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80mm-Lüfter-Roundup: 32 Modelle im Test

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Seite 10: Die Standard-Modelle (2)

Titan ALU Frame Fan (TFD-A8025M12C(RB))

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Das nun folgende Trio des Herstellers Titan wird angeführt von der 80mm ALU Version, dem TFD-A8025M12C(RB). In unserem 120mm Roundup hatten wir bereits dessen großen Bruder im Test und was wir dort an Erfahrungen gesammelt haben, bestätigt auch die kleinere Ausgabe. Die Aluminiumumrahmung und der chrombeschichtete Rotor wirken sich nicht wirklich positiv auf die Kühlfähigkeiten oder andere Merkmale aus. Einen kleinen Nachteil ergibt sich durch das zusätzliche Gewicht des Rotors, dieser besteht darin, dass die mit unbeschichtetem Kunststoff erzielten Umdrehungszahlen nicht ganz erreicht werden. Dies resultiert in den unterschiedlichen Ergebnissen des ALU-Modells im Vergleich zum TFD-8025M12S. Die Entscheidung für die ALU-Edition sollte also in der Optik bestehen. Vorsicht sei jedoch hier, wie auch vor allem bei den stärkeren Gebläsen geboten, da man sich beim unabsichtlichen Kontakt des laufenden Motors mit beispielsweise einem Finger schwere Schnittwunden und Blessuren zuziehen kann. Einen mit 3000 Umdrehungen wirbelnden oder scharfkantigen chrombeschichteten Rotor, von dem Thermaltake mit 5000 UPM mal ganz abgesehen, sollte man in keinem Fall unterschätzen.

Titan LED Lüfter – (Grün und Rot)


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Neben der, von uns unter die Lupe genommenen, grünen und roten Farbversion bietet Titan seine LED-Lüfter auch in blau an. Wie bei vielen Anbieter ist die Technik innerhalb einer solchen Serie gleich, es geht lediglich darum, möglichst vielen Geschmäckern etwas zu bieten. Dementsprechend sollten die Leistungsmerkmale weitestgehend ähnlich sein, was auch in diesem Fall durch unsere Tests bestätigt wurde. Geringe Abweichungen gibt es zwar an der einen oder anderen Stelle, jedoch sind diese mit Messungenauigkeiten und Einzelstück bedingten kleineren Abweichungen begründet. Im Gegensatz zu dem Hersteller Revoltec, werden die am Rahmen befestigten LEDs bei Titan nicht über die zum Rotor laufenden Streben angesprochen. Die Leitungen werden stattdessen gesammelt mit den drei Standardkabeln zum Rahmen geführt, und von dort aus mit Hilfe eines Ringes um den Rahmen mit Strom versorgt.


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Wie auf dem Bild zu erkennen, sieht dies dann nicht ganz so sauber aus, wie bei den Revoltec Modellen, im eingebauten Betrieb ist der Ring jedoch kaum noch zu sehen. Die Leuchtkraft des Titan ist dabei nicht ganz so hell wie das der Konkurrenz, es wirkt also etwas dezenter und scheint nicht soweit über den Rahmen hinaus wie bei den Produkten anderer Anbieter. Auch hier ist jedoch darauf zu achten, dass eine Drosselung der Geschwindigkeit des Rotors, in jedem Fall mit einer Abschwächung der Leuchtstärke einhergeht. Wer also keine Beleuchtung auf Sparflamme will, sollte die Lüfter den Leistungsansprüchen entsprechend aussuchen und den standardmäßigen 12 Volt Betrieb ohne Potentiometer bevorzugen.

Verax 80251231-KT

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Kommen wir nun zu einem wahren Exoten auf dem Lüftermarkt. Wie auf dem Bild zu erkennen, setzt Verax bei seinen Produkten auf ein Turbinen ähnliches Lüftersystem. Zwar sind auch hier 7 Blätter im Einsatz, diese stehen jedoch senkrecht zum Rahmen und sind entgegen der Lautrichtung gebogen. Der Rahmen selber läuft nach hinten leicht konisch zu. Damit erreicht Verax zwar keine Luftförderrekorde, das Betriebsgeräusch ist jedoch, verglichen zum klassischen Schaufelprinzip, um einiges geringer. Die Leistungsaufnahme liegt beim diesem Modell bei lediglich 0,75 Watt und die Kühlleistung ist dementsprechend eher mittelmäßig, wie bereits erwähnt beschränkt sich der Geräuschpegel jedoch auf ein Minimum und liegt somit ungefähr in dem Bereich des leisesten Papst-Modells. Diese technologische Entwicklung lässt sich der Hersteller jedoch auch hoch bezahlen, und so liegt der Preis für einen „80251231-KT“ bei deftigen 40 €. Somit spricht Verax in erster Linie Enthusiasten, und im speziellen Fans von sehr leisen PCs an.

Levicom Ceramic Lüfter (black)

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Lediglich ein Modell schickt Levicom, seinerzeichen bekannt als Vertreiber von PC-Equipment jeder Art, auf unseren Testparcour. Das Ziel scheint hier eher die Vervollständigung der Produktpalette, als die Eroberung neuer Bereiche durch innovatives Design oder neuartige Architektur. Wer einen Blick auf der obige Bild wirft wird wissen, was mit dieser Aussage gemeint ist. Die Leistung ist ordentlich und an der Laufruhe gibt es nichts auszusetzen, durch besonders gute Verarbeitung und Qualität des Motors kann der, mit dezentem Levicom-Label beklebte Wirbler nicht glänzen. Das Kühlleistung/Lautstärkeverhältnis ist eher mittelmäßig und so kann der Neuling vergleichbare Produkte nicht wirklich hinter sich lassen. Wie beim Titan TFD-8025M12S würde auch der Levicom durch einen geringen Preis trotz der mittelmäßigen Performance attraktiv für Sparfüchse werden. Satte 10 € werden zur Zeit jedoch verlangt, gerechtfertigt wird dieser Preis durch den Einsatz eines Keramiklagers, das dem Lüfter auch seinen Namen gibt. Mit Hilfe dieses, soll die Lebensdauer auf ca. 300000 Stunden erhöht werden. Ob eine Lebensdauer von über 34 Jahren für den Standard PC-User ein Kaufargument ist, wagen wir zu bezweifeln. Zum Vergleich: bei dem 3 € teuren Modell von Titan wird die Lebensdauer mit ca. 25000 Stunden angegeben, dies sind umgerechnet knapp 3 Jahre und übersteigt damit wohl die durchschnittliche Lebensdauer eines PC-Systems.