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XXL-Test: Aktuelle Twin-Tower-Kühler im Vergleich

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Seite 19: Fazit

Beginnen wir mit unserem Fazit, den Anfang macht erneut der K2 aus dem Hause Alpenföhn. Gemessen am Lieferumfang fällt dieser beim K2 sehr vollständig aus, ein im Lüfterkabel integrierter Y-Adapter und ein Spannungsadapter können vieles erleichtern. Die Verarbeitung ist ok, reicht aber nicht ganz an die des Phanteks oder be quiet heran. Die mitgelieferten Lüfter erledigen ihren Job zuverlässig und ohne allzu störende Nebengeräusche, einzig der 120-Millimeter-Lüfter könnte dem in oder anderen bei voller Drehzahl etwas zu laut geraten sein. Die Montage ist in der Regel schnell erledigt, wäre da nicht das unschöne Problem der Kombi-Backplate für AMD- und Intel-Sockel im Zusammenspiel mit einigen Mainboards. Hier sollte der Hersteller besser zwei Backplates anbieten als eine, die im Zweifelsfall dem Seitenschneider zum Opfer fällt.

alpenföhn k2_01.jpg

Die Leistung bewegt sich auf einem soliden Niveau, der K2 setzt aber keine neuen Rekorde. Von einem Semi-Passiven-Betrieb sollte man hingegen eher Abstand nehmen. Ein dritter Lüfter macht zusammen mit diesem Kühler ebenso keinen Sinn. Mit einem Preis von gegenwertig 54,94 Euro - Stand Preisvergleich 18.04.2012 - ist er aber der günstigste Dual-Towerkühler im Test und damit in Sachen Preis / Leistung durchaus attraktiv.

An dieser Stelle sei schon einmal darauf hingewiesen, dass wir in einem Artikelspezial zum Thema konvexe und ebene Bodenplatten im Zusammenspiel mit Intel-Plattformen den K2 mit einer geänderten, leicht konvexen Bodenplatte erneut testen und die Ergebnisse vergleichen werden. 

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Weiter geht es mit dem be quiet Dark Rock Pro 2. Der Doppelturm kleckert ebenso etwas mit dem Zubehör, ein Y-Adapter ist dafür aber immerhin in einem Lüfterkabel fest integriert. Die Materialanmutung und Verarbeitungsqualität ist gelungen und auf einem sehr hohen Niveau. Die beigelegten Lüfter punkten in Sachen Low-Noise. Aber die nicht vorhandene Drehzahlausgabe des 120-Millimeter-Lüfters und die sehr stark exponential verlaufenden Drehzahl-Volt-Kurve des zentralen 135-Millimeter-Lüfter bieten Spielraum für Verbesserungen. Die Installation des Kühlers gelingt sehr schnell und gestaltet sich ebenso unkompliziert.

bq darrock_pro2_01

In Sachen Leistung zeigt sich der Dark Rock von einer guten Seite und ist immer auf den vorderen Plätzen anzutreffen. Zum Phanteks fehlen ihm aber im Schnitt noch ein bis zwei Kelvin. Mit einer UVP von 74 Euro ist der Kühler von be quiet aber nicht unbedingt ein Schnäppchen.

Im großen und ganzen gibt es am Dark Rock relativ wenig zu bemängeln, insbesondere die hochwertigen Lüfter - abgesehen vom vielleicht etwas ungünstigen Regelverhalten per Spannungsvariation, eine PWM-Regelung sorgt hier für Abhilfe - in Verbindung mit der durchweg sehr souverän Leistung und einfachen Montage sind gelungen. Erfahrungsgemäß dürfte sich auch der Straßenpreis relativ schnell in niedrigeren Regionen ansiedeln, wie der Vorgänger Dark Rock Pro C1 zum aktuellen Kurs von 58,90 Euro - Stand 18.04.2011 - beweist. Nach Rücksprache mit be quiet, die uns die baldige Anpassung des Straßenpreises im Bereich um die 60 Euro bestätigten, haben wir uns daher dazu entschieden, dem Dark Rock 2 unseren Preis-Leistungs-Award zu verleihen.

