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XXL-Test: Aktuelle Twin-Tower-Kühler im Vergleich

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Seite 17: Testresultate Skalierung mit drei Lüftern

"Was bringt eigentlich ein dritter Lüfter?" Wir wollen die Gelegenheit beim Schopfe packen und dieser Frage mit handfesten Messergebnissen auf den Grund gehen.

Immer wieder werden wir gefragt, ob der Einsatz eines dritten Lüfters an einem entsprechenden Kühler die Temperatur noch weiter senken kann. An dieser Stelle wollen wir dieser Frage nachgehen und haben alle fünf Kandidaten zusätzlich mit einem dritten unserer Referenzlüfter der Marke Noiseblocker ausgestattet. Auch hier gehen wir in alphabetischer Reihenfolge vor und beginnen folglich mit dem Alpenföhn K2.

luefter k2

Erwartungsgemäß erzielt der zweite Lüfter (v z; vorne zentral) gegenüber der einfachen Belüftung (z; zentral) einen durchschlagenden Erfolg. Der dritte Lüfter (v z h; vorne zentral hinten) macht beim K2 hingegen kaum Sinn. Während im übertakteten Zustand das Resultat bei Null liegt und leichte Vorteile zeigt, behindert der dritte Lüfter im 12-Volt-Betrieb mit Standardtakt gar die Wärmeabfuhr. Im 7-Volt-Betrieb oder gar drunter zeigt sich eine kleine Verbesserung von einem Kelvin, die aber nicht der Rede wert ist. Der K2 wurde mit 120-Millimeter-Lüftern getestet.

luefter bq

Am Dark Rock Pro 2 von be quiet kann kein dritter Lüfter befestigt werden, entsprechend konnten wir auch keine Messung durchführen. Es zeigt sich allerdings, wie gut der Dark Rock für einen Zwillingsturm mit bereits einem zentral installierten Lüfter performt. Der Dark Rock Pro 2 wurde mit Lüftern von 120 Millimetern Durchmesser getestet.

luefter phanteks

Der PH-TC14PE kann leicht von einem dritten Lüftern profitieren, die Verbesserung bewegt sich je nach Drehzahl und abgegebener Hitze zwischen 1,25 und 0,5 Kelvin. Dieser leichten Verbesserung stehen die zusätzlichen Ausgaben für einen weiteren Lüfter gegenüber. Unserer Meinung nach lohnt sich das Unterfangen in den meisten Fällen nicht, die Kühlleistung ist bereits mit zwei Lüftern sehr gut. Der Phanteks wurde aufgrund der Größe der mitgelieferten Lüfterklammern mit 120 Millimeter messenden Lüftern getestet.

luefter th

Ähnlich wie schon beim Dark Rock Pro 2 konnten wir beim Silver Arrow keinen dritten Lüfter montieren. Da nur zwei Paar 120-Millimeter-Klammern und ein Paar 140-Millimeter-Klammern beiliegen, hätten wir hier auf eine asymetrische Lüfterbestückung ausweichen müssen, was die Ergebnisse verfälscht hätte. Zwar kann man mit den 120-Millimeter-Klammern grundsätzlich auch 140 Millimeter messende Lüfter - auch mit eckigem Rahmen - montieren. Bei unseren Referenzlüfter von Noiseblocker sind die gegenüberliegenden Montagelöcher aber nicht frei zugänglich, sodass wir hier den Dremel hätten ansetzen müssen und eine Beschädigung in Kauf genommen hätten. Da uns dies für zukünftige Tests wenig zielführend erschien, haben wir daher auf einen Test des dritten Lüfters verzichtet.

