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Test: Gelid Solutions The Black Edition

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Seite 3: Detailbetrachtung Gelid Solutions The Black Edition, Teil 2

Sowohl die Verarbeitung des Kühlkörpers selbst als auch die des Zubehörs und der Box selbst sind wertig und können uns ohne Beanstandung überzeugen.

Wie bereits eingangs erwähnt, handelt es sich beim Kühlkörper um einen Twin-Tower Kühler, der aber die Besonderheit besitzt mit einem Slim-Lüfter ausgestattet geworden und nicht ganz symmetrisch gebaut worden zu sein.

So ist der vordere Tower etwas nach hinten versetzt worden und somit weiter von den RAM-Slots entfernt. Dadurch soll die Kompatibilität bei Arbeitsspeichern mit hohem Heatspreader trotz Twin-Tower-Layout gewährleistet bleiben, was durchaus für viele Nutzer zu begrüßen sein dürfte. Gerade die großen und potenten Kühler auf dem Markt sind leider nicht immer mit allen Heatspreadern bekannter und beliebter RAM-Riegel kompatibel. Dabei sind die Halterungen und Klammern aber so dynamisch ausgelegt und angebracht, dass auf Wunsch auch ein Lüfter mit voller 25-mm-Dicke montiert werden kann, um noch mehr Kühlleistung abzurufen.

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Der „The Black Edition“ in Seitenlage

Der Boden sowie die Heatpipes sind aus Kupfer gefertigt und äußerlich vernickelt. Allerdings besteht die Kontaktfläche zur CPU vollständig aus Kupfer, wodurch die Wärme direkt und besser an Heatpipes abgegeben werden soll.

Eine weitere Besonderheit des „The Black Edition“ ist, dass im Gegensatz zu anderen Kühlern die Heatpipes nicht wie gewöhnlich nebeneinander gelötet sind, sondern in einer gebündelten Anordnung verlötet wurden. Dies soll der Beobachtung Tribut zollen, dass bei der gewöhnlichen linearen Anordnung die äußeren Heatpipes nur spärlich bis gar nicht mehr zum Einsatz kommen. Mit der speziellen Anordnung will Gelid Solutions also die Wärme gleichmäßiger auf alle Heatpipes verteilen und so die Kühlleistung maximieren.

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Boden und Heatpipes des „The Black Edition“

Die Kühlfinnen der beiden Radiatoren wurden sauber entgratet und es wurden im Test keinerlei scharfen Kanten oder Ecken gefunden, an denen sich der Nutzer eventuell verletzen könnte. Die Heatpipes sind darüber hinaus  sauber in den Kühler eingearbeitet worden und auch hier gibt es keinen Anlass zur Kritik.

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Seitenprofil des Kühlkörpers

Die Montage des Kühlers gelingt geübten Händen in wenigen Minuten und ist alles in allem durchaus komfortabel. Weiterhin gelang es den Kühler zu montieren, ohne das Mainboard dafür extra aus dem Case entfernen zu müssen. Zunächst werden, wie bei der Montage auf Sockel 2011 üblich, die mitgelieferten Bolzen in die Gewinde des Sockels geschraubt. Auf diesen werden daraufhin die zwei Intel Montagestege gelegt, welche von jeweils zwei Daumenschrauben in Position gehalten werden.

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Frontalansicht

Als letzten Montageschritt platzierten wir den Kühler mit Querschiene auf der CPU, bis die Querschiene und die zwei Schrauben am Montagestege „andockten“ und festgeschraubt werden konnten. Zwar ist der Montagesteg, im Gegensatz zu anderen Kühlern, die wir zuletzt im Test hatten, fest auf dem Kühlkörper befestigt. Doch leider sind es in diesem Fall die Schrauben nicht und müssen somit durch die Löcher des Montagestegs geführt werden, bis diese Kontakt zum Montagesteg haben und angeschraubt werden können.

Dies ist zwar noch ein wenig komfortabler als eine lose Querschiene, jedoch zeigen andere Hersteller wie Phanteks oder Nocuta, dass es durchaus noch ein wenig besser geht, wenn die Schrauben auch schon fest fixiert sind und nur festgeschraubt werden müssen. Ein Wechsel der CPU ist trotz dieses kleineren Kritikpunktes spielend in wenigen Minuten möglich. 

Nachdem der Kühlkörper fest auf dem Mainboard angebracht wurde, werden nun in einem letzten Schritt die Lüfter befestigt. Dies geschieht, indem sie mit den beiliegenden Bügeln am Kühlkörper befestigt werden. Dabei ist anzumerken, dass die Klammern nur für 120-mm-Lüfter, wie die beiden beigelegten Serienlüfter, ausgelegt sind. Allerdings können natürlich auch 14-mm-Lüfter, die den normalen Lochabstand von 12 mm besitzen, angebracht werden.

Das Einhängen der Lüfter ist aufgrund des sehr geringen Platzes zwischen den Twin-Tower Radiatoren etwas fummelig, dafür sind die Lüfter dann aber auch sehr fest und souverän befestigt, wenn sie einmal eingehängt sind.

Abschließend lässt sich sagen, dass der „The Black Edition“ einen recht runden Ersteindruck hinterlässt, auch wenn er aufgrund seiner etwas eigenen Konstruktion und somit auch seines eigenen Aussehens erst einmal für minimale Skepsis sorgte. Umso gespannter werden wir uns nun den weiteren Messungen und Testresultaten widmen.

Weitere Impressionen des Gelid „The Black Edition“ finden sich in unserer Fotostrecke.