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Test: Cool-IT ECO A.L.C - Wasserkühlung auf dem Prüfstand

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Seite 4: Montage, Lüfterleistung und Besonderheiten

Die Montage gestaltet sich bei unserem Sockel-1366-System etwas hakelig. Nachdem das Mainboard ausgebaut wurde, muss am Kühlkörper der Wasserkühlung das entsprechend zum Sockel passende Montagesystem installiert werden. Danach wird auf der Rückseite des Mainboards die dazugehörende Backplatte angebracht, bei AMD-Systemen wird die Standard-Backplatte genutzt, und der Kühler von der anderen Seite eingehakt. Zu guter Letzt dreht man die in den Plastikhalterungen versenkten Schrauben mit dem Schraubenzieher fest. Der Vorgang gestaltet sich beim ersten Versuch etwas ungewohnt und es braucht ein wenig Geduld, bis der Kühler sicher verschraubt ist, aber bereits beim zweiten Versuch ging uns die Operation flotter von der Hand. Kleines Manko: Aufgrund der Verkleidung der Schläuche aus Hartplastik sind diese recht störrisch und es ist nicht gänzlich unproblematisch, die Pumpeneinheit zum Verschrauben wirklich plan auf den Prozessor zu verfrachten.

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An dieser Stelle wollen wir außerdem ein Wort zum mitgelieferten Lüfter verlieren. Bei einer anliegenden Spannung von vollen 12 Volt ist der Lüfter mit seinen 1650 Umdrehungen pro Minute naturgemäß kein Leisetreter, außerdem stören recht ausgeprägte Vibrationen sowie ein prägnantes Lagerrasseln. Im 7-Volt-Betrieb ist die Geräuschkulisse schon wesentlich weniger massiv und die Vibrationen sind geringer, dafür treten jetzt erste Brummcharakteristika auf. Bei einer Spannung von 5 Volt könnte man dem Lüfter im Ansatz erste silent-Charakteristika unterstellen, wären da nicht das Lagerklackern und die leichten Brumm- und Schleifgeräusche.

Eckdaten des mitgelieferten Lüfters
12 Volt 1650 Umdrehungen pro Minute, Lagerrasseln, Vibrationen, hohe Förderlautstärke
7 Volt 930 Umdrehungen pro Minute, Lagerklackern, Brummgeräusche, Vibrationen sind geringer
5 Volt 590 Umdrehungen pro Minute, Lagerklackern, leichte Brumm- und Schleifgeräusche
Anlaufverhalten
600 Umdrehungen pro Minute bei 5,1 Volt
Regelbereich
420 Umdrehungen pro Minute bei 4,2 Volt bis 1650 Umdrehungen pro Minute bei 12 Volt

Der Pumpeneinheit kann man, im Gegensatz zum Lüfter, ein Lob aussprechen. Nach einer kurzen Einlaufphase sind weder Glucker- noch Pumpengeräusche wahrzunehmen, erst wenn man sein Ohr unmittelbar neben der Pumpe platziert, ist ein sehr dezentes Surren wahrzunehmen. Leider lässt sich die Pumpe nicht in ihrer Drehzahl regeln, angesichts des leisen Betriebs auch bei voller Spannung ist dies aber zu verschmerzen.

Wie bereits zuvor angesprochen wollen wir noch näher untersuchen, wie man den Lüfter an der ECO A.L.C. am besten montieren sollte. Als Testobjekt dient unser Referenzlüfter, ein 120mm großer Noiseblocker NB-BlackSilentPRO PL-2 mit 1400 U/min, die CPU läuft im Standardtakt im Auslastungsszenario, wie wir es auch bei den herkömmlichen Tests anwenden.

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Wie sich zeigt, hat die Lüfterposition einen erheblichen Einfluss auf die Temperatur. Um genau zu sein ergibt sich eine Differenz von fast zehn Kelvin! Die denkbar ungünstigste Montage ist die, die der Hersteller serienmäßig vorsieht. Montiert man den Lüfter ausblasend zur Gehäuserückwand in der Reihenfolge Gehäuse - Lüfter - Radiator, sind die Temperaturergebnisse denkbar schlecht. Verändert man die Reihenfolge (Gehäuse - Radiator - Lüfter), fallen die Temperaturen schon merklich. Am besten schneiden jedoch die Montagelösungen ab, bei denen der Lüfter in das Gehäuse bläst und die Abluft durch die beiden Lüfter an der Gehäuseoberseite unseres Lancools PC-K62 entsorgt wird. Während die Methode "Gehäuse - Lüfter - Radiator" in etwa auf dem Niveau der ausblasenden Lösung agiert, sind mit der Methode "Gehäuse - Radiator - Lüfter" die besten Ergebnisse im Test möglich.

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Unverständlich hierbei aus unserer Sicht: Für die Montageoptionen, bei denen der Radiator an der Gehäuserückwand verschraubt ist und der Lüfter ins Innere des Gehäuses ragt - "G - R - L" - liefert Cool-IT nicht die passenden Schrauben mit. Mittels vier etwa 3,4 Zentimeter langer M3 Schrauben und acht passenden Unterlegscheiben, die wir uns kurzerhand vom Lieferumfang der Corsair H70 geborgt haben, konnten wir den Lüfter dann doch noch montieren. Sollte man eine Corsair H70 nicht zufällig vorrätig haben, sind die Materialien auch separat beispielsweise bei unserem Partner Aquatuning erhältlich. Ärgerlich bleibt dies aber allemal, für fast 50 Euro sollte man erwarten, dass der Hersteller nicht am Lieferumfang spart und seine Produkte entsprechend testet; in der Gebrauchsanleitung findet sich dazu nämlich kein Sterbenswörtchen. Wir haben alle nachfolgenden Testläufe mit der Montagemethode durchgeführt, die im Vergleich die besten Ergebnisse liefert.