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Innovatek aquaMatic

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Seite 5: Fan-O-Matic

An dieser Stelle fügen wir den am 18. März 2003 erschienenen Artikel über die Innovatek Fan-O-Matic ein, der auf HardwareLuxx erschienen ist. Die Fan-O-Matic ist praktisch seit diesem Datum unverändert und unterscheidet sich hier nur darin, dass sie in einem externen Gehäuse eingesetzt wird. 

Einleitung

Die Lüftersteuerung Fan-O-Matic hebt sich deutlich von den üblichen Steuerungen ab. Sie verzichtet auf Dreh-Potis und wird elektronisch geregelt. Hauptmerkmal ist aber die 2 x 20 Zeichen große LCD-Anzeige, die in dieser Kombination einmalig ist. Die Bedienung erfolgt über die rechts befindlichen Tasten oder wahlweise über die mitgelieferte Software. Der 5,25"-Einschub ist mittels Schaumstoff sicher verpackt. Im Lieferumfang befinden sich ein serielles Anschlußkabel, vier Temperatursensoren, Befestigungsschrauben und eine Software-CD.

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Mit dem geschilderten Lieferumfang wird auch offensichtlich, daß die Fan-O-Matic eine temperaturabhängige Lüftersteuerung zu bieten hat. Werfen wir also einen Blick auf die verfügbaren Anschlüsse:

Anschlüsse

An dieser Stelle müssen wir erst einmal ein Lob an Innovatek richten. Die Lüftersteuerung ist sehr hochwertig und tadellos verarbeitet. Die Stromversorgung aller angeschlossenen Lüfter erfolgt über einen direkt mit dem Netzteil verbundenen Stecker. Die Steuerung ist bis zu 12 Watt pro Fan-Anschluß belastbar und bietet damit ausreichend Reserven.

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Auf der rechten Seite befinden sich die Anschlüsse für sechs Temperatursensoren. Da ist es natürlich schade, daß Innovatek nur vier Temperatursensoren mitliefert, auch wenn diese ausreichen sollten. Links davon sind die Anschlüsse für das serielle Kabel und ein Anschluß für eine Fan-Simulation. Damit wird dem Mainboard bei Bedarf ein vorhandener CPU-Lüfter vorgegaukelt, damit ein Booten möglich ist. Bei aktuellen Mainboard's ist das aber häufig nicht mehr notwendig.

Links des Stromanschlusses sind die vier Fan-Anschlüsse angebracht. Meiner Ansicht nach hätten es auch gerne ein oder zwei Anschlüsse mehr sein dürfen. Vier Gehäuselüfter sind ja nicht mehr unüblich. Dazu der CPU-Lüfter, der längst nicht auf allen Boards temperaturgesteuert werden kann. Sicher kann man per Adapterkabel zwei Lüfter zusammenfassen. Die Drehzahlanzeige bzw. -überwachung wäre damit aber hinfällig. Die mit Switch 1 und 2 bezeichneten Anschlüsse bieten einen Relaisausgang bzw. einen 12 V Ausgang. Im Fehlerfall ist eine Abschaltung des Rechners über den Powerschalter möglich bzw. über den zusätzlichen 12 V Ausgang kann bsp. ein Summer oder zusätzliches Relais angeschlossen werden.

Kommen wir nun zum Funkionsumfang der Lüftersteuerung:

Funktionen

Mit der gebürsteten Aluminium-Blende paßt der Einschub natürlich hervorragend in unser Coolermaster ATC-410. Innovatek bietet aber auch weitere Frontblenden an, um auch anderen Gehäuse gerecht zu werden. Nach dem Einschalten des Rechners begrüßt uns das Display mit der Bezeichnung und der Versions-Nummer. Mit den vier Tasten, die ebenfalls einen hochwertigen Eindruck hinterlassen, ist eine sehr einfache Bedienung möglich.

Die Menü-Struktur läßt sich intuitiv bedienen. Mit Druck auf die Enter-Taste werden der erste der beiden oberen Menü-Punkte Monitor und Setup erreicht. Mit einem Druck auf die obere Pfeiltaste wechselt man von Monitor zum Setup.