pl award

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Der Phanteks PH-TC14PE bietet von einer entkoppelten Lüfterbefestigung über einen Y-Adapter bis hin zu einem Spannungsadapter alles an Zubehör, was man sich wünschen könnte. Die in Sachen Optik vielseitig gestaltete eloxierte Farbgebung und die hohe Qualität der Verarbeitung des Kühlkörpers sind gelungen. Die beigelegten Lüfter punkten mit ihrem leisen Betriebsgeräusch und dem linearen Verhalten aus anliegender Spannung und Drehzahl. Die Montage ist schnell erledigt und gelingt ohne große Verkrampfungen. Besonders die stabile Befestigung der Lüfterklammern mit dem Ventilator mittels der zusätzlichen Plastikösen ist innovativ und erleichtert den Einbau ungemein.

Phantek PHC14PE_07

An der Leistung des Kühlers gibt es ebenso wenig zu rütteln, der Phanteks ist der beste der fünf getesteten Twin-Tower und überzeugt auch im Semi-Passiven-Einsatz. Einzig der Prolimatech Genesis macht ihm ernsthaft den Platz als bester bisher von uns getesteter Luftkühler etwas streitig. Mit einem Straßenpreis ab 79,90 Euro - Stand Preisvergleich 18.04.2012 - fällt dieser schon recht deftig aus. Dafür bekommt man einen Luftkühler, der die Redaktion in so ziemlich allen Punkten überzeugen konnte. An dieser Stelle zücken wir daher unseren Excellent-Hardware-Award.

excellent award

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Der Silver Arrow SB-E von Thermalright kommt mit einer reichlichen Ausstattung, neben einem Y-Adapterkabel und Gummistreifen zur Entkoppelung, punktet er vor allem durch hochwertige Wärmeleitpaste in Form der Chillfactor III. Die Verarbeitung ist excellent und kann sich sehen lassen. Die Lüfter sind kugelgelagert und gerade der 140 Millimeter große Frontlüfter rasselt etwas mehr als vergleichbare Gleitlager. Der ebenfalls annähernd als Gerade verlaufende Funktionsquotient aus Lüfterspannung und Drehzahl gepaart mit einer guten Laufruhe konnte überzeugen. In Sachen Montage gibt es nichts zu bemängeln.

TR SilverArrow_06

Die Leistung unseres Probanden ist in etwa vergleichbar mit dem K2, in den meisten Fällen sogar besser. Beschränkt auf die Performance mit den mitgelieferten Serienlüfter, lässt er sowohl den K2 als auch den Dark Rock Pro 2 gerade in etwas drehzahlärmeren Regionen hinter sich und zielt mit dem gegenwärtigen Kaufpreis von 58,90 Euro Stand Preisvergleich 18.04.2012 - erneut auf die Schiene Preis / Leistung ab. Außerdem ist er mit 1,1 Kilo samt Lüfter der leichteste der getesteten Twin-Tower. 

Den Vorteil der konvexen Bodenplatte auf Intel-Systemen - unser Testprozessor verfügt über eine relativ stark ausgeprägte Delle im Heatspeader - kann er weit weniger deutlich ausspielen, als erwartet. Bisher schnitten CPU-Kühler mit einer konvexen Bodenplatte wie der Thermalright True Spirit 140 wesentlich besser ab. Womit wir auch schon beim Thema wären: Das Leben schwer macht ihm außerdem der hauseigene und wesentlich günstigere True Spirit 140. Wer jedoch keinen "traditionellen" Tower-Kühler sondern einen verhältnismäßig günstigen Twin-Tower-Kühler mit sehr guten Allround-Eigenschaften gerade in Bezug zur Lüfterausstattung - die auch über die Spannungsregulation ausgezeichnet arbeitet - sucht, kommt an Thermalrights Silver Arrow SB-E nur schwer vorbei.

Aufgrund des stimmigen Gesamtpaketes - das für uns an dieser Stelle mehr zählt als die vielleicht nicht ganz perfekte Leistung mit unseren Referenzlüftern von Noiseblocker - vergeben wir daher unseren Preis-Leistungs-Award.

pl award

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Zu guter Letzt noch ein Blick auf den Zero Infinity Free Flow+. Etwaige zusätzliche Beigaben sucht man vergebens, der Kühler kommt mit einer eher puristischen Ausstattung daher. Die Verarbeitung ist ebenso wie beim K2 auf der Höhe der Zeit, einige Prozentpunkte zur Spitzenklasse fehlen allerdings. Die drei Lüfter sorgen bei voller Drehzahl für einen ordentlichen Durchzug, der sich auch in der Lautstärke bemerkbar macht. Die Montage ist nicht praxisgerecht und umständlich gelöst, hier sollte der Hersteller dringend nachbessern.

