht dies mit den beigelegten Klammern. Obwohl diese nur am Lüfter eingehängt werden, gelingt das Befestigen ohne große Komforteinbußen – trotz fehlender Klipps bzw. fehlender Befestigung der Klammern. 

Der Dark Rock Pro 3 hinterlässt, abgesehen von der etwas umständlichen Montage, einen exzellenten Ersteindruck. Bastler, die ihre Komponenten und insbesondere die CPU sehr häufig wechseln, werden allerdings an der Montage auf Dauer definitiv verzweifeln.

Weitere Impressionen des be quiet! Dark Rock Pro 3 finden sich wie gewohnt in unserer Fotostrecke.