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Sechs Silent-CPU-Kühler im Test

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Seite 7: Testsystem und Testverfahren

Das Testsystem besteht aus folgenden Komponenten:
  • Intel Core 2 Quad Extreme QX6700 - B3 Stepping
  • Abit IX38 Quad GT
  • 2GB Kit Corsair DDR2-800 4-4-4-12 DHX Kühlung
  • Sapphire HD 3850 256MB
  • Samsung P120 250GB SATA II SP2504C
  • Samsung 182
  • Corsair HX520 Watt
  • Aqua Computer Aquaero LT 4
  • CoolerMaster Stacker 830
Mainboard

Warum testet man in einem geschlossenen Gehäuse? Da die Tests auf Praxistauglichkeit ausgelegt sind, ist als Testumgebung in einen handelsüblichen Gehäuse naheliegend. Natürlich haben die umgebenden Komponenten direkten Einfluss auf die Testergebnisse und gelten so nur speziell für dieses System. Dennoch sind die erzielten Relationen auf andere Systeme übertragbar. Des Weiteren können die Kühler ihre Vorteile auf Grund ihres Designs ausspielen (Towerkühler und Non-Towerkühler). Ebenfalls ein wesentlicher Nachteil eines offenen Testsystems ergibt sich aus der horizontalen ausgerichteten Testplattform, denn in Towergehäuse müssen Kühler in der Vertikalen arbeiten.

Für die Vergleichbarkeit wurden Meshgittereinsätze in den Seitenteilen, im Boden und im Deckel abgeklebt, die Be- und Entlüftung funktioniert daher über die Front und über den Lüfter im Heck.

Der aktuelle Trend bei der CPU-Architektur geht in Richtung Multicore. Aus diesem Grund ist das Herzstück des Hardwareluxx-Testsystems ein Quadcore-Prozessor aus der Intel-Core2-Produktfamilie. Mit einer TDP von 130 Watt stellt der Prozessor eine gute Basis dar, um CPU-Kühler auf ihre Tauglichkeit zu testen. Das Mainboard mit dem Intel-Chipsatz X38 verzichtet komplett auf eine aktive Kühlung und besitzt entsprechend große Kühlkörper um die Wärmeverlustleistung abzuführen. Um den Einfluss der Grafikkarte auf die Testergebnisse für alle Kühler gleich zuhalten, wird nur in der Aufwärmphase der Lüfter mit konstant 60% geregelt. Während der Tests ist die Drehgeschwindigkeit auf 30% begrenzt. Die Festplatte wurde in einer Grow Up Japan Smart Drive 2002c untergebracht, um die Ohren des Redakteurs zu schonen. Für die Gehäuserückseite kommt ein Scythe S-Flex SFF21E zum Einsatz - vor allem durch einen großen Regelbereich und einen nebengeräuschfreien Betrieb kann das Modell überzeugen. Der zweite Kompromiss für die Vergleichbarkeit fiel beim Lüfter im Netzteil. Damit dieser konstante Geschwindigkeit hat, wurde der vorhandene ebenfalls durch ein Scythe S-Flex SFF21E ersetzt und statt intern extern geregelt.

Als CPU-Lüfter werden montiert:
  • 140mm: Yate Loon D14SL
  • 120mm: Scythe S-Flex SFF21E
  •   92mm: Noiseblocker BlackSilentFan XE1 Rev. 2.0
  •   80mm: Nexus Real Silent Fan SP802512L-03


Alle Lüfter werden über die Aqua Computer Aquaero LT angesteuert. Als Wärmeleitpaste wird die Arctic Ceramique verwendet.


Testablauf:

Nach den Installation des CPU-Kühlers und dem Zusammenbau des Rechners erfolgt die einstündige Aufwärmphase mittels des synthetischen Benchmarks 3D Mark 2006 1.1. Nach einer Pause im Idle-Zustand von fünf Minuten wird die CPU zu 100% mit dem Tool Prime95 25.5a (Small FFT erzeugt die höchste Wärmeverlustleistung) ausgelastet. Nach dem 30 Minuten dauernden Testdurchlauf folgt die Abkühlphase von 30 Minuten im ausgeschalteten Zustand (mit geöffnetem Seitenteil).

Um zu testen für welchen Bereich der jeweilige CPU-Kühler geeignet ist, werden verschiedene Einstellungen für die CPU und für die Lüfter getroffen um die Einsatzbereiche Silent, Standard und Performance (übertaktete CPU) zu simulieren. Zeichnet sich ein sehr guter erster Eindruck bezüglich seiner Kühlleistung (besonders beim den Silent-Szenario) ab, wird der CPU-Kühler einem passiven Test unterzogen. Dabei wird auf den CPU-Lüfter verzichtet, der Takt und die Spannung des Quadcores werden stark abgesenkt.

Die Betrachtung der Temperaturen im Idle-Zustand wird zunehmend uninteressant, da AMD als auch Intel sehr gute Strom sparende Techniken entwickelt haben, wenn die Leistung nicht gebraucht wird. Daher wird im Test nicht auf die Temperaturen im Idle eingegangen.

Die genauen Einstellungen können der folgenden Tabelle entnommen werden:


Um die Ergebnisse einordnen zukönnen, wurde zusätzlich der Thermalright IFX-14 getestet. Damit der konvexe Boden keine Nachteile mit sich zieht, wurde die Bodenplatte geschliffen. Die Werte zeigen, nur einen geringen Einfluss auf die Kühlleistung.


Test 1 - Passiv


Test 1

Erstaunlich, das auch die optimierte Kupfer-Version vom Ninja der Dominanz des IFX-14 nicht Paroli bieten kann und sich somit auf dem zweiten Platz einordnen muss. Das breite Mittelfeld weist schon etwas größere Abstände auf, dennoch sind diese für kurzzeitige passive Kühlvorhaben gerüstet bzw. für längere auf CPU mit weniger Abwärme.


Test 2 - Silent

Test 2

Mit großem Abstand kann sich der Noctua NH-U12P vor die Konkurrenz setzen und führt souverän das Feld an. Die beiden Thermalright Kühler ordnen sich dahinter ein. Mit etwas mehr Abstand folgen die anderen Kühler, abgeschlagen der Nanoxia-Kühler. Im schwach belüfteten Gehäuse kommt es beim Ninja Mini sowohl mit 80-mm- und auch mit einem 92-mm-Lüfter zu einer Notabschaltung.

Test 3 - Standard

Test 3

Auch hier setzt sich der Noctua-Kühler von dem großen IFX-14 ab, wenn auch nur minimal. Im mittleren Bereich gibt es keine Veränderungen gegenüber den Silent-Tests. Weiterhin liegt der CX12-360 mit einem größeren Abstand auf dem vorletzten Platz. Der dahinter liegende Ninja Mini ist mit den erreichten Maximalwerten deutlich im kritischen Bereich.


Test 4 - Performance

test 4

Mit leicht erhöhter Prozessorspannung kann der IFX-14 seine schiere Größe ausspielen und sich gegen den NH-U12P behaupten. Es zeichnet sich auch ab, dass der CX12-360 und der CoolScraper Rev.3 eher für CPUs mit geringer Wärmeverlustleistung konzipiert sind. Eventuell kann Nanoxia hier noch nachbessern. Mit unserem 80-mm-Referenzlüfter ist auch hier kein stabiler Betrieb mit dem Ninja Mini möglich und es kommt zur Notabschaltung. Mit dem mitgelieferten Lüfter und 700 U/min mehr sind die erreichten Temperaturmaximen kurz vor dem Notstop.