Zero Infinity 09_FreeFlow

Die Performance ist – in Anbetracht des Materialeinsatzes – eher enttäuschend und siedelt sich im Mittelfeld an. Von einen Semi-Passiven-Einsatz sollte man absehen, außerdem sollte die Sinnhaftigkeit den dritten Lüfters im Einzelfall geklärt werden. Zum aktuellen Kurs von 68,95 EuroStand Preisvergleich 18.04.2012 - , würden wir den Alpenföhn K2, Thermalright Silver Arrow SB-E oder gar Thermalright True Spirit 140 als günstigere und obendrein leitungsfähigere Konkurrenz vorziehen.

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Zusammengefasst fällt daher unser Fazit relativ eindeutig aus. Der Phanteks PH-TC14PE richtet sich schlicht an alle Enthusiasten, die ein Maximum an Performance gepaart mit einem mehr als stimmigen Gesamtpaket suchen. In den "günstigeren" Regionen wird es hingegen ungleich schwieriger und man muss differenzieren. Der Dark Rock Pro 2 von be quiet punktet im Schnitt mit einer sehr guten Leistung auch mit unseren Referenzlüftern, die mitgelieferten Ventilatoren zeigen sich mit einer spannungsabhängigen Regelung gegenüber einer per PWM-Signal etwas zickig. Der Thermalright Silver Arrow SB-E ist in Sachen Maximalleistung vielleicht nicht ganz auf Augenhöhe der beiden genannten, punktet aber mit dem besten Gesamtpaket aus Lüfterbestückung, Montage, Verarbeitung, Lieferumfang und Leistung. Wer letztendlich den Platz im heimischen Rechner für sich beantspruchen soll, ist nicht zuletzt eine Frage des Budgets aber auch des gesuchten Gesamtpaktes.

 

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Kommentare (19)

#10
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Registriert seit: 27.02.2010
Schläfrig-Holzbein
0815-was-so-läuft-Radio-Pop-Rock
Beiträge: 13517
Wo sind denn da die Wasserkühlanschlüsse?! :confused:
#11
Registriert seit: 06.03.2012
Bonn
Stabsgefreiter
Beiträge: 326
Der Test ist echt spitze. Gefällt mir sehr sehr gut.

Was mir fehlt ist jedoch die Lautstärke der einzelnen Tower mit Serienlüfter und zudem der Noctua NH D14 (der wird ja hier relativ oft empfohlen) in den Vergleichstabellen.
#12
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Registriert seit: 12.07.2009

Oberbootsmann
Beiträge: 995
Zitat Glenlivet;18795661
Das schlechte Abschneiden des SB-E Silver Arrow wundert mich ein bisschen. Scheint fast so als wäre der weniger leistungsstark als der normale Silver Arrow.
Irgendwie verstehe ich Thermalright nicht, wenn die Neuauflage nicht signifikant besser ist als der Vorgänger.


Beim neuen Silver Arrow SB-E wurde die Leistung mit langsamen Lüftern verbessert und die Standardlüfter machten auch einen großen Sprung nach vorne. Aus meiner Sicht bietet der TR SA SB-E den derzeit besten Kompromiss aus Lautstärke und Performance (kenne alle sehr guten Twintower bis auf den Dark Rock Pro 2) mit der Standardbelüftung und der Standard-WLP.

mfg dorndi
#13
Registriert seit: 24.11.2003

Leutnant zur See
Beiträge: 1115
Ich hätte es noch interessant gefunden, wenn man zum Vergleich den Thermalright True Spirit (4 Heatpipes) getestet hätte. Der True Spirit 140 ist ja in der Übersicht zu finden.

#14
Registriert seit: 05.12.2009

Oberleutnant zur See
Beiträge: 1469
Wie immer fehlt eine Sache in den Diagrammen:
"Kleiner/Geringer ist besser".

Nicht jeder weiss, was "Delta-T in Kelvin" bedeutet, und wie das zu werten ist.