Anhand der beiden oberen Kurven lässt sich jedoch festmachen, dass der Silver Arrow bereits mit einem zentral gelagerten Lüfter - wenn auch nicht so deutlich wie der Dark Rock Pro 2 - etwas besser skaliert als die anderen Zwillingstürme.

luefter zero

Gespannt waren wir dann doch auf das Abschneiden des Zero Infinity. Immerhin wird dieser serienmäßig mit drei Lüftern ausgeliefert, vielleicht einer der Gründe, warum er mit zwei Lüftern nicht wirklich überzeugen konnte? Das Ergebnis war dann eher ernüchternd. Mit einem Rückstand zur Doppelbelüftung von 1,25 Kelvin im 12-Volt-Betrieb sprechen wir uns klar gegen den Einsatz eines dritten Lüfters im Zusammenspiel mit dem Kühler aus. Der Free Flow+ wurde mit 140-Millimeter-Lüftern getestet.

Die durchaus überraschenden Ergebnisse lassen sich folgendermaßen erklären. Im Regelfall kann der Luftstrom einfach nicht weiter gesteigert werden, respektive können die Kühler nicht davon profitieren. So zeigten bereits andere Single-Towerkühler beim Einsatz eines zweiten Lüfters teilweise nur eine marginale Verbesserung. Außerdem befindet sich in wenigen Zentimetern Abstand bereits der Hecklüfter unserer Gehäuses, sodass dieser bereits für einen ausreichend schnellen Abtransport der Luft sorgt. Der dritte Lüfter kann gar als Widerstand wirken, wenn die Drehzahlen zu stark voneinander abweichen. Unterm Strich ist der Einsatz eines dritten Lüfters in der Regel nicht sinnvoll und sollte gleich in einen besser performenden Kühler investiert werden. Im Einzelfall kann sich zwar eine marginale Verbesserung einstellen, von Kühler zu Kühler ist diese aber sogar kontraproduktiv und gehört im Einzelfall genau überprüft. 

 

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Kommentare (19)

#10
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Registriert seit: 27.02.2010
Schläfrig-Holzbein
0815-was-so-läuft-Radio-Pop-Rock
Beiträge: 13532
Wo sind denn da die Wasserkühlanschlüsse?! :confused:
#11
Registriert seit: 06.03.2012
Bonn
Stabsgefreiter
Beiträge: 326
Der Test ist echt spitze. Gefällt mir sehr sehr gut.

Was mir fehlt ist jedoch die Lautstärke der einzelnen Tower mit Serienlüfter und zudem der Noctua NH D14 (der wird ja hier relativ oft empfohlen) in den Vergleichstabellen.
#12
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Registriert seit: 12.07.2009

Oberbootsmann
Beiträge: 995
Zitat Glenlivet;18795661
Das schlechte Abschneiden des SB-E Silver Arrow wundert mich ein bisschen. Scheint fast so als wäre der weniger leistungsstark als der normale Silver Arrow.
Irgendwie verstehe ich Thermalright nicht, wenn die Neuauflage nicht signifikant besser ist als der Vorgänger.


Beim neuen Silver Arrow SB-E wurde die Leistung mit langsamen Lüftern verbessert und die Standardlüfter machten auch einen großen Sprung nach vorne. Aus meiner Sicht bietet der TR SA SB-E den derzeit besten Kompromiss aus Lautstärke und Performance (kenne alle sehr guten Twintower bis auf den Dark Rock Pro 2) mit der Standardbelüftung und der Standard-WLP.

mfg dorndi
#13
Registriert seit: 24.11.2003

Leutnant zur See
Beiträge: 1115
Ich hätte es noch interessant gefunden, wenn man zum Vergleich den Thermalright True Spirit (4 Heatpipes) getestet hätte. Der True Spirit 140 ist ja in der Übersicht zu finden.

#14
Registriert seit: 05.12.2009

Oberleutnant zur See
Beiträge: 1470
Wie immer fehlt eine Sache in den Diagrammen:
"Kleiner/Geringer ist besser".

Nicht jeder weiss, was "Delta-T in Kelvin" bedeutet, und wie das zu werten ist.

Aber da werd ich mir noch jahrelang die Finger wund schreiben können ^^
#15
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Registriert seit: 31.12.2011
München
Flottillenadmiral
Beiträge: 4375
Oh ja das wirst du ^^
#16
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Registriert seit: 24.02.2005

Moderator
Luft statt Wasser
Beiträge: 22541
Zitat Sushimaster;18796710
Wie immer fehlt eine Sache in den Diagrammen:
"Kleiner/Geringer ist besser".