Die jeweils darunter befindlichen Menü-Punkte erreicht man wiederum per Enter-Taste. Änderungen erzielt man mittels der Pfeiltasten. Sollen Einstellungen gespeichert werden, bestätigt man mit der Enter-Taste. In die oberen Menü-Punkte gelangt man logischerweise über die Escape-Taste. In den Monitor-Einstellungen kann man sich selbstverständlich alle Lüfter-Einstellungen und Temperaturen anzeigen lassen. Die Bezeichnungen FAN1 bzw. SENSOR1 lassen sich individuell einrichten.

Aber auch die auf dem Stromanschluß liegenden Spannungen kann man sich anzeigen lassen:

Weiteres interessantes Feature ist die Anzeige Text Display. Damit läßt sich z. B. mit LCDMax und dessen vielfältigen Möglichkeiten das Display des Fan-O-Matic ansteuern. Allerdings konnten wir während des Testverlaufes LCDMax nicht davon überzeugen, daß es sich um ein 2 x 20 Display handelt und nicht um ein 2 x 16 Display. Auch die Bearbeitung der Ini-Datei brachte nicht den gewünschten Erfolg. Evtl. wird eine spätere Version dieses Display ohne Probleme ansprechen können.

Weiter geht es mit den Setup-Strukturen:

Setup-Strukturen

Die in etwa gleiche Struktur erwartet uns auch beim Setup. Jeder einzelne Lüfter bzw. Temperatursensor läßt sich darüber ansprechen und einstellen. Bei den Lüftern läßt sich die Spannung in 0,1 V Schritten anpassen. Den Lüftern kann man auch einen Startboost von 12 V für 2 Sekunden verpassen, damit das Anlaufen des Lüfters bei sonst niedriger Spannung sichergestellt ist.

Unter dem Punkt Timeout läßt sich die Hintergrundbeleuchtung abschaltet. Bis zu 5 Minuten (im Minutentakt) kann die Beleuchtung eingeschaltet bleiben, wenn man von dieser Option gebrauch macht.

All diese Einstellungen lassen sich bei Verwendung des seriellen Kabel's auch mit der beigefügten Software erledigen:

Minimale und maximale Drehzahl, Volt-Justage mittels Plus- und Minus-Button oder Schieberegler. Hinter den Setup-Buttons verbergen sich folgende Einstellmöglichkeiten, die natürlich auch über den Einschub erreichbar sind:

Im Fan-Setup lassen sich die Einstellungen natürlich übersichtlicher und dadurch schneller vornehmen. Wichtiger Punkt bei der Fan-Kontrolle ist die richtige Eingabe des Impulsgebers des jeweiligen Lüfters, da es sonst zu falschen Anzeigen kommt. Hier wird auch die Möglichkeit deutlich, eine temperaturabhängige Lüftersteuerung einzurichten und bei Erreichen bestimmter Grenzen zu eingangs erwähnten Schaltausgänge zu aktivieren, um den Rechner abzuschalten.

Kommen wir zum Fazit :

Fazit und Empfehlungen

Die Fan-O-Matic kann durch den enormen Funktionsumfang, dem guten Design und die sehr gute Verarbeitung überzeugen. Schwächen leistet sie sich im Preis, der unserer Ansicht nach mit 170,00 € - 190,00 € je nach Anbieter eindeutig zu hoch ist. Bei diesem Preis wäre eine großzügigere Ausstattung mit z. B. sechs Temperatursensoren, Verlängerungskabeln für die 3-Pin-Molexstecker und einer passenden LCD-Software absolut wünschenswert. Ärgerlich ist dagegen die schlechte Lesbarkeit bei steilerem Blickwinkel. Die meisten Nutzer dürften ihren PC auf dem Boden stehen haben. Dabei bietet sich dann folgendes Bild:

Es wäre schön, würde Innovatek eine in diesem Punkt flexiblere LCD-Anzeige verwenden. Insgesamt betrachtet ist diese Lüftersteuerung natürlich ein Highlight, was wir mit dem folgenden Bild auch gerne unterstreichen.

Positive Eigenschaften der Innovatek Fan-O-Matic:

  • Sehr gute Verarbeitung
  • Elegantes Design
  • hoher Funktionsumfang

Negative Eigenschaften der Innovatek Fan-O-Matic:

  • hoher Preis
  • keine eigene LCD-Software wie bsp. LCDMax
  • schlechte Blickwinkelabhängigkeit

Die Fan-O-Matic ist die ideale Steuerzentrale für die aquamatic. Die Steuerbarkeit der Lüfter ermöglicht einen flüsterleisen aber dennoch ausreichend gekühlten Betrieb.