Aber da werd ich mir noch jahrelang die Finger wund schreiben können ^^
#15
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Registriert seit: 31.12.2011
München
Flottillenadmiral
Beiträge: 4375
Oh ja das wirst du ^^
#16
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Registriert seit: 24.02.2005

Moderator
Luft statt Wasser
Beiträge: 22525
Zitat Sushimaster;18796710
Wie immer fehlt eine Sache in den Diagrammen:
"Kleiner/Geringer ist besser".

Nicht jeder weiss, was "Delta-T in Kelvin" bedeutet, und wie das zu werten ist.

Aber da werd ich mir noch jahrelang die Finger wund schreiben können ^^


Der interessierte Leser wird auch auf die nachfolgende Textstelle stoßen und daher erübrigen sich solche Dinge. Das man nicht alles mitbekommt, wenn man nur durch die Diagramme schaut, kann man leider nicht ausschließen. Mal schauen, ob wir die Diagramme zukünftig überarbeiten. :wink:
Zitat
Für den Vergleich dient die Differenz aus dem arithmetischen Mittel der Temperaturen aller vier Kerne der letzten 5 Minuten des Tests und der jeweiligen Raumtemperatur.


@marvinator: Jepp, allerdings ohne ein konkretes Zeitfenster..
#17
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Registriert seit: 07.10.2009
Hannover
[online]-Redakteur
Pilger
Beiträge: 2586
Zitat Psycheny;18796577
Ich hätte es noch interessant gefunden, wenn man zum Vergleich den Thermalright True Spirit (4 Heatpipes) getestet hätte. Der True Spirit 140 ist ja in der Übersicht zu finden.


Der kleinere True Spirit läuft in unseren Charts unter Thermalright True Spirit 120 und ist auch vorhanden. Bei den Doppellüfter-Benches fehlt er, da ich beim damaligen Test kein zweites Paar Lüfterklammern hatte. :)
#18
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Registriert seit: 21.09.2008

Hauptgefreiter
Beiträge: 160
Zitat
Sofern in den Charts keine gesonderte Angabe über den Durchmesser der verwendeten Referenzlüfter zu finden ist, wurde aus Kompatibilitätsgründen mit dem 120-Millimeter-Modell getestet.

Dass heißt, z.B. der NZXT Hawik 140, DRP2, Thermalright Macho, Thermalright True Spirit 140, Phanteks PH-TC14PE, Alpenföhn K2 u.a. wurden alle nur mit 120 mm Referenzbelüftung getestet?

Das wäre aber schade, denn die genannten Kühler sind auf 140 mm Belüftung ausgelegt (Ausnahme: DRP2 mit seiner "Mischbelüftung" 135/120 mm) und die Leistungsdaten sind somit nicht aussagekräftig. Bzw. die Ergebnisse der Kühler zueinander werden sogar verfälscht, da einige (z.B. Prolimatech Genesis) dann doch mit 140er Belüftung getestet wurden. Die Unterschiede zwischen 120 und 140 mm Belüftung fallen nämlich meist deutlich aus, das habe ich gerade selbst beim DRP2 und NH-D14 gesehen, die gehen erst richtig ab mit kompletter 140er Belüftung.
Ich denke auch, für den Interessenten (potenziellen Käufer) ist das so nicht relevant, denn der wird z.B. einen Phanteks kaum mit 120er Lüftern betreiben wollen, der wird entweder die Serienbelüftung nehmen oder sich was für eine alternative 140er Lüfterbefestigung einfallen lassen ...

Apropos, Lüfterkompatibilität, es ist zwar richtig, dass es schwierig ist, da alle Kühler unter einen Hut zu bringen. Dennoch finde ich, da hättet ihr etwas "kreativer" sein sollen. Mit einem entsprechenden Gummiband (durch die Lüfterstege gefädelt oder um halb eingedrehte Lüfterschrauben gehakt) beispielsweise kriegt man so ziemlich jeden Lüfter auf jeden Kühler geschnallt.
#19
Registriert seit: 10.04.2008

Gefreiter
Beiträge: 34
Irgendwie blicke ich bei den ersten beiden Diagrammen nicht durch...
Ich lese was von Lautstaerkelevel, sehe aber Temperatureinheiten?
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