Nicht jeder weiss, was "Delta-T in Kelvin" bedeutet, und wie das zu werten ist.

Aber da werd ich mir noch jahrelang die Finger wund schreiben können ^^


Der interessierte Leser wird auch auf die nachfolgende Textstelle stoßen und daher erübrigen sich solche Dinge. Das man nicht alles mitbekommt, wenn man nur durch die Diagramme schaut, kann man leider nicht ausschließen. Mal schauen, ob wir die Diagramme zukünftig überarbeiten. :wink:
Zitat
Für den Vergleich dient die Differenz aus dem arithmetischen Mittel der Temperaturen aller vier Kerne der letzten 5 Minuten des Tests und der jeweiligen Raumtemperatur.


@marvinator: Jepp, allerdings ohne ein konkretes Zeitfenster..
#17
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Registriert seit: 07.10.2009
Hannover
[online]-Redakteur
Pilger
Beiträge: 2586
Zitat Psycheny;18796577
Ich hätte es noch interessant gefunden, wenn man zum Vergleich den Thermalright True Spirit (4 Heatpipes) getestet hätte. Der True Spirit 140 ist ja in der Übersicht zu finden.


Der kleinere True Spirit läuft in unseren Charts unter Thermalright True Spirit 120 und ist auch vorhanden. Bei den Doppellüfter-Benches fehlt er, da ich beim damaligen Test kein zweites Paar Lüfterklammern hatte. :)
#18
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Registriert seit: 21.09.2008

Hauptgefreiter
Beiträge: 160
Zitat
Sofern in den Charts keine gesonderte Angabe über den Durchmesser der verwendeten Referenzlüfter zu finden ist, wurde aus Kompatibilitätsgründen mit dem 120-Millimeter-Modell getestet.

Dass heißt, z.B. der NZXT Hawik 140, DRP2, Thermalright Macho, Thermalright True Spirit 140, Phanteks PH-TC14PE, Alpenföhn K2 u.a. wurden alle nur mit 120 mm Referenzbelüftung getestet?

Das wäre aber schade, denn die genannten Kühler sind auf 140 mm Belüftung ausgelegt (Ausnahme: DRP2 mit seiner "Mischbelüftung" 135/120 mm) und die Leistungsdaten sind somit nicht aussagekräftig. Bzw. die Ergebnisse der Kühler zueinander werden sogar verfälscht, da einige (z.B. Prolimatech Genesis) dann doch mit 140er Belüftung getestet wurden. Die Unterschiede zwischen 120 und 140 mm Belüftung fallen nämlich meist deutlich aus, das habe ich gerade selbst beim DRP2 und NH-D14 gesehen, die gehen erst richtig ab mit kompletter 140er Belüftung.
Ich denke auch, für den Interessenten (potenziellen Käufer) ist das so nicht relevant, denn der wird z.B. einen Phanteks kaum mit 120er Lüftern betreiben wollen, der wird entweder die Serienbelüftung nehmen oder sich was für eine alternative 140er Lüfterbefestigung einfallen lassen ...

Apropos, Lüfterkompatibilität, es ist zwar richtig, dass es schwierig ist, da alle Kühler unter einen Hut zu bringen. Dennoch finde ich, da hättet ihr etwas "kreativer" sein sollen. Mit einem entsprechenden Gummiband (durch die Lüfterstege gefädelt oder um halb eingedrehte Lüfterschrauben gehakt) beispielsweise kriegt man so ziemlich jeden Lüfter auf jeden Kühler geschnallt.
#19
Registriert seit: 10.04.2008

Gefreiter
Beiträge: 34
Irgendwie blicke ich bei den ersten beiden Diagrammen nicht durch...
Ich lese was von Lautstaerkelevel, sehe aber Temperatureinheiten?
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