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Neue Kühlkonzepte? Zehn CPU-Luftkühler im Stresstest

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Seite 3: Noiseblocker NB-TwinTec und Scythe Samurai ZZ

Noiseblocker NB-TwinTec

Wie bereits eingangs erwähnt, kombiniert Noiseblocker die von der CoolScraper-Serie bekannte 25 mm dicke SuperConductor - eine Industrie-Heatpipe - mit zwei normalen 6-mm-Heatpipes. Unter anderem kompensieren letztgenannte die etwas träge, aber mit hohen Leistungsreserven ausgestattete SuperConductor-Heatpipe bei Last- bzw. Wärmeveränderungen.

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Die voluminöse Heatpipe sitzt mittig über dem Prozessor. Die beiden 6-mm-Heatpipes sind an den Außenseiten in die Bodenplatte eingelassen und durchlaufen die Kühllamellen an den äußeren Eckpunkten. Eine optimale Wärmeverteilung auf die Alulamellen ist somit gegeben. Die beiden vernickelten Wärmeleiter fügen sich sehr gut in das Gesamtbild ein.

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Die Kühllamellen sind im matten Alu-Look belassen worden, nur die oberste der 46 Lamellen wurde schwarz-glänzend lackiert. Die Enden der äußeren Heatpipes werden mit spiegelnden Rundkappen abgeschlossen. Die Form der Lamellen ist sehr kantig und wird durch symmetrische Zacken aufgelockert, Schnittverletzungen bleiben durch Abrunden der Spitzen aus. Die beiden runden Löcher zwischen den Heatpipes lassen vermuten, dass der Hersteller sich eine überarbeitete Montage für AMD-Sockel vorbehält, welche eine jeweils um 90° gedrehte Ausrichtung zulässt. Qualitativ liefert Noiseblocker eine gute Arbeit ab: die Kühllamellen sind mit den Heatpipes verlötet und garantieren einen festen Sitz, der Boden ist plan und sauber verarbeitet, lediglich Bearbeitungsspuren an der SuperConductor-Heatpipe und seitlich an der Bodenplatte trüben den sehr guten Eindruck.

Die Beigaben umfassen eine einfache Anleitung, Lüfterklammern für zwei 120-mm-Lüfter, ein kleines Tübchen Wärmeleitpaste und allerlei Material, um den NB-Twintec auf allen aktuellen Sockeln von AMD und Intel zu montieren. Weiterhin legt der deutsche Hersteller einen sehr guten Lüfter aus der hauseigenen Multiframe-Serie bei. Das Modell M12P passt mit den schwarz glänzenden Rotorblättern harmonisch zum restlichen Kühler. Das PWM-Signal regelt den 120-mm-Lüfter zwischen angenehmen 980 U/min und sehr lauten 2040 U/min. Nach einer zweistündigen Einlaufzeit überzeugt der Lüfter mit einer sehr guten Laufruhe. Manuell lässt sich der Lüfter bis auf 670 U/min herunter regeln. Wie im High-End-Bereich üblich, wird der NB-TwinTec auf dem Mainboard verschraubt. Der Einbau geht schnell von der Hand.


Scythe Samurai ZZ

Die Japaner bleiben sich selbst treu und verbreitern ihre Produktpalette um zwei weitere Top-Flow-Modelle. Der erste Neue ist der Scythe Samurai ZZ. Nach einem Ausflug in die 120-mm-Lüfterklasse mit dem Samurai Master verkleinert sich die Serie mit dem aktuellen Modell wieder auf die 92-mm-Lüfterklasse. Streng genommen handelt es sich hierbei nicht um einen neuen CPU-Kühler, sondern um einen Abkömmling des Katana 3.

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Für eine solide Ausgangsbasis packt Scythe drei 6-mm-Dual-Heatpipes in den kompakten Kühler, die in der Coldplate um 180° gebogen sind. Oberhalb thront ein größerer Strangkühlkörper. Die insgesamt 48 Kühllamellen aus Aluminium sind sehr einfach gehalten und haben eine schnörkellose rechteckige Form. Die kleinen Einkerbungen dienen zweckmäßig nur als Führung für die Lüfterklammern. Im mittleren Bereich des Korpus erleichtern die Aussparungen in den Lamellen eine Installation per Push-Pins.

Optisch bleibt der Samurai ZZ nüchtern, geleitet von dem Motto: „Form follows function“. Die naturbelassenen Kupfer-Heatpipes weisen minimale Bearbeitungsspuren auf. Die Enden sind mit Schutzkappen bedeckt. Die Kühllamellen sind ohne Materialfehler auf die Heatpipe aufgesteckt und auch die plane, auf Hochglanz polierte Bodenplatte weist keine Mängel auf.

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Das Zubehör beschränkt sich auf das Nötigste: eine Anleitung, Lüfterklammern, eine sehr kleine Ration Wärmeleitpaste und ein schwarzer 92-mm-PWM-Lüfter sind enthalten. Auch der beigelegte Lüfter ist identisch mit dem Modell des Katanas 3. So glänzt auch dieser mit einer minimalen Drehzahl von 310 U/min im Idle-Betrieb. Mit einer Spannung von 5 Volt und 770 U/min lassen sich Schleifgeräusche orten. Erhöht man die Spannung, wird das Störgeräusch leicht verstärkt und wird bei 12 Volt und 2530 U/min von dem üblichen Luftrauschen übertönt. Der Einbau in den Rechner geschieht bei AMD-Systemen per Halteklammer und auf Intel-Systemen per Push-Pin-Prinzip.

Hersteller und
Bezeichnung
Noiseblocker NB-TwinTec Scythe Samurai ZZ
Straßenpreis ab 54 € ab 18 €
Homepage www.noiseblocker.de www.scythe-eu.com
Gewicht 660 g 495 g
Maße 130 x 158 x 63,5 mm 94 x 94 x 122 mm
Material Aluminium / Kupfer Aluminium / Kupfer
mitgelieferter Lüfter 120 mm, PWM, Multiframe 92 mm, PWM
Sockel 775, 1156,1366
AM2, AM3
775, 1156, 1366
754, 939, 940, AM2, AM3
Lieferumfang Wärmeleitpaste, Anleitung, Kühlkörper, 2 Paar Lüfterklammern Wärmeleitpaste, Anleitung, Kühlkörper, 1 Paar Lüfterklammern