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Test: Cool-IT ECO A.L.C - Wasserkühlung auf dem Prüfstand

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Seite 10: Fazit

Mit der ECO A.L.C. hat Cool-IT Systems eine kompakte Wasserkühlung am Start, die aktuellen Luftkühlern der gehobenen Leistungsklasse in nichts nachstehen soll. Ob dies gelungen ist, klären wir jetzt im Fazit.

Die Verarbeitung der Wasserkühlung ist ok, aber nicht hundertprozentig gelungen. Das verwendete Plastik ist zwar recht dick und vermittelt einen soliden Eindruck, konstruktionsbedingt zeigen sich am Radiator jedoch kleinere Mängel: Die feinen Lamellen sind stellenweise geknickt und damit unsauber verarbeitet. Bedingt durch die Verkleidung aus Hartplastik, sind die Schläuche etwas störrisch und lassen sich nicht ganz einfach verlegen. Ihre Länge ist für einen handelsüblichen Midi-Tower ausreichend dimensioniert, bei einer Montage in Big-Tower und Co. könnte es aber schnell etwas eng werden. Die Installation gestaltet sich insgesamt simpel, ist beim ersten Mal aber nicht ganz einfach. Dafür sitzt der Kühler danach fest und ohne Spiel auf dem Prozessor, der Anpressdruck ist sehr gleichmäßig.

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Im Betrieb schneidet die Pumpe der Wasserkühlung dagegen recht gut ab. Nach einer kurzen Einlaufphase arbeitet sie verhältnismäßig ruhig und fällt selbst bei voller Leistung nicht negativ auf. Jedoch liegt hier auch die Achillesferse des Kühlers, die Pumpe ist nicht regelbar und läuft ständig mit maximaler Leistung - das kann Corsair sowohl mit der H50 als auch der H70 wesentlich besser.

Der mitgelieferte Lüfter trägt ebenso seinen Teil zum unrunden Gesamtbild bei. Zwar bietet er einen sehr großen Regelbereich von etwa 420 bis 1650 Umdrehungen pro Minute, weist aber teils sehr ausgeprägte Geräuschcharakteristika auf und neigt zum Klackern, Schleifen und Brummen. Silentfreaks sollten sich daher nach einem neuen Lüfter umsehen. Ebenfalls bemerkenswert: Die serienmäßige Montage des mitgelieferten Lüfters. Wie unser Test zeigt ist diese Art der Montage, wie Cool-IT sie vorsieht, mit Abstand der ungünstigste Weg, den Lüfter am Radiator anzubringen. Durch eine alternative Montage, die keiner wissenschaftlichen Promotion bedingt, lassen sich die Temperaturen um fast 10 Kelvin senken, leider fehlen aber dafür die notwendigen Schrauben und Unterlegscheiben, der Kunde muss sich selber auf die Suche nach dem passenden Zubehör machen. Aus unser Sicht mehr als ärgerlich, hier sollte Cool-IT dringend nachbessern.

Kommen wir nun zum Wichtigsten: Die Leistung des Kühlers. Je nach Lüftersetup und Auslastungsszenario bewegt sich die ECO A.L.C. mal Mehr, mal Weniger im Mittelfeld unserer Kühlercharts. Kann die Wasserkühlung im Betrieb mit einer durchzugsstarken Lüfterbestückung durchaus noch überzeugen, gerät sie, sobald der Durchsatz an frischer Außenluft singt, immer weiter ins Hintertreffen. Geschuldet ist dies dem engen Lamellenabstand und der geringen Tiefe des Radiators, mit gerade einmal zwei Zentimetern muss hier ordentlich Luft bewegt werden, um die Abwärme schnell anführen zu können. Je nach Preisklasse können das die gleichteure Corsair H50 und die etwas kostspieligere Corsair H70 durchaus besser.

Positive Aspekte der ECO A.L.C.

  • sichere Verschraubung mit dem Mainboard und gleichmäßiger Anpressdruck
  • großer Regelbereich des mitgelieferten Lüfters
  • die Pumpe agiert sehr leise
  • gute Leistung mit durchsatzstarken Lüftern

Negative Aspekte der ECO A.L.C.

  • Verarbeitung des Radiators könnte besser sein
  • Schläuche recht steif und störrisch
  • Lüfter missfällt durch klackern, schleifen und brummen
  • Lüfter ist ungünstig montiert, es fehlt an Zubehör zur Nachbesserung
  • Leistung fällt mit weniger durchsatzstarken Lüftern exponentiell ab

Insgesamt konnte uns die ECO A.L.C. nicht vollkommen überzeugen, insbesondere das Fehlen der Schrauben für eine alternative Montage ist mehr als ärgerlich. Wer sich am recht lauten Serienlüfter jedoch nicht stört und bereit ist, das Montagematerial nachzubestellen, bekommt mit der ECO A.L.C. einen Kühler mit solider Leistung. Wenn man aber bedenkt, dass die leistungsstärkere Corsair H50 mit einem vollständigen Lieferumfang ebenfalls für rund 50 Euro erhältlich ist, sollte man eher den Kauf der Konkurrenz in Betracht ziehen. 

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